Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Hauptzollamt Köln mehr verpassen.

12.12.2019 – 15:05

Hauptzollamt Köln

HZA-K: Tausende Päckchen und Pakete landen beim Zoll statt unterm Weihnachtsbaum - Auf was man beim Onlinekauf von Weihnachtsgeschenken achten sollte -

HZA-K: Tausende Päckchen und Pakete landen beim Zoll statt unterm Weihnachtsbaum - Auf was man beim Onlinekauf von Weihnachtsgeschenken achten sollte -
  • Bild-Infos
  • Download

Köln (ots)

Weihnachtsgeschenke im Internet bestellen spart vermeintlich Zeit und Kosten. Das zumindest erhoffen sich viele Kunden. Wissentlich oder unwissentlich landen die Besteller aber bei Verkäufern außerhalb der EU und bei der Einfuhr der Postsendungen fallen dann möglicherweise zusätzlich Zölle, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchsteuern an. Auch fehlende oder falsche Inhaltserkläruungen auf den Postsendungen haben einen Besuch beim zuständigen Zollamt zur Folge.

"Die meisten Päckchen und Pakete landen aber nicht - wie man vermuten könnte - im Dezember, sondern erst im Januar bei uns. Viele Besteller achten nicht auf die angegebenen Lieferzeiten bzw. werden auch oft kurze Lieferzeiten gerade bei Bestellungen aus China nicht ein-gehalten.", so Jens Ahland, Pressesprecher beim Hauptzollamt Köln.

Im Dezember 2018 gingen knapp 5150 Postsendungen verteilt auf die Zollämter

   -	Köln-Wahn (3109 Sendungen) zuständig für Köln, Leverkusen, 
Rhein-Erft-Kreis und Teile des Rheinisch-Bergischen Kreises (bis 
Overath) 
   -	Bonn (1678 Sendungen) zuständig für Bonn und den 
Rhein-Sieg-Kreis 
   -	Gummersbach (365 Sendungen) zuständig für den Oberbergischen 
Kreis und Teile des Rheinisch-Bergischen Kreises (ab Overath) 

ein und lagen somit rund 15% über dem Monatsdurchschnitt.

Im Januar 2019 stieg die Anzahl der Postsendungen auf mehr als 6600 und verteilte sich wie folgt auf die Zollämter:

   -	Köln-Wahn (4408 Sendungen) 
   -	Bonn (1760 Sendungen) 
   -	Gummersbach (439 Sendungen) 

"Der Trend Weihnachtsgeschenke online zu kaufen kannte die letzten Jahre nur eine Richtung. Daher rechnen wir auch in diesem Dezember und Januar wieder mit vollen Paketlagern in unseren Zollämtern.", so Ahland weiter.

Nicht nur hinsichtlich der Berechnung möglicher Zollabgaben empfiehlt der Zoll die kostenlose App "Zoll und Post". Sie gibt auch wichtige Hinweise auf verbotene Waren oder Einschränkungen.

"Vermeintlich günstige Markenprodukte können sich schnell als Fehlinvestition entpuppen, wenn diese gefälscht sind. Die Waren werden sichergestellt und vernichtet, die Kaufsumme wird vom Lieferanten in der Regel nicht erstattet. Außerdem erwartet den Paketempfänger gegebenenfalls ein zivilrechtliches Verfahren mit dem Rechteinhaber.", erklärt Jens Ahland. Auch Verstöße gegen die Produktsicherheit sind ein häufiges Problem. Sichergestellt werden zudem auch regelmäßig geschützte Tiere und Pflanzen, Arznei- und Dopingmittel oder Waffen.

Zusatzinformation Für Postsendungen aus einem Drittland gelten folgende Bestimmungen:

Warenwert bis 22 Euro: Hier fallen kein Zoll und keine Einfuhrumsatzsteuer an. Die Verbrauchsteuern, wie zum Beispiel für Alkohol oder Tabak, werden erhoben. Warenwert über 22 Euro bis 150 Euro: Die Einfuhrumsatzsteuer (19 Prozent oder 7 Prozent) und gegebenenfalls Verbrauchsteuern werden erhoben. Warenwert über 150 Euro: Neben der Einfuhrumsatzsteuer fallen auch der warenabhängige Zoll und gegebenenfalls die Verbrauchsteuern an. Auch reine Geschenksendungen von einem privaten Absender an einen privaten Empfänger sind nur bis zu einem Wert von 45 Euro und unter gewissen Bedingungen frei von Abgaben.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Köln
Pressesprecher
Jens Ahland
Telefon: 0221-27252-1176 oder 0172-2514897
E-Mail: presse.hza-koeln@zoll.bund.de
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Köln, übermittelt durch news aktuell