Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg

WSPI-OLD: Einleiten von Schiffsabfällen in die Nordsee
Auslaufverbot nach Feststellung gravierender Mängel

Oldenburg (ots) - Bei einer Schiffskontrolle an Bord eines unter der Flagge Panamas fahrenden Bulkcarriers im Hafen Brake stellten Beamte der Wasserschutzpolizeistation (WSPSt) Brake fest, dass keine regelkonforme Verfahrensbeschreibung für die Umstellung von hochschwefeligem Schiffstreibstoff auf niedrigschwefeligen Schiffskraftstoff an Bord mitgeführt wurde. Diese Verfahrensbeschreibung weist die Schiffsbesatzung an, wie und wann der Umstellungsvorgang durchgeführt werden muss, damit das Schiff in den sogenannten Schwefelüberwachungsgebieten (Sulphur Emission Control Areas -SECA), wie der Nordsee, die dort geltenden Grenzen des Schwefelgehalts in den Schiffsabgasen einhalten. Weiterhin wurde festgestellt, dass während der Seereise von Malaysia nach Brake unter anderem innerhalb der deutschen Hoheitsgewässer Schiffsabwässer aus den Besatzungsunterkünften ungeklärt von Bord aus eingeleitet worden sind. In Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr), Dienststelle Schiffssicherheit, konnte bei Ermittlungen an Bord festgestellt werden, dass die bordeigene Kläranlage (Sewage Treatment Plant) korrosionsbedingt nicht mehr betriebsbereit war. Da ein Haltetank für die Abwässer an Bord nicht vorhanden war, wurden diese unbehandelt in die See eingeleitet. Von den Beamten der WSPSt Brake wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die verantwortlichen Schiffsoffiziere eingeleitet. Die Beamten der WSPSt Brake stellten bei der Kontrolle weiterhin fest, dass sich an Bord des Schiffes ca. 1m³ entsorgungspflichtiger Müll befunden hat. In Absprache mit der Hafenverwaltung des Braker Hafens wurde die Zwangsentsorung dieser Abfälle angeordnet. Die Mitarbeiter BG Verkehr, die nach den ersten Feststellungen der WSP Beamten in Kenntnis gesetzt worden waren, stellten im Rahmen ihrer durchgeführten Kontrolle an Bord diverse weitere Mängel fest, die zu einem Auslaufverbot des Schiffes führten, bis diese Mängel beseitigt sind. Ergänzend wurde der Hafenärztliche Dienst Brake über mutmaßliche Mängel in Bezug auf Hygienevorschriften an Bord des Seeschiffes von der Wasserschutzpolizei Brake in Kenntnis gesetzt.

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