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24.09.2018 – 09:09

Hauptzollamt Rosenheim

HZA-RO: Ergebnisse der Zollkontrollen während der Hauptreisezeit

HZA-RO: Ergebnisse der Zollkontrollen während der Hauptreisezeit
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Rosenheim (ots)

Auch in diesem Jahr stellte die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Rosenheim bei Kontrollen des Rückreiseverkehrs eine erhebliche Anzahl an Verstößen im grenzüberschreitenden Verkehr fest.

Alleine im vergangenen August konnten die Zollbeamten fast 12.000 unversteuerte Zigaretten und 500 kg Wasserpfeiffentabak sicherstellen und die fälligen Abgaben erheben. Des Weiteren 14 sog. verbotene Gegenstände, wie z.B. Butterfly-, Springmesser, Schlagringe und immer wieder Elektroschock-Taschenlampen, die unter das Waffengesetz fallen, aus dem Verkehr ziehen. Auch konnten in 78 Fällen "Reisemitbringsel", die sich bei den Reisenden fanden, jedoch unter das Betäubungsmittelgesetz und das Anti-Doping-Gesetz fallen, wie z.B. Marihuana oder Testosteron, von den Rückkehrern nicht mit nach Hause genommen werden, sondern wurden vom Zoll sichergestellt.

Ebenfalls beliebte Reisemitbringsel sind Gold bzw. Goldschmuck, vor allem aus der Türkei. Die Reiserückkehrer werden auf der Heimfahrt vor allem auf der Autobahn A 8 kontrolliert. In der letzten Zeit mussten deren Besitzer, wenn sie keine Verzollungsbelege über den Goldschmuck vorlegen konnten, die bereits beim Übertritt in die EU fälligen Abgaben zahlen, des Weiteren wird in diesen Fällen regelmäßig ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.

Die Arbeit der Zollbeamten der KEV ist sehr vielseitig, was auch wieder eine Kontrolle eines serbischen Kleintransporters zeigte. Während ein Zöllner den zollrechtlichen Status des Transporters mit Anhänger abklärte und den Fahrer nach mitgeführten Waren befragte, unterzog der zweite Zöllner den auf dem Anhänger befindlichen PKW einer genauerer Kontrolle. Schon beim Öffnen des Kofferraumdeckels kam ihm ein beißender und nach tierischen Exkrementen stinkender Geruch entgegen. Der Kofferraum war jedoch komplett leer. Hinter dem Fahrer- bzw. Beifahrersitz stellten die Beamten dann zwei Hundeboxen mit Hundewelpen fest. Die Tiere waren ohne Flüssigkeit, saßen jedoch in ihren Ausscheidungen. Auf nochmalige Nachfrage zeigte der Fahrer die Tierpässe der beiden Welpen vor. Nach diesen handelte es sich um Pitbull-Welpen. Die Einfuhr dieser als gefährlich geltenden Hunderasse ist durch eine Rechtsverordnung reglementiert und eingeschränkt. Die Fahrer des Kleintransporters konnten nicht die für die Einfuhr der Tiere erforderlichen Papiere vorlegen. Daraufhin wurden die Tiere sichergestellt und ein Veterinärmediziner hinzugezogen, der sowohl die Pitbullrasse bestätigte als auch deren schlechten gesundheitlichen Zustand und das Fehlen den vorgeschriebenen Impfungen. Die Hunde wurden in ein Tierheim verbracht und dort erst einmal versorgt. Das Amt für Veterinärmedizin des Landratsamtes ist für die weitere Behandlung der Welpen zuständig.

Die in Deutschland lebende Hundebesitzerin erwartet nun, neben einem Abgabenbescheid des Zolls, ein Bußgeld- oder evtl. ein Strafverfahren von Seiten des Landratsamtes.

Das illegale Geschäft mit Hundewelpen ist anscheinend lukrativ, denn ein Welpe dieser Rasse hat einen Wert zwischen 1000 und 2000 Euro.

Info: Unter www.zoll.de kann sich informiert werden, was aus dem Urlaub mitgebracht werden darf und unter welchen Voraussetzungen.

Auch sucht der Zoll noch Nachwuchskräfte für die vielseitigen Aufgaben. Bewerbungen können noch bis zum 30.09.2018 an das Hauptzollamt Rosenheim gesandt werden.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Rosenheim
Patrizia Kaiser
Telefon: 08031/3006-7100
E-Mail: patrizia.kaiser@zoll.bund.de
www.zoll.de

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