Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg

WSP-BRA: Auslaufverbot für Binnenschiff nach mehrfachen Kollisionen mit Schiff und Pier

Brake (ots) - Ein Auslaufverbot, hohe Sicherheitsleistungen und nicht unerheblicher Sachschaden sind das heutige Ergebnis eines geplanten Ladevorganges im Hafen Brake. Auf dem Weg zur Ladestelle wollte ein 59-jähriger Schiffsführer mit seinem unter polnischer Flagge fahrenden Binnenschiff am frühen Morgen rückwärts zur Ladestelle fahren. Da er im dichten Nebel jedoch die auf der Unterweser herrschende Strömung komplett unterschätzte, fuhr er in die andere Richtung und stieß mit einem an der Pier festgemachten Binnenschiff zusammen. Während des Wendemanövers hinter diesem Schiff touchierte er dann mehrfach die Pier. Bei der erneuten Vorbeifahrt an dem von ihm vorher beschädigten Binnenschiff passierte er dieses zwar ohne weitere Berührung, kollidierte er dann jedoch erneut mit der Pier. Alarmierte Beamte der Wasserschutzpolizei Brake kontrollierten das Schiff und seine Besatzung unverzüglich. Dabei führten sie unter anderem auch einen Atemalkoholtest durch und stellten fest, dass die Irrfahrt alkoholbedingte Ursachen hatte: beim Schiffsführer wurde ein Wert von 0,98 Promille gemessen, bei seinem 55-jährigen Matrosen ein Wert von 0,95 Promille. Da die Wasserschutzpolizisten zudem noch feststellten, dass die Besatzung im Maschinenraum Altöl in Eimern lagerte, wurde gegen den Schiffsführer eine Sicherheitsleistung von 1.130 Euro und gegen den Matrosen eine in Höhe von 630 Euro festgesetzt. Am Ende wurde das Schiff nicht beladen, die Reederei entband den Schiffsführer noch während der Unfallaufnahme von seinen Aufgaben und die Beamten leiteten gegen den 59-Jährigen ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs sowie unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen ein. Gleichzeitig stellten sie das Patent des Schiffsführers sicher und sprachen ein Auslaufverbot für das Schiff aus./hof

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