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19.10.2018 – 16:00

Hauptzollamt Aachen

HZA-AC: 200 Jahre Hauptzollamt Aachen - Vor 200 Jahren verkündete Friedrich Wilhelm III das Preußische Zollgesetz

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Aachen (ots)

Vor 200 Jahren verkündete Friedrich Wilhelm III das Preußische Zollgesetz und es begann die Geschichte des Hauptzollamts Aachen.

Dieses Jubiläum feiert das Hauptzollamt Aachen am 18. Mai 2019 mit einem Konzert der Zollkapelle Aachen im Eurogress. Das Konzert wird von einer Ausstellung im Foyer des Eurogress sowie einem Aktionstag im Zollmuseum Friedrichs umrahmt.

Die Zollverwaltung ist seit ihren Anfängen einem stetigen Wandel unterworfen und hat daher in ihrer 200jährigen Geschichte immer wieder grundlegende Umstrukturierungen erfahren. Nach Einführung des Preußischen Zollgesetzes wurde in Aachen das erste Hauptzollamt gegründet. Es befand sich im Ursulinenkloster an der heutigen Ursulinerstraße. Schon im Jahr 1835 wurde die Verlegung in ein größeres Gebäude erwogen. Mit dem Bau des neuen Hauptzollamts wurde der Architekt und Baumeister Johann Peter Cremer, der in Aachen bereits das Stadttheater, den Elisenbrunnen und das Regierungsgebäude am Theater errichtet hatte beauftragt. Doch die Abstimmungsprozesse für den klassizistischen Neubau am Hauptbahnhof waren langwierig und so wünschte sich der Baumeister bei der Übergabe des Gebäudes an die Zollverwaltung am 15. Januar 1845 "Möge dieses Gebäude nie so viel steifen Bürokratismus ausstrahlen, wie zu überwinden war, um seine Mauern zu fügen". Nach der Gründung des deutschen Reichs im Jahr 1871 blieb die Organisation des Aachener Zolls nahezu unverändert. Erst im Jahre 1906 traten ein neues Zollgesetz und ein neuer Zolltarif in Kraft und 1912 wurde das Hauptzollamt Aachen in die Hauptzollämter Aachen-Inlandsverkehr sowie Aachen-Auslandsverkehr aufgeteilt; beide Dienststellen verblieben am Bahnhofsplatz. Der 1. Weltkrieg und die damit verbundenen Handelsbeschränkungen brachten die Arbeit der Zolldienststellen fast zum Erliegen und die Besatzung durch die Alliierten hatte erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Zollhoheit. Erst im Jahre 1923 nahmen die beiden Hauptzollämter ihre Tätigkeit wieder auf. Das Jahr 1933 veränderte die Aufgaben des Aachener Zolls erneut, da Zollbeamte in verstärktem Maße polizeiliche Aufgaben übernehmen mussten. Nach dem 2. Weltkrieg standen die Aachener und die Aachener Zollverwaltung vor dem Nichts. Oberbürgermeister Franz Oppenhoff beschrieb die Situation sehr treffend in der Rede zu seinem Amtsantritt: "Es gibt nichts mehr zu verwalten. Alles und jedes ist zu erarbeiten. Die Aufgabe scheint hoffnungslos und geht fast über unsere Kraft. Dennoch ist es unsere Gewissenspflicht, die Arbeit anzufangen." Im September 1945 nahm der Aachener Zoll in sehr eingeschränktem Maße seinen Dienstbetrieb wieder auf und erhielt nach und nach seine Befugnisse zurück. Am 1. August 1950 wurde dann die heutige Bundeszollverwaltung gegründet und in den Folgejahren gab es in Aachen drei Hauptzollämter: Aachen-Kronprinzenstraße, Aachen-Bismarckstraße und Aachen-Stadt. Die Zollverwaltung beschäftigte sich schon früh mit Rationalisierungsmaßnahmen und Automation. So wurde eine zentrale Strafsachen- und Vollstreckungsstelle für alle Hauptzollämter eingerichtet und Abgabenberechnungsautomaten eingeführt. Das Hauptzollamt Aachen-Bismarckstraße wurde 1966 aufgelöst und seine Aufgaben auf die verbleibenden zwei Hauptzollämter verteilt, die in Aachen-Nord und Aachen-Süd umbenannt wurden. Viele Jahre hatten die Hauptzollämter Aachen-Nord und Aachen-Süd Bestand, doch Ende der 90iger Jahre begann ein wohl historischer Umbruch für die Zollverwaltung: Am 15. Juni 1985 vereinbarten Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Deutschland im luxemburgischen Schengen ein Übereinkommen, dessen Kernsatz lautet: "Die Binnengrenzen dürfen an jeder Stelle ohne Personenkontrollen überschritten werden" und Grenzkontrollen gehörten bald der Vergangenheit an. Mit dem europäischen Binnenmarkt trat am 1. Januar 1993 zudem eine Vereinbarung in Kraft, die auf die Schaffung einer Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion abzielte, so dass Zölle und Abgaben in einem gemeinsamen Markt weitestgehend liberalisiert wurden. Gab es 1990 in Aachen noch zwei Hauptzollämter mit großen Autobahn-Zollämtern und 1000 Beschäftigten, hatte das am 1. September 1995 neu gegründete Hauptzollamt Aachen nach erheblichen und schmerzlichen Umstrukturierungen gerade noch 350 Beschäftigte. Doch die Zollverwaltung nutzte ihren Vorteil, die einzige Bundesverwaltung mit flächendeckender Präsenz und einem anerkannt gutem Ausbildungsniveau zu sein, und gewann neue Aufgaben für sich: Beispielsweise die Vollstreckung von öffentlich-rechtlichen Ansprüchen des Bundes, die Bekämpfung illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit, sowie die Erhebung der Kfz-Steuer. Längst gehört das Bild des Zöllners im grünen Rock der Vergangenheit an: Der Zoll hat sich zu einer modernen Bürger- und Wirtschaftsverwaltung gewandelt. Das Hauptzollamt Aachen ist seit 2007 größtenteils "Im Süsterfeld" im Aachener Norden untergebracht; in der Aachener Innenstadt "Im Mariental" befindet sich die Strafsachenstelle. Außerdem gibt es Zollämter in Aachen, Düren und Heinsberg. Insgesamt hat der Aachener Zoll heute circa 443 Beschäftigte und sucht jedes Jahr neue Nachwuchskräfte.

Wenn Sie an der Festveranstaltung am 18. Mai 2019 im Aachener Eurogress teilnehmen möchten, so schicken Sie eine eMail an presse.hza-aachen@zoll.bund.de und lassen Sie sich für die Teilnahme vormerken.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Aachen
-Pressestelle-
Mark Gerner
Telefon: 0241-94325-1630
Telefax: 0241-94325-1421
E-Mail: presse.hza-aachen@zoll.bund.de
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Aachen, übermittelt durch news aktuell

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