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02.08.2018 – 17:28

Feuerwehr Herford

FW-HF: Jugendliche Feuerwehrmitglieder als Berufsfeuerwehr /Jugendfeuerwehr aus Schwarzenmoor veranstaltet Übungstag

FW-HF: Jugendliche Feuerwehrmitglieder als Berufsfeuerwehr 
/Jugendfeuerwehr aus Schwarzenmoor veranstaltet Übungstag
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Herford (ots)

Am 14.07.2018 fand bei der Jugendfeuerwehr Schwarzenmoor der alljährliche Berufsfeuerwehr Tag statt. Wie in jedem Jahr hatte dieser Tag auch dieses Jahr wieder eine sehr gute Resonanz und wurde von etwa 20 Jugendlichen besucht. Es ergaben sich daraus eine Gruppenbesatzung, welche das HLF20 besetzte, eine Staffelbesatzung für das LF20, welches von zusätzlichen Jugendlichen im MTF unterstützt wurde, und eine Truppbesatzung für den RW1, welcher bei den Einsätzen begleitete und unterstützte. Dienstbeginn war 7:00 Uhr, und der Tag startete mit dem wichtigsten des Tages, dem Frühstück mit Mettbrötchen um 7:30 Uhr. Gleich um 8:30 Uhr gab es den ersten großen Einsatz, einen Gesamtalarm für alle Fahrzeuge. Es handelte sich um einen ABC-Einsatz bei der Fa. HEW an der Goebenstraße. Bei diesem Einsatzszenario fanden die Einsatzkräfte ein leck geschlagenes Fass vor, aus dem eine chemische Flüssigkeit auslief. Weiterhin befand sich an der Einsatzstelle ein verletzter Arbeiter der geborgen werden musste. Bei diesem Einsatz musste also ein Not-Dekontaminationsplatz aufgebaut werden in dem die mit der Chemikalie belasteten Einsatzkräfte und der gerettete Arbeiter, sowie die eingesetzten Einsatzmittel dekontaminiert werden konnten. Aufgrund der drohenden Situation durch die Chemikalie wurde sich hier für eine so genannte Crashrettung entschieden, was bedeutet, dass der Verletzte so schnell wie möglich von der Gefahrenstelle entfernt werden musste. In diesem Fall verzichtet man auf das Vorbringen von Tragen, oder ähnlichem, sondern der Verletzte wird entweder unter den Armen, oder aber an Armen und Beinen gepackt, und von dem vorgehenden Angriffstrupp so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich geschafft. Unmittelbar nach Abarbeitung dieses Einsatzes, gegen 10:30 Uhr, gab es zwei Folgeeinsätze, diese mussten separat abgearbeitet werden. Das LF20 mit MTF und der RW1 wurden zu einem Einsatz "Wasser im Keller" in Herford Herringhausen, Auf der Strotheide, gerufen. Hier fanden die Einsatzkräfte einen vollgelaufenen Keller vor, welcher durch einen mit Wasser gefüllten Sickerschacht simuliert wurde. Es kam hier der Stromerzeuger vom RW1, sowie die Tauchpumpe und einige C-Schläuche zum Einsatz. Die Pumpe wurde im Keller aufgebaut, die Schläuche wurden aus dem Keller über den Hof, bzw. Gartenweg, in einen Straßengraben verlegt. Dann wurde die Pumpe eingeschaltet, und dadurch das Wasser aus dem Schacht abgepumpt. Das HLF20 wurde zu einem Einsatz "Person auf Dach" bei den Stadtwerken Herford gerufen. Es handelte sich hier um einen Arbeiter, der von einem auf das andere Dach "abgestürzt" ist, und sich dabei ein Bein gebrochen hat. Die Einsatzkräfte rückten per vierteiliger Steckleiter auf das Dach vor, und seilten den verletzten Arbeiter dann, gesichert mit einem Rettungsknoten, vom Dach ab. Dort wurde er auf eine Trage gelegt und ärztlich versorgt. Zur körperlichen Ertüchtigung aller Einsatzkräfte gab es danach eine Runde Dienstsport am Standort auf dem Sportplatz in Schwarzemoor. Dieser setzte sich auf einem kleinen Dauerlauf, sowie einer Runde Völkerball zusammen. Nach diesen Einsätzen, und der sportlichen Einheit, hatten sich alle Einsatzkräfte das Mittagessen verdient. Hier gab es klassisch Nudeln mit Ketchup. Nach dem Mittag, gegen 13:30 Uhr, gab es den nächsten großen Einsatz, einen Scheunenbrand an der Alten Heerstraße, bei dem wieder alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte benötigt wurden. Hier musste eine Wasserförderung über eine lange Wegstrecke aufgebaut werden, das LF versorgte dabei das HLF, welches den direkten Löschangriff durchführte, mit Wasser. Die Einsatzkräfte rückten zur Brandbekämpfung mit Atemschutzgeräten in die Scheune vor. Weiterhin wurde außen andere Gebäudeteile vor Übergreifen des Feuers geschützt. Nach Abarbeitung dieses Einsatzes rückten alle Fahrzeuge zunächst im Standort wieder ein, für das LF20, unterstützt vom MTF und RW1, gab es aber nach kurzer Zeit, gegen 15:00 Uhr, schon den nächsten Einsatz, eine Hilfeleistung als "First Responder", hier ging es um eine Person die mit dem Fahrrad gestürzt war, und sich dabei verletzt hatte. Zunächst hatten die Einsatzkräfte noch mit "technischen Problemen" bei der Anfahrt zu kämpfen, wodurch die Hilfeleistung etwas verzögert wurde. Nach Eintreffen wurde vor Ort zunächst die Erstversorgung durch Erste Hilfe von den Einsatzkräften durchgeführt, die junge Frau hatte sich beim Sturz an einigen Stellen die Haut abgeschürft, wodurch es zu mehreren kleineren Blutungen an Armen und Beinen kam. Da sie auch nicht richtig auftreten konnte wurde der Transport zunächst mit Hilfe des RW1 und der seitlich auf der Klappe, die herunter geklappt war, abgestellten Trage realisiert. Hier kann man problemlos verletzte Personen auf Trage in unwegsameren Gelände transportieren. Parallel gab es gegen 16:00 Uhr den nächsten Einsatz für das HLF, ein Hilfeleistung "Schachtrettung" in Schwarzenmoor, In der Kuhle. Dort war eine Person in einen alten Kellerschacht gefallen, danach war die Klappe, die diesen Schacht normalerweise verdeckt, zugeschlagen. Die Person konnte sich aufgrund Ihrer Verletzung nicht mehr selber befreien. Die Trupps des HLF öffneten den Schacht, stiegen mit einer Steckleiter zum Verletzten und bargen ihn mit Hilfe einer Halteleine, die mit einem Rettungsknoten befestigt wurde. Die letzte Alarmierung, ein "Gesamtalarm" zu einem Scheunenbrand an der Senderstraße, gab es gegen 17:00 Uhr. Angenommene Situation war hier eine Reithalle, die bereits im Vollbrand stand. Vom HLF wurde hier der Löschangriff durchgeführt, wobei sich der Löschangriff auf das gesamte Gebäude erstreckte. Das LF stellte die Wasserversorgung sicher, als Wasserentnahmestelle diente ein Hydrant. Erschwerend kam bei diesem Einsatz ein umgestürzter Baum hinzu, der mit Hilfe des RW1 an die Seite geräumt werden musste. Da in diesem Szenario zu einer Zerkleinerung keine Zeit blieb bediente man sich hier der Seilwinde, mit Hilfe dieser, und einer gesetzten Umlenkrolle, konnte der Baum seitlich gezogen und so an die Seite geschafft werden, dass die Einsatzfahrzeuge LF und HLF ungehindert arbeiten konnten. Nach Abarbeitung des Einsatzes wurde es uns und den Jugendlichen noch ermöglicht, einmal die Pferdeställe zu besichtigen, ein Pferd und ein Pony aufzuzäumen, und diese in der Reithalle einmal in die Runde zu führen, wer wollte. Nach dem Einrücken der Fahrzeuge wurde der Dienst mit Fahrzeug- und Gerätepflege beendet. Alle Fahrzeuge mussten wieder in einen einsatzbereiten Zustand versetzt werden. Das bedeutet, die komplette Ausrüstung wurde überprüft, nasse und schmutzige Schläuche wurden getauscht, ebenfalls wurden alle Fahrzeuge innen und außen gereinigt. Traditionell endete der Tag mit einem gemeinsamen Grillen, zu dem auch die Eltern eingeladen waren. Ebenfalls eingeladen waren die Führung der Löschgruppe Schwarzenmoor, vertreten durch Friedhelm Köstermeyer als stellvertretender Löschgruppenführer, sowie die Leiter der Feuerwehr der Stadt Herford, vertreten durch die Stellvertreter Axel Freitag und Karsten Buschmann. Im Rahmen dieser abendlichen Veranstaltung wurde vom Jugendwart Michael Huß die Teilnahme an der Leistungsspange in Kirchlengern das Wochenende zuvor erwähnt. Hier war die Situation, dass sich eine Gruppe aus Schwarzenmoor zur Teilnahme entschieden hatte, bekommen hat die Leistungsspange allerdings nur ein Jugendlicher, Mathis Eggesieker. Die übrigen Jugendlichen, die teilgenommen haben, erhielten die Leistungsspange bereits ein Jahr zuvor, und wollten ihre Gruppenleistung dem einzelnen Teilnehmer zur Verfügung stellen der im Jahr zuvor, da die Gruppe voll war, noch nicht teilnehmen konnte, jedoch als Ersatz zur Verfügung stand und mit geübt hat. Weiterhin wurden in diesem Rahmen die beiden JF Kameraden Marcel Georg und Max Endryk aus der JF verabschiedet und in den Dienst der Löschgruppe übergeben. Diese beiden Kameraden sind bereits 18 Jahre alt, haben Ihren Grundlehrgang absolviert, und verrichten weiterhin ihren Dienst in der Löschgruppe Schwarzenmoor als freiwilliger Feuerwehrmann. Zu erwähnen sei am Schluss noch, dass natürlich keine Personen verletzt wurden, es sich entweder um Statisten oder Puppen handelte bei den Verletzten. Ebenfalls gab es natürlich an keiner Einsatzstelle eine wirklich Gefahr, sondern es handelte sich immer um simulierte Situationen. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Helfern und Unterstützern, die ihre Gebäude oder Grundstücke für unsere Übungen zur Verfügung gestellt haben. Ebenfalls bedanken wir uns bei allen Kameraden der Löschgruppe Schwarzenmoor, die tagsüber bei den Übungen oder als Fahrzeugführer zur Verfügung standen, und bei allen Eltern, die das abendliche Grillen durch Salate und ihre Hilfe unterstützt haben. Autor dieses Artikels: Philipp-Alexander Sturm, LG Schwarzenmoor

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