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15.08.2019 – 10:00

Hauptzollamt Heilbronn

HZA-HN: Schwarzer Tag auf dem Bau

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Heilbronn (ots)

Gleich zweimal wurde der Heilbronner Zoll auf Baustellen in der Region fündig, als er bei Routinekontrollen am 6. August Objekte in Ludwigsburg sowie im Landkreis Heilbronn nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz durchführte.

Bei ihrer Kontrolle trafen die Ordnungshüter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Heilbronn in Ludwigsburg auf zwei Elektriker einer slowenischen Firma, die im Rahmen eines Werkvertrags tätig waren. Nach ihren notwendigen Arbeitsgenehmigungen befragt, konnten die beiden Handwerker, ein 30-jähriger Serbe und ein 54 Jahre alter Bosnier, den Zöllnern lediglich befristete slowenische Aufenthaltstitel vorlegen. Diese erlauben ihnen, ins Bundesgebiet einzureisen und sich bis zu 90 Tage für touristische Zwecke aufzuhalten. Eine Beschäftigung in Deutschland dürfen sie damit jedoch nicht ausüben. Sie werden verdächtigt, sich durch ihre unerlaubte Arbeitsaufnahme, illegal in Deutschland aufzuhalten. Daher leiteten die Beamten gegen die beiden Männer ein Strafverfahren nach § 95 Abs. 1 Nr. 2 Aufenthaltsgesetz ein. Außerdem mussten sie Deutschland umgehend verlassen.

Bei dem im Landkreis Heilbronn kontrollierten Bauvorhaben traf der Zoll indes vier Arbeiter an, die mit Rohbautätigkeiten an einem Wohnhaus beschäftigt waren. Auch diese Bauarbeiter stammten aus Staaten des Westbalkans. Bei der Befragung nach ihren erforderlichen Arbeitsgenehmigungen, legten diese vier Handwerker im Alter zwischen 23 und 70 Jahren nur ausländische Reisepässe vor. Diese erlauben den kontrollierten Männern jedoch auch nur einen maximal 90-tägigen touristischen Aufenthalt in Deutschland. Weil sie offensichtlich ei-ner Erwerbstätigkeit ohne notwendige Erlaubnis nachgingen, werden auch sie verdächtigt, sich illegal in Deutschland aufzuhalten. Gegen alle vier leiteten die Beamten daher ebenfalls Strafverfahren wegen Aufenthalts in Deutschland ohne erforderlichen Aufenthaltstitel ein. Die zuständige Ausländerbehörde ordnete für die Männer eine Ausreiseverfügung mitsamt einer Grenzübertrittsbescheinigung an. Sie mussten binnen einer Dreitagesfrist aus dem Bundesgebiet ausreisen und erhielten alle eine Einreisesperre von zwei Jahren.

Gegen die jeweiligen Arbeitgeber der sechs illegal vor Ort angetroffenen Männer besteht der Verdacht der illegalen Beschäftigung von Ausländern. Gegen sie leitete der Zoll ebenfalls Strafverfahren wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und wegen Beschäftigung von Ausländern ohne Arbeitsgenehmigung ein.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Heilbronn
Pressesprecher
Marcel Schröder
Telefon: 07131-8970-1050
Fax: 07131/8970-1999
E-Mail: presse.hza-heilbronn@zoll.bund.de
www.zoll.de

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