Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 010417-1.StAHH Pressemitteilung

    Hamburg (ots) -

      Die Pressestelle der Staatsanwaltschaften teilt mit:

      Dr. Friedrich Engel - Vorwurf der Teilnahme an Exekutionen
in Italien in den Jahren 1944/45

      Die Staatsanwaltschaft Hamburg führt seit Oktober 1998
gegen Dr. Friedrich Engel in einem Sonderdezernat Ermittlungen
wegen des Verdachts des Mordes im Zusammenhang mit Exekutionen
in Italien in den Jahren 1944/45.

      Verfahrensanlaß waren Presseberichte in Deutschland über
ein gegen Dr. Engel bei der Militärstaatsanwaltschaft
Turin/Italien geführtes Ermittlungsverfahren.

      Nach Abklärung der hier verfügbaren Erkenntnisse zur Person
des Dr. Engel ersuchte die Hamburger Staatsanwaltschaft im
Oktober 1999 die Militärstaatsanwaltschaft Turin im Wege der
Rechtshilfe um Übersendung der im dortigen Verfahren vorhandenen
Unterlagen und Beweismittel. Die erbetenen umfangreichen
Unterlagen - einschließlich des 12seitigen Urteils des
Militärgerichts Turin vom 15.11.1999 - gingen im Mai 2000 in
italienischer Sprache bei der Staatsanwaltschaft Hamburg ein und
wurden in der Folgezeit unter Hinzuziehung eines
Dolmetscherbüros auf ihre Verfahrensrelevanz hin gesichtet und
bewertet.
      Derzeit werden die für das hiesige Verfahren relevanten
Unterlagen komplett übersetzt.

      Im Rahmen der hiesigen Ermittlungen ergab sich bei
Auswertung anderer abgeschlossener Verfahren wegen
nationalsozialistischer Gewaltverbrechen ein Hinweis darauf, daß
bereits im Jahre 1969 bei der Hamburger Staatsanwaltschaft ein
Verfahren gegen Dr. Engel wegen „Teilnahme an Exekutionen
in Italien anhängig war, welches laut Registereintragung im Juli
1969 eingestellt worden ist.

      Da diese Akte zur Zeit leider noch nicht aufgefunden werden
konnte, können weder zu den Gründen der Einstellung noch zu der
Frage, ob dem italienischen und dem damaligen Verfahren der
Staatsanwaltschaft Hamburg der gleiche Sachverhalt zugrunde lag,
Feststellungen getroffen werden.

ots-Originaltext: Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg

Rückfragen bitte an:
Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg

Telefon: 040-42843-2108

Original-Content von: Staatsanwaltschaft Hamburg, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Staatsanwaltschaft Hamburg

Das könnte Sie auch interessieren: