Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 021010-1.StAHH Mitteilung Nr. 41/2002

    Hamburg (ots) -

    Zeit des Termins # Gericht # Saal # Beschuldigte # Vorwurf # Az.d.StA

    Montag, den 14.10.2002, 09.30 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strafk. 32 # 209 # W. (53) # Sexueller Mißbrauch von Kindern # 4207 Js 377/02

    W. ist wegen schweren sexuellen Mißbrauchs von Kindern in 29 Fällen und versuchter Vergewaltigung angeklagt. Er soll in der Zeit von Oktober 2001 bis Februar 2002 in seiner Wohnung in der Polziner Straße drei Mädchen im Alter von 9 bis 12 Jahren, die er u. a. auf dem Schulweg angesprochen und gefragt hatte, ob sie sich um seinen Hund kümmern würden, gezwungen haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen und solche an sich zu dulden. Ihm wird insbesondere vorgeworfen, an den Kindern den Oralverkehr durchgeführt und darüber hinaus versucht zu haben, mit der 9jährigen R. den Geschlechtsverkehr auszuführen.

    Montag, den 14.10.2002, 09.30 Uhr # AG Abt. 148 # 279 # Ü. (30) # Gefährliche Körperverletzung # 3402 Js 10/02

    Ü. wird vorgeworfen, am 24.12.2001 (Heiligabend) gegen 17.00 Uhr in der Bremer Reihe vor dem Lokal "Mach mal Pause" dem Geschädigten S. ohne erkennbaren Anlaß zweimal mit einem Messer in das Gesicht gestochen zu haben. S. erlitt dadurch am linken Ohr eine derartig schwere Verletzung, daß er noch in der darauffolgenden Nacht notoperiert werden mußte.

    Montag, den 14.10.2002, 12.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strafk. 28 b # 388 # St. (26), M. (21) # Menschenhandel, Vergewaltigung # 6500 Js 37/02

    Den Angeklagten wird vorgeworfen, im Dezember 2001 zusammen mit den gesondert verfolgten G. und T. drei bulgarische Frauen unter falschen Versprechungen aus ihrer Heimat nach Deutschland gelockt und dort der Prostitution zugeführt zu haben. N. (17) und B. (21) arbeiteten in Sofia in einer Pizzeria. P. - die Mutter der N. - war dort als Schneiderin beschäftigt. Ihnen allen wurden von den in Bulgarien lebenden, gesondert verfolgten Mittätern besser bezahlte Anstellungen in Spanien in Aussicht gestellt. Entgegen den Versprechungen wurden die Frauen dann jedoch nach Deutschland gebracht und nach der Anklageschrift von den hier lebenden Angeklagten gezwungen, in verschiedenen Bordellbetrieben in Hamburg und Bergen/Belsen sowie auf dem hiesigen Straßenstrich anschaffen zu gehen. Mit Schlägen und Drohungen, ihren Familien in Bulgarien würde etwas passieren, sollen sie in der Folgezeit zur Fortsetzung der Prostitution gezwungen worden sein. Dabei wurden sie von den Angeklagten streng überwacht und ihnen nahezu sämtliche Einnahmen weggenommen. Zu diesem Zweck wurden regelmäßige Leibesvisitationen an den Frauen vorgenommen. Bei zu geringen Einnahmen oder Arbeitsverweigerung sollen die Angeklagten die Frauen geschlagen und massiv - zum Teil mit dem Tode - bedroht haben. St. wird ferner vorgeworfen, im Rahmen einer solchen Bestrafung B. am 8. April 2002 vergewaltigt zu haben.

    Dienstag, den 15.10.2002, 11.00 Uhr # AG HH-Barmbek, Abt. 842 # E 010, Spohrstr. 6 # L. (28) # Computerbetrug # 3203 Js 13/02

    Gegenstand der Anklage gegen Frau L. sind 29 Fälle des sog. Computerbetruges. Sie soll am 1. November 2001 die von der Firma Barclaycard an ihre Eltern übersandten Kreditkarten (Visa-Card und Euro-Card) aus der Post abgefangen und damit innerhalb einer Woche an verschiedenen Geldautomaten im Hamburger Stadtgebiet insgesamt etwa 11.000 DM abgehoben und für sich verwendet haben.

    Dienstag, den 15.10.2002, 13.00 Uhr # AG HH-Wandsbek, Abt. 725 # 405, Schädlerstr. 28 # D. (44) # Schwerer sexueller Mißbrauch von Kindern # 4004 Js 20/02

    D. soll in der Zeit von Januar 2000 bis zum 11. November 2001 seine 8jährige leibliche Tochter sexuell genötigt und vergewaltigt haben. Er soll sich in diesem Zeitraum in mindestens 23 Fällen auf das Kind gelegt haben, um mit diesem den Geschlechtsverkehr auszuführen. Wenn ihm dies nicht gelang, soll er sich in anderer Weise massiv an dem Kind vergangen haben.

    Dienstag, den 15.10.2002, 14.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strfk. 12 # 209 # H. (40) # Gefährliche Körperverletzung # 3104 Js 198/02

    Die Anklage wirft H. vor, am Abend des 16. April 2002 auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Sternschanze unter Vorhalt eines Messers von B. die Herausgabe dessen Geldes gefordert und diesem, als er sich weigerte, Stichverletzungen im Gesicht beigebracht zu haben. Im Anschluß daran soll der Angeklagte sich mit den Worten "jetzt halt ich mich an dich" F. zugewandt und sechsmal auf diesen eingestochen haben. F. erlitt u. a. eine lebensbedrohende Verletzung der Lunge. Die Anklage geht davon aus, daß der ursprünglich angenommene Tötungsvorsatz nicht nachgewiesen werden kann.

    Mittwoch, den 16.10.2002, 09.15 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strfk. 1 # 309 # B. (47) # Mord # 3001 Js 254/02

    Der 47jährigen Angeklagten B. wird der Vorwurf des Mordes an ihrem Schwager, dem 45jährigen türkischen Staatsangehörigen Yilmaz B., gemacht. Ihr wird vorgeworfen, am 12. April 2002 den Friseurladen "Salon 48" des Yilmaz B. in der Fuhlsbüttler Straße betreten und, ohne vorher etwas zu sagen, diesem aus 2 m Entfernung mit einer Pistole der Marke "Baretta" in den Oberkörper geschossen zu haben, um ihn zu töten. Yilmaz B. verstarb noch am Tatort. Hintergrund der Tat sollen familiäre und geschäftliche Auseinandersetzungen gewesen sein.

    Mittwoch, den 16.10.2002, 14.15 Uhr # AG HH-Harburg, Abt. 618 # 257, Buxtehuder Str. 9 # H. (77) # Gefährliche Körperverletzung pp. # 4100 Js 577/02

    Dem 77jährigen H. wird vorgeworfen, am 20. März 2002 gegen 13.30 Uhr im Treppenhaus vor seiner Wohnung gegenüber zwei Kindern im Alter von 9 Jahren seine Hose geöffnet und ihnen sein Geschlechtsteil gezeigt zu haben. Als er wenig später von der Zeugin R. wegen dieses Verhaltens zur Rede gestellt wurde, soll er die Zeugin mit seinem Spazierstock, der mit einer Metallspitze versehen war, auf die Schulter und gegen den Kopf geschlagen haben. Die Zeugin erlitt erhebliche Schmerzen.

    Donnerstag, den 17.10.2002, 09.00 Uhr # AG Abt. 147 # 192 # St. (34) # Nötigung pp. # 7101 Js 644/01

    Dem Angeklagten St. wird eine Nötigung und eine versuchte Körperverletzung zur Last gelegt. Am 17. Februar 2001 fand in der Hamburger Innenstadt eine von Christian Worch angemeldete Demonstration unter dem Tenor "Für die Freiheit der Kunst - gegen behördliche Willkür" statt. Hiergegen richteten sich zahlreiche Gegenveranstaltungen, u. a. der Bürgerschaftsgruppe "Regenbogen" sowie der Initiative "Rotes Winterhude". Zur Vermeidung eines unmittelbaren Aufeinandertreffens von Angehörigen der entgegengesetzten politischen Lager hatte die Polizei gegen 13.00 Uhr in der Mönckebergstraße eine Kette gebildet. Der Angeklagte St. soll mehrfach nach zwei Polizeibeamten getreten und an deren Schutzschilden gezerrt haben, um diese an der Einreihung in die Polizeikette zu hindern. Zu Verletzungen der Beamten ist es dabei nicht gekommen.

    Donnerstag, den 17.10.2002, 09.00 Uhr # AG HH-Harburg, Abt. 622 # 354, Buxtehuder Str. 9 # K. (32) # Betrug # 3201 Js 492/01

    K. ist angeklagt, im April 2001 im Rahmen von Internetauktionen mehrfach Handys angeboten, die Preisangebote selbst hochgesteigert und schließlich von den höchstbietenden Erwerbern den Ersteigerungspreis entgegengenommen zu haben, obwohl sie von vornherein nicht die Absicht hatte, die ersteigerten Handys auch zu liefern.

    Donnerstag, den 17.10.2002, 14.00 Uhr # AG HH-Harburg, Abt. 620 # 257, Buxtehuder Str. 9 # S.-G. (48) # Betrug # 3202 Js 14/02

    Dem iranischen Staatsangehörigen S.-G. wird vorgeworfen, einen gemeinschaftlichen Betrug dadurch begangen zu haben, daß er im Oktober 2001 zusammen mit dem deshalb bereits verurteilten K. mehrere Mobilfunkverträge mit verschiedenen Telekommunikationsgesellschaften abschloß, obwohl er nicht die Absicht hatte, seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Durch die Nutzung der ihm überlassenen Handys fielen Gebühren in Höhe von fast 43.000 DM an, die nicht beglichen wurden.

    Freitag, den 18.10.2002, 11.30 Uhr # AG HH-Harburg, Abt. 619 # 356, Buxtehuder Str. 9 # G. (31), W. (31) # Raub # 3103 Js 439/01

    Frau G. und Herrn W. wird ein gemeinschaftlicher Raub zum Nachteil der Zeugin S.-M. zur Last gelegt. Sie sollen am Abend des 4. Oktober 2001 in der Wohnung der Geschädigten von dieser die Herausgabe ihres gesamten Geldes gefordert haben. Als diese sich weigerte, soll G. den Hund der Zeugin gewürgt und einen Schrank zertreten haben. Es wurde damit gedroht, den Hund zu töten und die gesamte Einrichtung zu demolieren. Als die Zeugin daraufhin ihre Geldbörse aus einem Schrank holte, wurde ihr diese aus der Hand gerissen und Bargeld in Höhe von DM 120 sowie eine EC-Karte weggenommen.

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