Polizei Bielefeld

POL-BI: Couragierter Mann bringt Räuber mit Schusswaffe zur Strecke

Bielefeld (ots) - SR/ Bielefeld Sennestadt - Große Courage zeigte ein 33-jähriger Bielefelder bei einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft am Reichowplatz am Montagabend, 15.12.2014.

Ein maskierter und mit Schusswaffe bewaffneter Mann betrat gegen 17.10 Uhr das Juweliergeschäft, bedrohte eine Angestellte mit der Schusswaffe und forderte Geld. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich neben zwei Verkäuferinnen noch weitere sechs Personen in dem Geschäft, darunter ein 9-jähriges Kind und der 33-jährige Bielefelder. Als die Verkäuferin dem Täter nicht sofort Geld aushändigte, verlieh er seiner Forderung Nachdruck und schlug mit einem mitgeführten Teleskopschlagstock die Verglasung einer Vitrine ein. Nachdem er Schmuck aus der Vitrine entnommen und in einer Tüte verstaut hatte, bedrohte er erneut die Verkäuferin und äußerte neben seiner wiederholten Geldforderung auch die Worte: "Ich knall Dich ab". In dieser bedrohlichen und gefährlichen Situation sah der 33-Jährige kurzzeitig seine Chance für ein beherztes Zugreifen. Als der Täter ihm den Rücken zuwandte, rammte er ihn von hinten und beide stürzten zusammen gegen die innere Vitrinenscheibe des Schaufensters, die dabei zerbrach. Der couragierte Zeuge konnte den Täter solange am Boden im Griff halten, bis die Polizei eintraf. Leicht verletzt wurde lediglich der Räuber, alle anderen Kunden, Verkäuferinnen und der 33-Jährige blieben unverletzt. Bei dem Räuber handelt es sich um einen 20-jährigen Bielefelder ohne festen Wohnsitz. Am Tatort konnte die Polizei den Teleskopschlagstock, die geladene PTB-Waffe, die Sturmhaube, sowie die Tüte des Täters sicherstellen. Der 20-Jährige wurde vorläufig festgenommen werden und befindet sich noch in Polizeigewahrsam. Das Kriminalkommissariat 14 hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der 33-jährige Bielefelder hat in dieser brenzligen Situation hingesehen und gehandelt, statt wegzuschauen oder wegzulaufen. Dafür gebührt ihm großer Dank für seine Zivilcourage!

Er hat es geschafft, den Täter zu überwältigen, ohne dass jemandem etwas passiert ist. Grundsätzlich rät die Polizei jedoch dazu, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Jeder kann auch eine große Wirkung erzielen, ohne die eigene Gesundheit zu gefährden. Manchmal reicht es bereits, das Handy zu benutzen und Hilfe über Notruf 110 zu organisieren oder weitere Passanten um Hilfe zu bitten. Besonders in aussichtslosen Situationen sollte man nicht den Helden spielen.

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