Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 030528-1.StAHH Mitteilung Nr. 22/2003

    Hamburg (ots) -

    Zeit des Termins # Gericht # Saal # Beschuldigte # Vorwurf # Az. d. StA

    Montag, den 02.06.2003, 09.00 Uhr, m. Forts. # LG Kl. Strfk. 2 # 912, Kapstadtring 1 # R. (41) # fahrlässige Tötung # 3303 Js 29/01

    Berufung des Angeklagten und der StA gegen das Urteil des AG HH vom 07.10.2002. R. wird zur Last gelegt, als mit der Sprengung des zum Heizkraftwerk Hafen, Am Grasbrookhafen 17, gehörenden Kesselhauses Block I beauftragter selbständiger Sprengunternehmer zur Vorbereitung der von ihm als Fallrichtungssprengung mittels Schneidladungen angezeigten und für den 05.12.2000, 15.00 Uhr, vorgesehenen Sprengung am 04.12.2000 den Zeugen T. angewiesen zu haben, vier der im unteren Bereich des Kesselhauses befindlichen Aussteifungsdiagonalen herauszubrennen und in die beiden westlichen Kastenstützen des Kesselhauses Brennschnitte einzubringen. Am 05.12.2000 soll er ab ca. 6.00 Uhr den Zeugen T. angewiesen haben darüber hinaus die Stützen eines seitlichen Stahltreppenaufganges des Kesselhauses zu durchtrennen, was der Zeuge T. jeweils weisungsgemäß ausführte, und dadurch, wie R. hätte voraussehen können, die Stahlkonstruktion des Kesselhauses derart geschwächt haben, dass das Gebäude gegen 9.10 Uhr einstürzte und die Mitarbeiter R., G. und B. des Beschuldigten unter sich begrub, wodurch R. und G. getötet und B. schwer verletzt wurden.

    Montag, den 02.06.2003, 13.00 Uhr, m. Forts. # AG Abt. 133 # 297 # B. A. (42), T. A. (36), B. (33) # Computerbetrug # 3001 Js 96/01

    Den Angeklagten wird vorgeworfen, am 23.09.2000 in der Spielbank Hamburg, Casino Reeperbahn, einen Geldspielautomaten mit technischen Mitteln so manipuliert zu haben, dass sich der Kreditzähler laufend erhöhte und nach entsprechendem Einsatz innerhalb kurzer Zeit einen Gewinn von 11.900,-- DM anzeigte, den sich die Angeklagte B. auszahlen ließ und mit den Angeklagten B. A. (Manipulierer) und T. A. (Beobachter des Umfeldes) teilte.

    Dienstag, den 03.06.2003, 09.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strafk. 21 # 237 # Sch. (37) # versuchter Totschlag # 3400 Js 577/02

    Sch. ist angeklagt, am 07.07.2002 gegen 2.00 Uhr in einem Lokal die Zeugin B. aus Verärgerung über die zuvor von ihr erklärte Lösung des gemeinsamen Verlöbnisses mit der rechten Hand am Hals gepackt und sie derart gewürgt zu haben, dass sie in Atemnot geriet, vom Barhocker rutschte und zu Boden ging, woraufhin die Zeugen E. und K. eingriffen und ihn von der Geschädigten wegdrückten. Als die Zeugin aufstand und sich entfernte, soll Sch. sie erneut mit der rechten Hand am Hals gepackt, sie in Richtung des Toilettenvorraumes gedrängt und dort mit dem Kopf mehrfach gegen die Wand gestoßen haben, so dass der an dieser Stelle hängende Spiegel zu Bruch ging. Sodann soll er sie mit den Worten "Ich bring dich um!" zu Boden gebracht und mit Tötungsvorsatz bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben, an der weiteren Tatausführung jedoch durch das erneute Eingreifen der Zeugen E., K. und D. gehindert worden sein, denen es gelang, seinen Griff zu lösen und ihn von der Geschädigten wegzuziehen.

    Dienstag, den 03.06.2003, 09.00 Uhr # AG Abt. 141 a II # 176 # K. (28) # Diebstahl # 2201 Js 432/02

    K. wird beschuldigt, sich in 5 Fällen jeweils unter der Vorspiegelung, er sei für die Johanniter tätig bzw. er sammle für das Rote Kreuz, Einlass in die Wohnungen der Geschädigten verschafft und Bargeld sowie sonstige Wertgegenstände entwendet zu haben.

    Mittwoch, den 04.06.2003, 09.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strfk. 8 # 801, Kapstadtring 1 # B. (33), G. (62) # Verletzung der Buchführungspflicht, Verstoß gegen das Aktiengesetz, Kapitalanlagebetrug, Untreue pp. # 5500 Js 11/01

    B. als Vorstandsvorsitzender einer Wertpapieranlagen Verwaltungs AG und G. als Vorsitzender des Aufsichtsrates dieser AG sollen aufgrund eines gemeinsamen Tatplans im März 2000 durch einen rückdatierten Kaufvertrag 68.383 noch nicht an der Börse notierte Aktien aus dem Bestand der AG zum Schein zu einem Kaufpreis von 3.410.510,83 DM an eine Versicherungsvermittlungs GmbH, deren Geschäftsführer der Angeklagte G. war, verkauft und sogleich ein entsprechendes Gegengeschäft (Rückkauf) vereinbart haben, wodurch im Jahresabschluss 1999 der AG die Forderung aus diesem Verkauf aufgeführt wurde, was in der Bilanz 1999 zu einem Gewinn der AG von 585.455,19 DM anstelle eines Verlustes in Höhe von 1.906.000,-- DM führte. Von Oktober bis Dezember 2000 sollen die Angeklagten für die AG sodann eine Kapitalerhöhung durchgeführt haben, in deren Rahmen sie die Investoren durch einen Verkaufsprospekt anwarben, der den durch das Aktienscheingeschäft manipulierten Jahresabschluss enthielt, wodurch den Anlegern wahrheitswidrig ein positiver Geschäftsverlauf der AG vorgespiegelt wurde, obwohl durch die Kapitalerhöhung in Wirklichkeit lediglich der Verlust der AG ausgeglichen werden sollte und die ausgegebenen Aktien nicht werthaltig waren. Darüber hinaus wird B. vorgeworfen, über 3 Millionen DM der AG pflichtwidrig zweckentfremdet verwendet zu haben.

    Mittwoch, den 04.06.2003, 09.45 Uhr # AG HH-Altona, Abt. 328 # 101, Max-Brauer-Allee 91 # St. (24) # Unterschlagung # 2402 Js 1050/02

    Frau St. wird vorgeworfen, am Geldautomaten einer Bankfiliale 200,-- Euro Bargeld, die von der Zeugin T.-W. im Geldfach des Automaten liegengelassen worden waren, als nächste Kundin entnommen und für sich behalten zu haben.

    Donnerstag, den 05.06.2003, 09.00 Uhr # AG HH-Wandsbek, Abt. 727 a # 305, Schädlerstr. 28 # S. (54), V. (30) # Unterlassene Hilfeleistung, Aussetzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen # 4201 Js 228/01

    Den angeklagten Frauen wird zur Last gelegt, am 15.10.2000 für die Tochter der Angeklagten V., geboren im März 1998, keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen zu haben, obwohl das Kind nach schweren Misshandlungen durch den Zeugen S. unter Verbrennungen der Grade 1, 2 a und 2 a/b litt, auf leichte Berührungen am Körper mit Schmerzensschreien reagierte und keine feste Nahrung zu sich nehmen wollte. Ohne fachgerechte Hilfe bestand für das Kind, das am 16.10.2000 ins Krankenhaus eingeliefert wurde und dort für 3 Wochen in stationärer Behandlung bleiben musste, Lebensgefahr.

    Donnerstag, den 05.06.2003, 14.50 Uhr # AG Abt. 139 a # 279 # H. (32) # gewerbsmäßige Untreue # 3105 Js 136/03

    H. ist angeklagt, in der Zeit vom 01.08. bis 11.12.2002 als Filialleiter eines Supermarktes in 47 Fällen jeweils einen Teilbetrag der Tageseinnahmen für eigene Zwecke entnommen, dies durch fingierte Einzahlungsbelege für die Muttergesellschaft verschleiert und dadurch einen Schaden in Höhe von insgesamt 80.785,41 Euro verursacht zu haben.

    Freitag, den 06.06.2003, 13.00 Uhr # AG HH-Barmbek, Abt. 845 # E.015, Spohrstr. 6 # W. (38) # versuchter Betrug # 3404 Js 49/03

    W. wird beschuldigt, seiner Hausratversicherung einen Einbruchdiebstahl mit Vandalismusschäden angezeigt zu haben. Die Versicherung zahlte nicht, da es sich nach einem Gutachten eines kriminaltechnischen Prüflabors um einen fingierten Einbruchdiebstahl gehandelt haben soll.

    Freitag, den 06.06.2003, 09.00 Uhr # AG HH-Harburg, Abt. 628 # 354, Buxtehuder Str. 9 # A. (23) # gefährliche Körperverletzung pp. # 4001 Js 1512/01

    A. wird vorgeworfen, am 28.09.2001 gegen 20.55. Uhr auf dem Parkplatz der Schule Ehestorfer Weg mit einer Pistole mit scharfer Munition auf den Oberkörper des Geschädigten Ö. gezielt und abgedrückt, die Waffe jedoch verrissen und deshalb den Oberschenkel des Geschädigten getroffen zu haben. Nachdem der Geschädigte hinter seinen Pkw geflüchtet war, soll A. hinterher gegangen sein und noch zweimal in Richtung des Geschädigten geschossen, ihn jedoch verfehlt und sich sodann entfernt haben. Der Geschädigte erlitt eine Durchschussverletzung im rechten Oberschenkel und wird auf Dauer arbeitsunfähig bleiben.

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