Polizei Köln

POL-K: 130306-1- K Erneuter Betrug bei häuslicher Krankenpflege

Köln (ots) - Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geben bekannt:

Die Ermittlungsgruppe "Fürsorge" der Polizei Köln hat heute Morgen (6. März) gemeinsam mit Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Köln fünf Wohnungen im Stadtgebiet sowie mehrere Geschäftsräume eines ambulanten Pflegedienstes durchsucht. Die Betreiber stehen im Verdacht, Abrechnungsbetrügereien bei der ambulanten häuslichen Krankenpflege begangen zu haben.

Die drei Geschäftsführer (31, 36, 38) werden beschuldigt, in einem großen Ausmaß Betrugshandlungen zum Nachteil verschiedener Sozialkassen begangen zu haben.

Es besteht der Verdacht, dass das Trio im großen Stil Leistungen gegenüber diversen Kranken- und Pflegekassen abgerechnet hat, die tatsächlich gar nicht erbracht worden oder aus anderen Gründen nicht abrechnungsfähig gewesen waren. Pflegepläne und Nachweise über Leistungen an Patienten sollen zum Teil gefälscht worden sein. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden hierzu Angestellte angehalten, fiktive Arbeitsnachweise und gefälschte Tourenpläne zu quittieren. Die mit Kranken- und Pflegekassen abgerechneten Leistungen sollen teilweise gar nicht oder nur in einem geringeren Umfang erbracht worden sein.

Es ist von Schäden im sechsstelligen Bereich zum Nachteil der Sozialkassen und der Stadt Köln als Sozialhilfeträger auszugehen.

Das Pflegepersonal und die zu pflegenden Personen stammen zu einem Großteil aus der Russischen Föderation und der Ukraine. Der betroffene Pflegedienst ist einer der größten Pflegedienste in Köln mit über 400 Pflegebedürftigen und über 100 Mitarbeitern. Bei der Belegschaft besteht der Verdacht, dass mehrere Personen illegal beschäftigt werden, zum Teil in den Wohnungen der Patienten leben und nicht sozialversichert sind.

Bei den heutigen Durchsuchungen wurden umfangreiches Datenmaterial und Unterlagen sichergestellt.

Die Ermittlungen beim Kommissariat für Wirtschaftsverfahren bei der Polizei Köln wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges und Urkundenfälschung dauern an. (pe)

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