Hauptzollamt Düsseldorf

HZA-D: Apotheken in Koffern /Zöllner am Düsseldorfer Flughafen stellen Medikamente sicher

Tabletten (2/3); Foto: Zoll

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Düsseldorf (ots) - Gleich zwei Fälle von Medikamentenschmuggel deckten Zöllner am Düsseldorfer Flughafen am 8. Mai auf.

Im ersten Fall reiste ein 48-jähriges Pärchen aus Moskau ein. Als sie den Zollbereich durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen wollten, baten Zöllner sie zur Kontrolle des Reisegepäcks. In zwei Koffern fanden sie knapp 6.000 Tabletten, u. a. zur Entgiftung der Leber, Verbesserung der Herztätigkeit und zur Behandlung von Diabetes.

In einem weiteren Fall reiste ein 36-jähriger französischer Staatsbürger aus Abu Dhabi ein. Auch hier hielten Zöllner den Mann im grünen Ausgang an und baten ihn zur Kontrolle seines Reisegepäcks. Bei ihm fanden sie 500 Tütchen eines Potenzmittels in Gelform. Auf Befragen gab der Reisende an, dass die Medikamente nicht für ihn selbst, sondern für Freunde bestimmt seien.

Die Zöllner leiteten gegen alle Beschuldigten Strafverfahren wegen Bannbruchs (Einfuhr von Gegenständen trotz Verbots) und wegen eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz ein. Die Medikamente sind sichergestellt und werden nach Abschluss der Verfahren vernichtet.

Zusatzinformation: Bei der Einreise oder Wiedereinreise nach Deutschland dürfen Arzneimittel in einer dem üblichen persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechenden Menge eingeführt werden. Als üblicher persönlicher Bedarf ist dabei ein Bedarf von maximal drei Monaten je Arzneimittel, unter Berücksichtigung der Dosierungsempfehlungen, anzusehen. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob die Arzneimittel bereits aus Deutschland mitgenommen wurden und hierher zurück verbracht werden oder ob sie im Ausland erworben wurden. Ebenfalls ist es unerheblich, ob die Arzneimittel in Deutschland zugelassen bzw. registriert sind.

Jedoch ist zu beachten, dass Präparate, die im Ausland frei gehandelt werden, wie z.B. Nahrungsergänzungsmittel, hoch dosierte Vitaminpräparate oder rein pflanzliche Naturheilmittel, insbesondere wenn diese als Mittel zur Behandlung von Krankheiten dargestellt werden, in Deutschland als Arzneimittel gelten können und damit dem Arzneimittelgesetz unterliegen. Auf die arzneimittelrechtlichen Bestimmungen des Landes, in dem das Präparat erworben wurde, kommt es dabei nicht an.

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