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11.04.2019 – 12:38

Hauptzollamt Münster

HZA-MS: Hauptzollamt Münster zieht positive Bilanz für 2018
Münsteraner Zöllner sichern 1,82 Milliarden Euro Einnahmen

HZA-MS: Hauptzollamt Münster zieht positive Bilanz für 2018 / 
Münsteraner Zöllner sichern 1,82 Milliarden Euro Einnahmen
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Münster (ots)

Die rund 500 Beschäftigten des Hauptzollamtes Münster und die Leiterin Astrid Scholz können jetzt auf eine erfreuliche Bilanz des Jahres 2018 zurückblicken. Die Einnahmen konnten im Vergleich zum Vorjahr noch einmal von 1,75 Mrd. auf nunmehr 1,82 Mrd. Euro gesteigert werden. Auch die Bekämpfung von Produktpiraterie, Rauschgiftschmuggel, Schwarzarbeit und Lohndumping zählten zu den Aufgaben des vergangenen Jahres. Im Fokus stehen nicht nur die Sicherung staatlicher Einnahmen, sondern ebenfalls der Schutz von Wirtschaft und Umwelt sowie der Schutz der Bürgerinnen und Bürger.

"In dieser erfolgreichen Arbeit sehe ich in allen Bereichen das hohe Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", betont Scholz mit positivem Blick auf zukünftige Herausforderungen.

Im Detail setzen sich die Gesamteinnahmen zusammen aus 298,7 Millionen Euro Einfuhrumsatzsteuer (Vorjahr: 304,5 Mio.), 738,6 Millionen Euro Kraftfahrzeugsteuer (Vorjahr: 735,9 Mio.), 60,3 Millionen Euro an Zöllen (Vorjahr: 57,7 Mio.), welche direkt dem Haushalt der Europäischen Union zufließen, sowie dem Gesamtaufkommen an Verbrauchsteuern in Höhe von 725,9 Millionen Euro (Vorjahr: 648,7 Mio.).

Verbrauchsteuern sind Steuern auf den Ge- oder Verbrauch von Waren. Aufkommensstärkste Verbrauchsteuer war wie im vergangenen Jahr die Energiesteuer mit 346,5 Millionen Euro (Vorjahr: 342,2 Mio.), gefolgt von der Branntweinsteuer mit 206 Millionen Euro (Vorjahr: 156,9 Mio.). Darüber hinaus verbuchte das Hauptzollamt Münster Kaffeesteuer in Höhe von 102,7 Millionen Euro (Vorjahr: 91,8 Mio.) und 66,2 Millionen Euro Stromsteuer (Vorjahr: 54,6 Mio.). Im Bereich der Alkopop-, Bier-, Tabaks-teuer und Steuern auf Schaumwein- und Zwischenerzeugnissen wurden Einnahmen in Höhe von 4,3 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 3,2 Mio.).

Warenabfertigung

Die Zollämter Bocholt, Coesfeld, Rheine, sowie am Flughafen Müns-ter/Osnabrück und in Münster spielen eine wichtige Rolle bei der schnellen und reibungslosen Abwicklung des internationalen Warenverkehrs im Münsterland. Insgesamt konnten 413.000 Positionen von Warensendungen in 2018 zur Einfuhr (Vorjahr: 451.000) und 873.000 Positionen zur Ausfuhr (Vorjahr: 820.000) abgefertigt werden. Dabei beschlagnahmten die Zöllnerinnen und Zöllner Plagiate im Wert von rund 663.000 Euro (Vorjahr: 69.000 Euro). Unter den sichergestellten Fälschungen befanden sich besonders häufig Uhren, Schuhe und Kleidung, aber auch Elektronikartikel und Spiel-zeug. Wie auch in den Vorjahren stammte der überwiegende Teil dieser Waren aus der Volksrepublik China.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)

Tätigkeitsschwerpunkte der FKS-Standorte Münster und Gronau sind die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie die Kontrolle des Mindestlohns. Die zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt Prüfungen in allen Wirtschaftsbereichen durch. Prüfungsschwerpunkte bilden u.a. das Baugewerbe, die Gastronomie und auch das Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe. Im Rahmen dieser Kontrollen wurden im vergangenen Jahr 1212 Arbeitgeber (Vorjahr: 938) überprüft. Darüber hinaus konnten 1400 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten (Vorjahr: 1433) sowie 935 Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten (Vorjahr: 813) abgeschlossen werden.

Eine Veränderung ist im Bereich der Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen von 26,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 11,4 Millionen Euro in 2018 zu verzeichnen. Die Schadenssumme ist gegenüber 2017 deutlich rückläufig, weil ein besonderes Großverfahren erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Sie lag dennoch um 1,7 Millionen Euro über dem Niveau von 2016 (9,7 Mio.). Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen in Höhe von insgesamt 16 Jahren (Vorjahr: 26). Es wurden Geldstrafen in Höhe von 320.340 Euro (Vorjahr: 1 Mio.) und Bußgelder in Höhe von 595.000 Euro (Vorjahr: 655.000) festgesetzt.

Schmuggelbilanz der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV)

Die mit Sitz in Coesfeld ansässige Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamtes Münster ist zuständig für die Bekämpfung des Schmuggels. Auch in 2018 leistete diese Einheit des Zolls einen wichtigen Beitrag zur Aufdeckung krimineller Aktivitäten.

Im vergangenen Jahr wurden rund 6500 Fahrzeuge, Busse und Züge (Vor-jahr: 5800) überprüft und 9300 Personen (Vorjahr: 8800) kontrolliert. Dabei kam es zu 618 Aufgriffen (Vorjahr: 580), infolge derer 597 Strafverfahren (Vorjahr: 568) eingeleitet und 24 Personen (Vorjahr: 26) festgenommen wurden. In diesem Zusammenhang konnten 27 Waffen und Waffenteile (Vorjahr: 45) sichergestellt werden.

Die Zöllnerinnen und Zöllner beschlagnahmten 23 kg Marihuana (Vorjahr: 25 kg), 702 g Haschisch (Vorjahr: 900 g), 150 g Kokain (Vorjahr: 600 g) und 411 g Heroin (Vorjahr: 508 g). Ebenso wurden 8 kg Amphetamin (Vorjahr: 2,3kg), 2 kg Rauschpilze (Vorjahr: 0,6 kg) und 74 kg Tabakwaren (Vorjahr: 71 kg) aus dem Verkehr gezogen. Weiterhin wurden 96 Joints (Vorjahr: 66) und 236 Ecstasy-Tabletten (Vorjahr: 242) sichergestellt.

Schmuggelbilanz des Zolls am Flughafen Münster/Osnabrück (KEFR)

Am Flughafen Münster/Osnabrück überwacht die Kontrolleinheit Flughafen Reiseverkehr die Reisenden und die von ihnen mitgebrachten Waren.

Im Jahr 2018 wurden rund 41.350 Personen (Vorjahr: 44.200) und 51.543 Gepäckstücke (Vorjahr: 52.920) kontrolliert. Dabei kam es zu 714 Aufgriffen (Vorjahr: 627) aufgrund derer 121 Strafverfahren (Vorjahr: 196) und 52 Bußgeldverfahren (Vorjahr: 31) eingeleitet wurden. Zuwiderhandlungen wurden in 409 Fällen (Vorjahr: 447) über die Zahlung eines sogenannten Zuschlags geregelt.

Die Beamtinnen und Beamten stellten bei ihren Kontrollen neben 271 Stücken Goldschmuck im Wert von 112.200 Euro (Vorjahr: 300 / 215.000) auch 103.200 Zigaretten (Vorjahr: 107.000) und 23 Kilogramm Tabak (Vorjahr: 45 kg) sicher. Außerdem konfiszierten sie in 132 Fällen Nahrungsmittel bzw. Produkte tierischen Ursprungs (Vorjahr: 85), die aus lebensmittelrechtlichen Gründen nicht eingeführt werden durften.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Münster
Pressesprecherin
Jutta Mersch
Telefon: 0251-4814-1329
E-Mail: presse.hza-muenster@zoll.bund.de
www.zoll.de

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