Hauptzollamt Oldenburg

HZA-OL: Potenziell illegale Medikamente im Postpaket Rund 100 Potenztabletten vom Zollamt Wilhelmshaven aus dem Verkehr gezogen

HZA-OL: Potenziell illegale Medikamente im Postpaket

Rund 100 Potenztabletten vom Zollamt Wilhelmshaven aus dem Verkehr gezogen
Nicht einfuhrfähig! Potenzmittel aus Fernost. Bild: Hauptzollamt Oldenburg

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Oldenburg/Wilhelmshaven (ots) - Zollamt Wilhelmshaven: Vorgestern fiel die endgültige Entscheidung. Rund 100 Potenztabletten, die mit zwei Postpaketen aus dem Ausland am 25. Juli 2017 beim Zollamt Wilhelmshaven eingeliefert wurden, sind nicht einfuhrfähig.

Nach Eingang beim Zollamt, entschieden sich die erfahrenen Abfertigungsbeamten für eine nähere Überprüfung der zwei Pakete. Beide stammten aus Fernost, die Begleitdokumente wiesen Arzneimittel aus.

Die Zöllner hegten zu Recht Zweifel an der Einfuhrfähigkeit der Präparate und schalteten das zuständige Gewerbeaufsichtsamt ein. Ihre Einschätzung wurde von dort nun bestätigt.

Die Arzneimittel werden den Paketempfängern nicht ausgehändigt, sondern dem Gewerbeaufsichtsamt zur weiteren Verfolgung des Sachverhalts überstellt.

Informationen zu Arzneimittelbestellungen im Ausland:

Der Verkehr mit Arzneimitteln unterliegt in Deutschland zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Schäden und zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Drogen den strengen Vorschriften des Arzneimittelgesetzes.

Privatpersonen dürfen nach dem deutschen Arzneimittelrecht im Wege des Postversandes grundsätzlich keine Arzneimittel aus dem Ausland beziehen.

Auch Präparate, die im Ausland frei gehandelt werden, können in Deutschland dem Arzneimittelgesetz unterliegen und sind somit im Postverkehr für Privatpersonen nicht frei beziehbar.

Der Zoll rät zur Vorsicht bei der Bestellung von Medikamenten im Internet. Es besteht die Gefahr gesundheitsschädliche Arzneimittelfälschungen aus dem Ausland zu beziehen. Seriöse Online-Versandapotheken verlangen vor der Auslieferung von verschreibungspflichtigen Medikamenten ein Rezept. Ist dies nicht der Fall, sollte von der Online-Bestellung Abstand genommen werden.

Ein sicherer Weg für den Bezug von Arzneimitteln, die hier in Deutsch-land nicht erhältlich sind, ist die Bestellung bei einer in Deutschland an-sässigen Apotheke. Die Apotheke kann in diesem Fall das Präparat im Ausland beziehen und an den Verbraucher abgeben. Auch hierfür wird vorab eine ärztliche Verschreibung verlangt.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Oldenburg
Pressesprecher
Frank Mauritz
Telefon: 0441 2102 5140
Mobil: 0151-42 30 06 41
E-Mail: presse.hza-oldenburg@zoll.bund.de
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