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03.12.2018 – 06:00

Hessisches Polizeipräsidium für Technik (HPT)

HPT: Sie halten täglich ihren Kopf für uns hin: Kampfmittelentschärfer und Polizisten | Verein Hilfe für Helfer e.V. übergibt Geld und Sachwerte im Wert von 17.000 Euro

Wiesbaden (ots)

Der Verein "Hilfe für Helfer e. V." übergibt am Mittwoch dem 05. Dezember, 14.00 Uhr, im Callcenter des Hessischen Polizeipräsidiums für Technik Geld und Sachwerte im Wert von 17.000 Euro an insgesamt zehn stille Helden, die sich in besonderem Maße für die Allgemeinheit eingesetzt haben oder dabei sogar zu Schaden gekommen sind:

Sie entschärfen Bomben aus dem zweiten Weltkrieg: Dieter Schwetzler (62) und Rene Bennert (41) sind Technische Angestellte beim RP Darmstadt und von Beruf Kampfmittelbeseitiger. Ihren größten und wohl bekanntesten Einsatz hatten sie am 03. September 2017, als sie in der Main Metropole Frankfurt eine mehr als 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe entschärften und dabei, wie fast täglich, ihr Leben für uns alle aufs Spiel setzten. In der umfangreichsten Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik hatten mehr als 60.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Unterstützt werden die beiden von sechs weiteren Kampfmittelbeseitigern der Firma Tauber, Explosiv Management GmbH Weiterstadt, die darüber hinaus auch Bereitschaftsdienste versehen.

Die Gefahr im Job hat er am eigenen Leib zu spüren bekommen: Polizeioberkommissar Andreas Konhäuser (35) arbeitet Schicht bei der Polizeiautobahnstation Wiesbaden. Er wird am 13.05.2017, um 00:30 Uhr, in Taunusstein-Bleidenstadt bei der Verfolgung und Kontrolle eines geflohenen Smart vorsätzlich angefahren, an Hüfte und Arm schwer verletzt und wie ein Crash-Test-Dummy durch die Luft gewirbelt. Krankenhausaufenthalt und komplizierter Handgelenksbruch mit halbjähriger Krankschreibung sind die Folgen. Damit nicht genug: Im Dezember 2017 geriet Andreas Konhäuser bei einer Verfolgungsfahrt eines mit U-Haftbefehl Gesuchten an der AS-Zeilsheim mit dem Funkwagen mit Tempo 130 in eine Leitbake. Glassplitter im Auge und Stauchung der Halswirbelsäule (HWS) sind die Folgen. Nach drei Wochen im Krankenstand trat er am 31.12.2017 seinen Dienst wieder an.

Sie pflegt ihren in den Rollstuhl geschossenen Ehemann seit 1991: PHM a. D. Joe Weber (63), ehemals Soko Mitte des PP Frankfurt, überlebt zweimal einen Mordversuch: Im Oktober 1981 wird ihm bei einer Festnahme ins Gesicht geschossen. Damals hatte er zunächst Glück, da sich das Projektil in einem mit Metall gefüllten Zahn verfängt und stecken bleibt. Zehn Jahre später, im Juli 1991, wird ihm bei einer Verkehrskontrolle zweimal in den Kopf geschossen. Er ist seither an den Rollstuhl gebunden. Seine Frau Maria Weber (64) steht ihrem Mann immer beiseite und pflegt ihn seit dem letzten Mordversuch, also seit 27 Jahren, die bei ihr Spuren der Erschöpfung hinterlassen haben. Der 2016 gegründete Verein "Hilfe für Helfer" hat sich zum Ziel gesetzt, in Ausübung des Dienstes schwer verletzten Polizisten, Feuerwehrleuten, im weitesten Sinne BOS-Angehörigen und Soldaten sowie deren Hinterbliebenen zu helfen. Seit der Gründung konnten der Verein einer Vielzahl von Hinterbliebenen und schwerverletzten hessischen Polizeivollzugsbeamten finanzielle Unterstützung gewähren. Die Übergabe der Zuwendungen findet statt am:

Mittwoch, dem 5. Dezember 2018, um 14:00 Uhr, Hessisches Polizeipräsidium für Technik Willy-Brandt-Allee 20 - Callcenter 65197 Wiesbaden

Zu dem Termin möchten wir die Medienvertreterinnen und Medienvertreter herzlich einladen. Eine vorherige Anmeldung erbitten wir über die Pressestelle des HPT.

Rückfragen bitte an:

Hessisches Polizeipräsidium für Technik (HPT)
Pressestelle
Thorsten Abel
Telefon: 0611-8801-5122
E-Mail: pressestelle.hpt@polizei.hessen.de
https://www.polizei.hessen.de/dienststellen/hessisches-polizeipraesid
ium-fuer-technik/

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