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30.04.2019 – 11:57

Polizei Köln

POL-K: 190430-1-K Zwei Kraftfahrer in weniger als drei Stunden auf der A3 um mehrere tausend Euro bestohlen

Köln (ots)

Falsche Polizeibeamte haben erneut auf der A3 bei Lohmar zugeschlagen. Bei der vorgetäuschten Kontrolle eines in Rumänien zugelassenen Autos erbeuteten sie in der Nacht zu Montag (29. April) 8000 Britische Pfund. Möglicherweise sind die beschriebenen Betrüger auch für eine weitere Tat zum Nachteil des Fahrers eines Lkw mit niederländischer Zulassung knapp drei Stunden später an nahezu gleicher Stelle verantwortlich. Lediglich das Vorgehen der Unbekannten weicht von der zuerst genannten Tat ab. Ein Betrüger gab vor, am Lkw einen Schaden entdeckt zu haben und lockte den Fahrer aus dem Führerhaus. Sein Komplize nutzte die Ablenkung und stahl 5200 Euro aus der Kabine.

Nach Aussage des Rumänen soll einer der beiden Betrüger eine Basecap getragen haben. Das Fluchtfahrzeug beschreibt er als silbernen Fiat oder Peugeot. Ein gleicher Fahrzeugtyp wurde nach einer gleichgelagerten Tat am 19. April von Zeugen beschrieben. (Nachtrag zur Pressemitteilung vom 23. April, Ziffer 4)

Bei dem zweiten Trickdiebstahl sprachen die Täter nach Aussage des Lkw-Fahrers Englisch. Einer soll eine Basecap getragen haben, über 40 Jahre alt und 1,70 Meter groß sein. Seinen Komplizen beschreibt der Zeuge als gleichaltrigen, übergewichtigen und etwas größeren Mann mit weißen Haaren.

Hinweise zu den Taten nimmt das Kriminalkommissariat 74 unter der Telefonnummer 0221/229-0 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Die Polizei bittet Autobahnnutzer, Zivilkontrollen von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen unter "110" der Polizei zu melden.

Details zu den Fällen:

Die Trickdiebe schlugen gegen 22.15 Uhr an der Anschlussstelle Lohmar zu. Die Täter täuschten nach ersten Ermittlungen vor, "Polizisten" zu sein und inszenierten eine Fahrzeugkontrolle. Die beiden Unbekannten stoppten nach Zeugenaussage den 22-jährigen Fahrer, indem sie einen "Polizeiausweis" durch das Beifahrerfenster ihres Wagens zeigten und ihn aufforderten, ihnen zur nächsten Ausfahrt zu folgen. Ein Betrüger stieg nach derzeitigem Sachstand aus und ließ sich die Ausweise der vier Insassen (22 bis 64) des gestoppten Kleintransporters zeigen. Mit der Begründung, nach Drogen zu suchen, wühlte er im Handschuhfach und nahm eine hohe Bargeldsumme heraus. Zur angeblichen Kontrolle auf Drogenspuren brachte er die Geldscheine in das Täterfahrzeug. Mit der Beute flüchteten die Trickdiebe in Richtung Frankfurt.

Keine drei Stunden später klopften zwei Unbekannte an der Raststätte Königsforst ans Fenster des Fahrerhauses eines 32-Jährigen, um ihn auf einen vermeintlichen Schaden an seinem Lkw aufmerksam zu machen. Der zur Tatzeit um 0.30 Uhr schlafende Brummifahrer reagierte darauf nicht, startete den Motor und fuhr los. Die Männer folgten dem Laster und deuteten mit Handzeichen erneut auf den angeblichen Defekt am Lkw hin. Der 32-Jährige fuhr schließlich bei Lohmar auf den Seitenstreifen. Unter dem Vorwand, den Schaden zu zeigen, lockte ein Täter den Fahrer von seinem Führerhaus weg. Währenddessen nahm der andere die Tasche des Geschädigten. Darin befanden sich mehreren tausend Euro Bargeld, ein Führerschein, ein Personalausweis und eine Bankkarte. Auf ein Zeichen rannten beide Diebe zu ihrem Fahrzeug. Der Bestohlene spurtete hinterher und griff nach der Beifahrertür. Ohne darauf zu achten, gab der Fahrer Gas und fuhr in Richtung Frankfurt davon. Der 32-Jährige stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. (no)

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