Polizei Köln

POL-K: 131208-3-K Polizist als "Reiseplaner" - Rückflug für gestrandete australische Touristin (76) organisiert

Köln (ots) - Als wahres Organisationstalent und perfekter "Reiseplaner" erwies sich ein Polizeibeamter (40) der Polizeiinspektion Mitte für eine offensichtlich verwirrte australische Touristin (76). Die Seniorin hatte zuvor mehrfach Anlass zu polizeilichem Einschreiten in der Kölner Innenstadt gegeben. Da die ältere Dame offensichtlich nicht in der Lage war, sich selbst zu helfen, ergriff der Polizeioberkommissar die Initiative und organisierte den vorzeitigen Rückflug in die ferne Heimat.

Aber der Reihe nach:

Die Touristin war allein aus Australien kommend nach Frankfurt/Main geflogen und von dort mit dem Zug weiter nach Köln gereist. Dort hatte sie in einem Hotel am Barbarossaplatz eingecheckt. Nachdem sie dort mehrere Nächte verbracht hatte, verständigte sie die Polizei und machte Angaben darüber, dass ihr Koffer und eine Handtasche gestohlen worden sind. Die Beamten setzten die Seniorin in ihren Streifenwagen und ermittelten in mehreren Geschäften rund um den Barbarossaplatz nach dem Verbleib des Koffers. Schließlich wurden sie in einem Hotel in der Jahnstraße fündig - den hatte die leicht desorientierte 76-Jährige offensichtlich "verlegt". Die Handtasche mit Bargeld und Kreditkarte blieb jedoch verschwunden.

Die Polizisten nahmen telefonisch Kontakt zu einem Hotel in Frankfurt/Main auf, wo die Dame vor ihrer Weiterreise nach Köln genächtigt hatte. Allerdings führten die Ermittlungen ebenfalls nicht zum Auffinden der Tasche. Man teilte jedoch mit, dass die Touristin auch dort einen verwirrten Eindruck hinterlassen hatte. Auch hier hatte sie bereits über den Verlust einer Kreditkarte geklagt. Da die 76-Jährige das Angebot, einen früheren Rückflug zu organisieren, ablehnte, halfen die Kölner Streifenbeamten bei der weiteren Hotelsuche. Schließlich checkte sie in einem Hotel am Breslauer Platz ein.

Am nächsten Tag wurde die Dame abermals in verwirrtem Zustand angetroffen. Nach Einschätzung hinzu gerufener Rettungssanitäter bestand jedoch kein medizinischer Behandlungsbedarf, sodass sie zunächst zur Polizeiwache Innenstadt gebracht wurde.

Jetzt trat der eingangs erwähnte Polizeioberkommissar auf den Plan. In einem eindringlichen Gespräch machte er der Touristin klar, dass sie keinesfalls in der Lage ist, ihre Deutschlandreise ohne Begleitung fortzusetzen. Nachdem der Beamte den Bruder der Frau in Australien telefonisch kontaktiert und man gemeinsame Überzeugungsarbeit geleistet hatte, stimmte die gestrandete Touristin schließlich zu, ihre Reisepläne zu ändern und den nächst möglichen Flug gen Heimat anzutreten.

Der Polizist sorgte jedoch nicht nur für die Umbuchung des Fluges, sondern auch für die Reservierung eines Hotelzimmers in Frankfurt/Main. Die Dame wurde anschließend zum Kölner Hauptbahnhof begleitet und dort in einen Zug nach Frankfurt/Main gesetzt - nicht ohne das Zugpersonal auf den "speziellen" Fahrgast hinzuweisen. Die ebenfalls verständigten Kollegen der Bundespolizei nahmen die Frau schließlich in der Mainmetropole in Empfang und begleiteten sie in ein örtliches Hotel. Von dort wurde eine Begleitung zum Check-In-Schalter am Flughafen für den nächsten Tag organisiert. Auch die Fluggesellschaft wurde durch den 40-Jährigen über die Hilfsbedürftigkeit der Australierin informiert. Ihrem Bruder wurde der Flugplan weitergeleitet, sodass dieser seine Schwester am Airport in Melbourne glücklich in Empfang nehmen konnte.

"Ich weiß nicht, was ohne Ihre Hilfe noch alles passiert wäre", bedankte sich der erleichterte Bruder per E-Mail bei dem Polizeibeamten über die außergewöhnliche Hilfe. (lf)

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