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KFV Bodenseekreis: Kreisbrandmeister Nöh verabschiedet Ausbilder-Urgestein

Mit einer Endlosleiter, einem Laufband, Gewichten und einem Hindernisparcours der in völliger Dunkelheit absolviert werden muss, wird die extreme Belastung simuliert, der die Atemschutzgeräteträger im Einsatz ausgesetz sind.
Mit einer Endlosleiter, einem Laufband, Gewichten und einem Hindernisparcours der in völliger Dunkelheit absolviert werden muss, wird die extreme Belastung simuliert, der die Atemschutzgeräteträger im Einsatz ausgesetz sind.

Überlingen (ots) - Am Samstag ging in der Feuerwehr-Geschichte des Bodenseekreises eine Ära zu Ende. Nachdem er in den vergangenen Jahrzehnten insgesamt 1.300 Feuerwehrleute zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet hatte, wurde Oberbrandmeister Hubert Ehing von Kreisbrandmeister Henning Nöh in den Ruhestand verabschiedet.

Bis zur letzten Minute vor der Verabschiedung herrschte in der Überlinger Feuerwache für Hubert Ehing noch "business as usual". Vier Tage lang schulten er und weitere ehrenamtliche Ausbilder des Landkreises zwei Frauen und ein Dutzend Männer in der bei der Feuerwehr wohl gefährlichsten Disziplin: dem Einsatz unter schwerem Atemschutz. Benötigt wird dies in erster Linie für den Innenangriff bei Brandeinsätzen aber auch bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Gütern und weiteren Einsatzfeldern, wo mit Atemgiften oder mangelndem Sauerstoff gerechnet werden muss. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Feuerwehrleute, die sich erst einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung unterziehen müssen bevor Sie in Theorie und Praxis den Umgang mit dem Atemschutzgerät erlernen. Neben körperlicher Fitness ist auch mentale Stärke von entscheidender Bedeutung, denn der Einsatz unter schwerem Atemschutz stellt sowohl physisch als auch psychisch eine außergewöhnliche Belastung dar. Vergleichbar sind die Belastungen am ehesten mit jenen, welche Militärpiloten während eines Fluges in einem Kampfjet ausgesetzt sind. Deshalb finden in den Atemschutz-Übungsanlagen, die im Bodenseekreis in den Feuerwachen Friedrichshafen und Überlingen eingerichtet sind, verschiedene Gewöhnungs-, Belastungs- und Einsatzübungen statt, damit die Auszubildenden an ihre künftigen Aufgaben herangeführt werden.

Am Samstagnachmittag konnte Kreisbrandmeister Henning Nöh zunächst den 14 Lehrgangsteilnehmern die gute Nachricht überbringen, dass sich ihre Strapazen der letzten Tage gelohnt haben und alle den Lehrgang mit Erfolg bestanden haben. Danach bedankte er sich bei Oberbrandmeister Hubert Ehing für sein außerordentliches Engagement, das Seinesgleichen suche. Wer sich über so lange Jahre kontinuierlich engagiere sei schon "von einer verschärften Form unseres Feuerwehr-Virus befallen", meinte Nöh. Als äußeres Zeichen des Dankes verlieh Nöh das Ehrenzeichen der Feuerwehren des Bodenseekreises in Gold an Hubert Ehing. Ausbilder-Obmann Herbert Müller von der Feuerwehr Friedrichshafen erinnerte an die Anfänge der gemeinsamen Tätigkeit Ende der 1980-er Jahre und an viele vergnügliche Anekdoten rund um die bisher insgesamt 183 durchgeführten Atemschutz-Lehrgänge des Bodenseekreises. "Diese Erlebnisse nimmt uns keiner", so Müller. 100 der Lehrgänge seien unter Mitwirkung von Hubert Ehing durchgeführt worden. Dabei habe dieser bis zum heutigen Tage 1300 Teilnehmer ausgebildet.

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