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01.10.2019 – 15:52

Hauptzollamt Braunschweig

HZA-BS: 3 Tonnen Tabak - Was macht der Zoll damit?

HZA-BS: 3 Tonnen Tabak - Was macht der Zoll damit?
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Braunschweig / Göttingen / Helmstedt (ots)

Drei Tonnen Wasserpfeifentabak, die die Staatsanwaltschaft Göttingen zusammen mit dem Zollfahndungsamt Frankfurt und dem Hauptzollamt Braunschweig am 05. Juni 2018 im Großraum Göttingen sichergestellt hatte, wurden am 30. September 2019 in Strom verwandelt.

"Eine der häufigsten Fragen, die ich als Zöllner höre, ist: Was macht ihr mit den ganzen Sachen, die ihr findet? Die Antwort: zuerst was nötig und dann was möglich ist", erklärt Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig.

Nötig war es im vorliegenden Fall für den Zoll als Sicherheitsbehörde die drei Tonnen Tabak samt der gesamten Fertigungsanlage als Beweismittel gegen den Produzenten sicherzustellen. Als der Wasserpfeifentabak allerdings zu schimmeln begann, suchte man nach einer möglichen sinnvollen Verwendung. Für Zollamtmann Löhde ein Herzensthema: "Als Finanzbeamte verschwenden wir nicht gern etwas. Darum stellt sich für uns immer die Frage: vernichten oder verwerten?". Bei illegalen Waren wie unversteuerten Hinterhofwasserpfeifentabak ist die Verwertung jedoch schwierig, sodass es nur eine Lösung gab: Verbrennen! Dabei wurde der Tabak allerdings anders verbrannt, als es der illegale Produzent mal geplant hatte: Nicht in Shishas, sondern in der Müllverbrennungsanlage TRV Buschhaus bei Helmstedt wurden die drei Tonnen Tabak verbrannt und so daraus Strom gewonnen.

Die legalen Teile der Fertigungsanlage wie Betonmischer und Baueimer hingegen wurden auf www.zoll-auktion.de versteigert.

Die Pressemitteilung zu der Sicherstellung finden Sie hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/116258/3968109

Zusatzinformation: Der Zoll ist nicht nur Finanz- und Sicherheitsbehörde sondern zudem das "Inkassounternehmen" der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Eigenschaft treibt der Zoll staatliche Forderungen bei Schuldnern ein, verwertet beschlagnahmte Gegenstände und vernichtet Unverkäufliches.

In dem Sachgebiet Vollstreckung des Hauptzollamtes Braunschweig mit Sitz in Helmstedt kümmern sich annähernd 150 Beschäftigte allein darum, Gelder einzuholen, die der Allgemeinheit zustehen, aber nicht automatisch fließen. In 254.522 Fällen musste das Hauptzollamt Braunschweig 2018 bei Schuldnern der öffentlichen Hand aktiv werden und konnte so 53.077.856,28 EUR sichern.

Dabei ist das Hauptzollamt Braunschweig oft Dienstleister, denn in den wenigsten Fällen geht es um zolleigene Forderungen (32 %). Zumeist stehen die Gelder der Bundesagentur für Arbeit und anderen Sozialbehörden zu. Im Idealfall bezahlen die Schuldner freiwillig, in anderen Fällen wird der Besitz der Schuldner zu Geld gemacht.

Dazu unterhält der Zoll mit www.zoll-auktion.de eine eigene Internetplattform, von der alle profitieren können: die Allgemeinheit kommt zu ihrem Geld, dem Schuldner wird ein Ausweg aus seinen Schulden geboten und Schnäppchenjäger können neben verschiedensten Pfandsachen dort auch Verwaltungsgut wie zum Beispiel Dienstwagen ersteigern.

Kontakt für Medienvertreter:

Hauptzollamt Braunschweig
Pressesprecher
Andreas Löhde
Telefon: 0531/3809-452 (-0)
Fax: 0531/3809-200
E-Mail: Presse.HZA-Braunschweig@Zoll.Bund.de
www.zoll.de

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