Polizei Köln

POL-K: 160817-4-K Kurdisches Kulturfestival - Polizei empfiehlt, Veranstaltungsvertrag nicht zu unterzeichnen

Köln (ots) - Im Zusammenhang mit einer für den 3. September 2016 geplanten Veranstaltung der Organisation "Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V." (NAV-DEM) im Rheinenergiestadion hat die Polizei Köln der Kölner Sportstätten GmbH empfohlen, den Veranstaltungsvertrag nicht zu unterzeichnen.

Polizeipräsident Jürgen Mathies: "Seit Ende Juli stehen wir im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen der Kölner Sportstätten GmbH und beobachten die Sicherheitslage im In- und Ausland. Die jüngsten gewalttätigen Konflikte in der Türkei führen zu einer hohen Emotionalisierung auch der hier in Köln lebenden Kurden und Türken und bereiten uns große Sorgen."

Seit dem Bekanntwerden der geplanten Veranstaltung der NAV-DEM im Rheinenergiestadion stellt die Polizei Köln fest, dass sich der Ton der verbalen Auseinandersetzungen verschärft.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus vergleichbaren Veranstaltungen ist davon auszugehen, dass im Stadion massiv Werbung für die in Deutschland verbotene "Arbeiterpartei Kurdistans" (PKK) durch das Zeigen von Plakaten, Fahnen und möglicherweise auch Videobotschaften hochrangiger Funktionäre gemacht werden soll.

Die Polizei Köln geht davon aus, dass diese Aktionen auch außerhalb des Rheinenergiestadions insbesondere von türkischen Nationalisten wahrgenommen werden. In Folge der ohnehin schon angespannten Stimmungslage sind gewalttätige Aktionen, vor allem während der An- und Abreise, beim Aufeinandertreffen der beiden verfeindeten Lager zu erwarten.

Polizeipräsident Jürgen Mathies: "Um diese Gefahren für die öffentliche Sicherheit in Köln abzuwehren, habe ich mich dazu entschlossen, der Kölner Sportstätten GmbH zu empfehlen, den Veranstaltungsvertrag nicht zu unterzeichnen. Im Rahmen eines Sicherheitsgespräches am heutigen Tag haben uns die Verantwortlichen der Kölner Sportstätten GmbH mitgeteilt, dieser Empfehlung zu folgen, die Gespräche mit dem Veranstalter zu beenden und keinen Veranstaltungsvertrag zu unterzeichnen."

Polizeipräsident Jürgen Mathies steht am heutigen Tage (17. August) um 18 Uhr für ein Statement im Foyer des Polizeipräsidiums zur Verfügung. (og)

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