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08.03.2019 – 10:38

Feuerwehr Velbert

FW-Velbert: Buttersäure und mehr

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Velbert (ots)

Buttersäure sorgte am Abend des gestrigen Donnerstags, 7. März, für einen umfänglichen Einsatz der Feuerwehr. Nach Angaben der Polizei hatte ein bislang Unbekannter die übelst riechende Flüssigkeit gegen 19.30 Uhr vor dem Eingang eines Bistros an der Oststraße ausgeschüttet. Der Geruch breitete sich schnell in der Gaststätte und im Erdgeschoß des angrenzenden Wohnhauses aus. Als die kurz darauf ebenfalls alarmierte Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf, hatte die Polizei den Bereich um das Gebäude bereits abgesperrt. Etwa 15 Personen hatten die Gaststätte verlassen und wurden vorsichtshalber vom Rettungsdienst untersucht. Auch fünf Bewohner der im Haus befindlichen Wohnungen mußten das Gebäude zunächst verlassen. Eine größere Anzahl von Personen, die sich in den Gebäuden hinter dem Bistro aufhielten, wurden von der Feuerwehr hinter dem Rohbau des neuen Parkhauses entlang ins Freie geführt. Mehrere Menschen, die das Objekt im rückwärtigen Bereich zur Oststraße hin verlassen hatten, wurden ebenfalls vom Rettungsdienst gesichtet. Eine Behandlung war allerdings bei keinem der Betroffenen erforderlich. Lediglich eine 21-jährige Mitarbeiterin des Bistros, die vor Eintreffen der Feuerwehr versucht hatte, die Flüssigkeit aufzuwischen, klagte über eine Augenreizung und wurde vorsorglich zur ambulanten ärztlichen Versorgung in ein Essener Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr, die mit hauptamtlicher Wache und den ABC-Zügen Velbert-Mitte und Langenberg sowie dem Fachberater Chemie ausgerückt war, setzte zwei Trupps unter Atemschutz und Kontaminationsschutzanzügen ein, um die verschüttete Buttersäure mit Chemikalienbindemittel aufzunehmen. Außerdem wurde das Wohnhaus mit einem Drucklüfter belüftet, so daß die Bewohner nach Abschluß des Einsatzes in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Der intensive Gestank, der bereits durch geringste Mengen der Substanz hervorgerufen wird, lag allerdings auf der Straße noch einige Zeit in der Luft. Gegen Mitternacht konnte die Feuerwehr nach Übergabe der Einsatzstelle an die Polizei wieder einrücken. Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht Ermittlungen zu Tathergang und Täter auf.

Für die Feuerwehr war der Einsatz an der Oststraße der Abschluß eines ohnehin turbulenten Tages mit insgesamt neun Einsätzen gewesen. Auch der Rettungsdienst hatte mit 49 Einsätzen mehr als reichlich zu tun.

Bereits gegen 6.38 Uhr war die hauptamtliche Wache zur Bökenbuschstraße alarmiert worden, nachdem dort im Bereich des Hauses Maria Frieden ein ca. 20 Meter langer Baum umgestürzt war und beide Fahrbahnen blockierte. Die Einsatzkräfte benötigten zwei Stunden, um den Baum mit zwei Motorkettensägen zu zerteilen und von der Straße zu räumen. Keine Stunde zurück auf der Wache, folgten binnen weniger Minuten gleich drei Einsätze auf einmal: An der Dellerstraße mußte ein Patient nach Reanimation mit einer Schleifkorbtragen durch den Treppenraum ins Freie gebracht werden, um ihn in den RTW zu bringen. Zu einer Türöffnung an der Kastanienallee wurde der freiwillige Löschzug 2 aus Velbert-Mitte alarmiert, für den Inhaber der Wohnung kam jedoch jede Hilfe zu spät. Währenddessen war die hauptamtliche Wache schon an der Rottberger Straße im Einsatz. Hier waren zwei Pkw kollidiert. Drei der vier Fahrzeuginsassen mußten aufgrund ihrer Verletzungen zum Klinikum Niederberg transportiert werden. Die Feuerwehr trennte bei beiden Fahrzeugen die Batterien vom Bordnetz und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe mit Ölbindemittel ab.

Bei einem etwa 25 Meter hohen Baum, der gegen 17.00 Uhr auf den Parkplatz eines Discounters in Tönisheide zu stürzen drohte, beschränkte sich die Feuerwehr hingegen auf das Absperren des Gefahrenbereiches, da sich ein von dem Discounter beauftragter Unternehmer um die weiteren Maßnahmen kümmerte. Zum wiederholten Mal mußte die hauptamtliche Wache schließlich heute morgen um 6.22 Uhr wegen eines brennenden Containers an der Hauptstraße, Ecke Feldstraße ausrücken. Das Feuer war mit einem C-Rohr schnell gelöscht.

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Velbert
Pressestelle
Reinhard Lüdeke
Telefon: 02051/317-0
E-Mail: r.luedeke@feuerwehr-velbert.de
http://www.feuerwehr-velbert.de/

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