Landespolizeiinspektion Nordhausen

LPI-NDH: Versammlungsgeschehen am 17. Februar in Nordhausen

Nordhausen (ots) - An der Versammlung des Dritten Weges unter dem Motto Ein Licht für Dresden nahmen ca. 200 Personen teil. Aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer wurde einmal der Hitlergruß gezeigt. Ein weiterer Versammlungsteilnehmer trug verbotene Handschuhe, die als Schutzbewaffnung gelten, bei sich. Unter dem Motto Töne der Toleranz hatte das Bündnis gegen Rechtsextremismus eine Versammlung angemeldet. Dieser Anmeldung folgten ca. 250 Menschen. Die Polizei musste gegen Versammlungsteilnehmer aus den Reihen des Bündnisses drei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz erstatten. Insgesamt kam es zu mindestens sechs Widerstandshandlungen gegen Polizisten, bei denen ein Polizist leicht verletzt wurde. Bereits in der Nacht zum Samstag plakatierten und beschmierten Unbekannte die geplante Aufzugsstrecke der Versammlung des dritten Weges. Am August-Bebel-Platz Ecke Weberstraße trafen beide Veranstaltungen aufeinander. Hierbei kam es zu verbalen Provokationen aus den Reihen des linken Lagers gegenüber dem rechten Lager. Eine Sitzblockade von 50 Versammlungsteilnehmern des linken Spektrums in der Sangerhäuser Straße veranlasste die Polizei in Absprache mit den Vertretern der Versammlungsbehörde die Aufzugsstrecke des dritten Weges an der Sangerhäuser Straße vorbei, über die Arnoldstraße zu leiten. Immer wieder versuchten Versammlungsteilnehmer Links die Aufzugsstrecke Rechts zu blockieren. Zwei weitere Blockaden mussten durch Polizisten geräumt werden. Dabei kam es zur Anwendung von unmittelbaren Zwang durch den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock, nachdem vier Polizisten massiv von vierzig linken Versammlungsteilnehmern bedrängt wurden. Verletzte gab es dabei nicht. Die Nordhäuser Polizei wurde von Polizeikräften aus ganz Thüringen und Sachsen Anhalt unterstützt. Endgültige Aussagen über Straftaten und Ordnungswidrigkeiten während der Versammlungslagen sind erst nach Abschluss aller Ermittlungen möglich.

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