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04.01.2018 – 16:49

Polizei Bochum

POL-BO: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Essen und der Polizei Bochum
Folgemeldung zu 37-jähriger Mann verstirbt aus ungeklärter Ursache im Polizeigewahrsam der Polizei Essen

Bochum/Essen (ots)

Wie mit heutiger Pressemitteilung durch das Polizeipräsidiums Essen von 9.49 Uhr an dieser Stelle berichtet, verstarb ein 37-Jähriger gestern Abend (3.1.) in einer Zelle des dortigen Polizeigewahrsams.

Der aus Essen stammende 37-Jährige hatte aus bislang ungeklärten Gründen den Fahrer eines Reisebusses attackiert und mehrfach ins Lenkrad gegriffen. Zu diesem Zeitpunkt war der Mann alleiniger Fahrgast. Der Busfahrer reagierte gut und lenkte den Bus an der Anschlussstelle Essen-Kettwig von der A 52 runter. Dort verließ er sein Gefährt und informierte die Polizei. Parallel sorgte der 51-jährige Fahrer dafür, dass die hintere Tür des Gefährts geöffnet blieb, um so einen Mechanismus zu aktivieren, der eine mögliche Weiterfahrt verhindert.

Die Einsatzkräfte der Polizei trafen den 37-Jährigen noch auf dem Fahrersitz an. Da sein Verhalten Anlass zur Vermutung gab, dass Alkohol- oder Drogenkonsum vorliegen könnte, sollte der Tatverdächtige mit zum Essener Polizeipräsidium genommen werden. Dabei leistete er Widerstand. Er musste in der Folge gefesselt transportiert werden.

Im Polizeigewahrsam des PP Essen wurde er in einer videoüberwachten Zelle untergebracht. In der Zwischenzeit war bereits ein Arzt zur Entnahme einer Blutprobe bestellt worden. In der Phase bis zum Eintreffen des Arztes wurde neben der Videobeobachtung alle 15 Minuten eine persönliche Zellenkontrolle durchgeführt. Circa eine Stunde nach der Einlieferung kollabierte der 37-Jährige aus bislang ungeklärten Gründen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen - auch unter Einbindung eines Notarztes - verstarb der Essener noch im Polizeigewahrsam.

Die durch die Staatsanwaltschaft Essen angeordnete Obduktion erbrachte keine Hinweise auf Gewalteinwirkung auf den Körper des Verstorbenen. Vielmehr deutet derzeit vieles auf eine Vergiftung durch bislang unbekannte Substanzen hin. Zur Bestimmung dieser Substanzen wurde eine toxikologische Untersuchung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dieser Untersuchung dürfte erfahrungsgemäß noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.

Rückfragen bitte an:

Polizei Bochum
Pressestelle
Frank Lemanis
Telefon: 0234 909-1020
E-Mail: pressestelle.bochum@polizei.nrw.de
https://www.polizei.nrw.de/bochum/

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