Bundespolizeidirektion München G7-Einsatz

Bundespolizeidirektion München: Bilanz der Bundespolizeidirektion München nach dem G7-Gipfel 105.000 Grenzkontrollen - zahlreiche Aufgriffe - Flugdienst der Bundespolizei transportiert G7-Staatsgäste

Bundespolizei bei der Grenzkontrolle am Grenzübergang Füssen

München (ots) - Die Bundespolizeidirektion München ist anlässlich des G7-Gipfels seit dem 26. Mai in ihren Aufgabenbereichen Grenzpolizei, Bahnpolizei und Luftsicherheit im Einsatz. Sie hat bedeutsam zu einem reibungslosen Verlauf der Konferenz beigetragen. Zugleich hat sie für die Sicherheit von Bewohnern der Veranstaltungsregion, von Bahnreisenden und na-türlich auch von friedlichen Demonstranten gesorgt. Nachdem die G7-Konferenz zwischenzeitlich beendet wurde, gibt das auch der Bundes-polizei Anlass, eine erste zusammenfassende Bilanz zu ziehen.

Bei den Grenzkontrollen im Freistaat Bayern haben die Beamten der Bundespolizeidirektion München vom 26. Mai bis zum heutigen Morgen, 8. Juni, rund 105.000 Personen überprüft. Dieses Ergebnis belegt ein-deutig den Nutzen und die Notwendigkeit der Maßnahmen: Die Bundes-polizisten stellten in diesen 14 Tagen mehr als 8.600 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest. Sie verweigerten ca. 430 Personen die Einreise. Darüber hinaus deckten sie etwa 150 weitere Straftaten wie etwa Urkundendelikte, Rauschgiftdelikte und Vergehen nach dem Waf-fengesetz auf.

Der Erfolg des Einsatzes spiegelt sich zudem in einer Vielzahl sonstiger begleitender Aufgriffe wider: Die Beamten haben rund 350 gesuchte Personen festgestellt und hierbei knapp 60 Haftbefehle vollstreckt.

Erfreulich war, dass bei der bahnpolizeilichen Überwachung der An-reise der Demonstranten in die Veranstaltungsregion keine gravieren-den Vorkommnisse gemeldet wurden. Die Beamten trafen auf Bahnhö-fen und in Zügen durchweg auf friedliche Menschen.

Ebenfalls reibungslos verlief die Überwachung der Ankunft der Staatsdelegationen am Münchner Flughafen. Die mit der Aufgabe Luftsicherheit betraute Bundespolizei hatte für die Sicherheit der Kon-ferenzgäste sowohl auf dem Vorfeld als auch im Außenbereich des Air-ports MUC gesorgt.

"Unser Einsatzkonzept ist voll aufgegangen. Die Einführung der Grenz-kontrollen und die lageangepasste Präsenz der Bundespolizei-Fahnder sowohl im Grenzraum als auch in Zügen und an Bahnhöfen hat mit Si-cherheit dazu beigetragen, dass gewaltbereite Personen gar nicht erst versucht haben, in die Veranstaltungsregion im Süden Deutschlands zu reisen", zeigt sich Präsident Hubert Steiger, Leiter der Bundespolizeidi-rektion München, zufrieden. "Dass neben den vollstreckten Haftbefehlen eine enorm hohe Anzahl von Straftaten im Bereich des Aufenthaltsge-setzes - illegale Einreise und Schleusungskriminalität - aufgedeckt wur-de, bestätigt zudem dass Grenzkontrollen auch über den kurzfristigen Anlass G7-Gipfel hinaus ein signifikantes Plus an Sicherheit in der Grenzregion bewirken können", so Steiger.

In dem seit Jahrzehnten einmaligen Einsatz unterstützten die Bundespo-lizeidirektion München Beamte aus allen Regionen der Bundesrepub-lik in einer bisher nicht dagewesenen Form. Zur Bewältigung der man-nigfaltigen Aufgaben wurde das gesamte Spektrum der bundespoli-zeilichen Kräfte und Fähigkeiten gefordert - angefangen bei dem grenzpolizeilichen und bahnpolizeilichen Einzeldienst, über die Bereit-schaftspolizei, den Flugdienst, die Reiterstaffel, Diensthundeführer, Bergführer, Ärzte und Seelsorger bis hin zu den vielen Beamten aus Fortbildung und Lehre. Das führte beispielweise dazu, dass an der deutsch-österreichischen Grenze Bundespolizei-Seeleute mitten in der alpinen Landschaft Pässe kontrollierten.

Damit niemand hungern und in der Hitze Durst leiden musste, lieferten auch die Polizeilogistiker eine hervorragende und beispiellose Leistung ab. Sie ermöglichten, alle Bundespolizeikräfte im G7-Einsatz völlig un-abhängig von Drittanbietern zu versorgen.

Auch der Flugdienst der Bundespolizei bewältigte die große Herausfor-derung im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel sehr routiniert. Hierzu gehörte zunächst der Transport von Einsatzkräften und Einsatzmitteln - etwa zu einer auf fast 2.400 Metern Höhe gelegenen Kontrollstelle "Mei-lerhütte".

Im Zeitraum vom 6. bis zum 8. Juni 2015 beförderten die Hubschrauber-piloten der Bundespolizei die Staats- und Regierungschefs aus Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich und Italien sowie den EU-Ratspräsidenten und den Präsidenten der EU-Kommission. Auch die Bundeskanzlerin erreichte zunächst Krün mit einem Hubschrauber der Bundespolizei. Heute Morgen flogen afrikanische Staatschefs und Ver-antwortliche großer internationaler Organisationen von Oberschleißheim aus zum G7-Treffen nach Elmau.

Der Bundespolizei-Flugdienst stellte neben dem Delegationstransport eine Lufttransportkapazität für bis zu 200 Einsatzkräfte in einer Welle sicher. Rund um die Uhr stehen zudem Aufklärungshubschrauber mit der Möglichkeit zur Bildübertragung zur Verfügung.

Um all dies zu gewährleisten, war eine technisch-logistische Infrastruktur, insbesondere am Flugplatz Ohlstadt-Pömetsried, erforderlich.

Rechnet man alles zusammen, so war die Bundespolizei im Freistaat Bayern an dem Tag mit der höchsten personellen Beanspruchung (erster G7-Konferenztag, 7. Juni) mit mehr als 6.000 Beamten im Einsatz. 507 Kolleginnen und Kollegen des Bundespolizei-Flugdienstes waren unmittelbar im G7-Einsatz gebunden. Hinzu kommen rund 800 Beamte, die das Bundeskriminalamt beim Innenschutz des G7-Gipfels unterstützten.

Der Beitrag der Bundespolizei zur Sicherheit des G7-Gipfels und des Geschehens rund um die Konferenz unterstreicht die im deutschen Si-cherheitsgefüge einmalige Leistungsbreite und den besonderen Ein-satzwert der Bundespolizei.

Die vorübergehend wiedereingeführten Kontrollen an den Schengen-Binnengrenzen dauern noch bis zum 15. Juni an.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion München Pressestelle G7
Infanteriestr. 6
80797 München
Telefon: 089/ 121 49 - 8200
E-Mail: presse.muenchen.g7@polizei.bund.de
https://twitter.com/bpol_by

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München G7-Einsatz, übermittelt durch news aktuell
Medieninhalte
14 Dateien

Weitere Meldungen: Bundespolizeidirektion München G7-Einsatz

Das könnte Sie auch interessieren: