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22.08.2018 – 16:24

Landespolizeiinspektion Jena

LPI-J: Ergänzung zur Meldung der Berliner Polizei: In Thüringen aufgefundene Tote war Berlinerin - Tatverdächtiger festgenommen

Jena (ots)

Zur gemeinsamen Presseerklärung der Berliner Polizei und der Staatsanwaltschaft Berlin zum geklärten Tötungsdelikt an einer 49-jährigen Frau ergänzt die Kriminalpolizei Jena wie folgt.

Im Rahmen der Ermittlungen zur Klärung der Identität einer unbekannten Toten, die am 5. Juli 2018 in der Nähe der Autobahn A9 bei Lindau im Saale-Holzland-Kreis an einem Feldweg aufgefunden wurde, wandte sich die Kripo Jena im Juli in der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY Ungelöst" an die Öffentlichkeit. Dabei zeigte der Ermittler auch Röntgenbilder von den Zahnimplantaten der unbekannten Toten. Daraufhin meldete sich eine Firma aus Freiburg in Baden-Württemberg, die angab, dass die Implantate aus ihrer Produktion stammen könnten. Die Implantate wurden an die Firma geschickt, wo Mitarbeiter herausfanden, dass diese an eine Berliner Zahnarztpraxis versandt wurden. In dieser Praxis fand sich auch der Zahnarzt, der sie seiner Patientin, dem späteren Opfer, eingesetzt hatte. Den endgültigen Beweis stellte dann der Abgleich der Röntgenbilder des Zahnarztes und der Jenaer Rechtsmedizin dar, der Übereinstimmung ergab. Somit war die Identität der bis dahin unbekannten Toten endlich geklärt. Bereits einen Tag später, am 10. August, wurde ein Durchsuchungsbeschluss für ihre Wohnung in Berlin erwirkt. Es stellte sich heraus, dass es in den letzten Wochen noch Abhebungen von ihrem Konto gegeben hatte und auch ihr Briefkasten regelmäßig geleert wurde. Der Verdacht richtete sich deshalb gegen den späteren Beschuldigten, einen Nachbarn der Frau. Seit dem 13. August waren Ermittler der Soko "Feldweg" in Berlin und ermittelten gemeinsam mit ihren Kollegen der 8. Berliner Mordkommission. Am 16. August ging das Verfahren dann an die Berliner Staatsanwaltschaft über. Auch zur Vernehmung des Beschuldigten standen die Jenaer ihren Berliner Kollegen mit ihrem Wissen zur Auffindesituation am Feldweg bei Lindau beratend zur Seite. Die Frau war nicht als vermisst gemeldet. Auch ihre DNA und die von der Leiche, trotz langer Liegezeit, genommenen Fingerabdrücke hatten die Ermittler nicht weitergebracht, da sie nicht gespeichert waren. Ohne die Identifikation der unbekannten Toten wäre ein Verbrechen nicht aufgeklärt worden.

Hier die Presseerklärung der Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft vom Dienstag, 21.082018:

In Thüringen aufgefundene Tote war Berlinerin - Tatverdächtiger festgenommen

Bei der Frauenleiche, die am 5. Juli 2018 in der Nähe der Autobahn A9 bei Lindau im Saale-Holzland-Kreis an einem Feldweg aufgefunden wurde, handelt es sich um eine 49-jährige Berlinerin aus Reinickendorf. Die Leiche war bereits stark verwest und teilweise vergraben. Am 9. August 2018 wurde die Leiche über ihre Zahnimplantate als die Berlinerin Sylvia K. identifiziert. Die enge Zusammenarbeit zwischen der "SOKO Feldweg" bei der Kriminalinspektion Jena, der 8. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin sowie der Staatsanwaltschaft Berlin, die das Verfahren übernommen hat, erbrachte den Tatverdacht gegen einen Nachbarn der Verstorbenen. Der 41-jährige Mann leerte ihren Briefkasten und auch ihr Konto, wodurch die Identität des Mannes ermittelt werden konnte. Er wurde heute festgenommen und legte ein umfassendes Geständnis ab. Demnach erwürgte er Frau K. im Streit in ihrer Wohnung und brachte sie später mit seinem Pkw nach Thüringen. Weitere Tatbeteiligte oder Gehilfen will er nicht gehabt haben. Der Tatverdächtige soll am Mittwoch einem Haftrichter zum Erlass eines Haftbefehls wegen Totschlags vorgeführt werden.

Rückfragen bitte an:

Thüringer Polizei
Landespolizeiinspektion Jena
Pressestelle
Telefon: 03641 811503
E-Mail: pressestelle.lpi.jena@polizei.thueringen.de
http://www.thueringen.de/th3/polizei/index.aspx

Original-Content von: Landespolizeiinspektion Jena, übermittelt durch news aktuell

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