Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: (UL)(GP)(HDH)(BC) Ulm/Göppingen/Heidenheim/Biberach - Silvesterbilanz des Polizeipräsidiums Ulm

Ulm (ots) - Die Feuerwehren, Rettungsdienste, kommunale Ordnungsdienste und die Polizei hatten in der Silvesternacht zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Es waren vor allem kleinere und größere Brände, zu denen die Einsatzkräfte gerufen wurden. Schwerwiegende Unfälle und gewalttätige Auseinandersetzungen blieben weitgehend aus. Auch wurden der Polizei bislang keine Belästigungen mit sexuellem Hintergrund bekannt.

Die Polizei war mit verstärkten Kräften im Einsatz, insbesondere an den Orten mit großen Menschenansammlungen. Alleine auf dem Ulmer Münsterplatz feierten ca. 5000 Menschen. Mit Kontrollen und Präsenzstreifen konnte vielfach und vielerorts der unerlaubte oder unsachgemäße Einsatz von Feuerwerkskörpern verhindert werden. Auch das Aggressionspotential einzelner Personen und kleinerer Personengruppen hatten die Einsatzkräfte im Blick, durch frühzeitiges Einschreiten wurden Schlägereien und andere Eskalationen verhindert. Während in diesem Jahr weniger Körperverletzungen zur Anzeige kamen, war bei den durch Feuerwerkskörper verursachten Bränden und Sachbeschädigungen eine Zunahme zu verzeichnen. Verirrte Raketen und glühende Reste von abgebrannten Feuerwerkskörpern, aber auch leichtfertig oder absichtlich herbeigeführte Gefahren und Schäden waren die Ursache.

Beispielhaft für die Vorfälle in der Silvesternacht werden genannt:

Ulm und Alb-Donau-Kreis

In Erbach entzündete ein Böller einen Müllbehälter und mehrere gelbe Säcke. Ob an einem in unmittelbarer Nähe parkenden Auto Schaden entstand ist noch unklar.

Auf dem Münsterplatz feuerten Unbekannte aus der Menge eine Rakete waagrecht gegen eine Polizeistreife. Die Beamten blieben unverletzt.

In der Frauenstraße Ecke Olgerstraße überfiel ein Unbekannter einen Passanten. Der Angreifer bedrohte den 28-Jährigen mit einem Messer, schlug ihn nieder und raubte sein Mobiltelefon.

Landkreis Göppingen

Ein mit Holzabfall gefüllter Bauschuttcontainer stand gegen 4.30 uhr in Zell unter Aichelberg in Flammen. Durch die Hitze wurde ein Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden beläuft sich auf 10.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung gegen unbekannt.

In Geislingen verletzte sich ein 19-Jähriger gegen Mitternacht, beim Abschießen einer Rakete. Diese explodierte aus unbekannter Ursache unmittelbar beim Anzünden. Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht.

Rund 5000 Euro Sachschaden richteten unbekannte Täter in Gosbach bei Bad Ditzenbach an. Sie warfen gegen 22 Uhr in der Drackensteiner Straße einen Böller in den Briefkasten eines Mehrfamilienhauses. Durch die Wucht der Detonation wurde das Mauerwerk beschädigt. Metallteile flogen rund 10 Meter weit. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich mehrere Jugendliche vor dem Haus auf. Die Polizei sucht Zeugen und Hinweise.

Den Lärm der Böller nutzten Diebe gegen 22.15 Uhr in Eislingen aus. Sie sprengten in der Poststraße einen Zigarettenautomaten und räumten diesen aus.

In Heiningen und Göppingen brannten Thujahecken, in denen Feuerwerkskörper gelandet waren.

Landkreis Heidenheim

Eine erhebliche Brandgefahr führte jemand gegen 2 Uhr in der Marktstraße in Giengen herbei. Der Unbekannte warf einen Böller oder einen brennenden Gegenstand in den Müllcontainer eines Einkaufsmarktes. 10.000 Euro Sachschaden war die Folge. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude rechtzeitig verhindern. In Giengen wurden am Abend auch mehrere Fensterscheiben beschädigt, als ein Unbekannter in der Lederstraße einen Böller warf. Der Verursacher rannte davon. Er ist etwa 1,90 Meter groß, schlank und hatte einen Vollbart. Er war mit einer grünen Jacke mit Pelzkragen, einer Mütze und einer schwarzen Hose bekleidet.

Beim Einsturz einer Holzterrasse wurde in Heidenheim ein 42-Jähriger leicht verletzt. Er hatte sich gegen Mitternacht mit weiteren Personen auf der Terrasse einer Wohnung in der Robert-Koch-Straße aufgehalten. Als das äußerlich nicht erkennbare morsche Holz nachgab,sprangen die Personen rechtzeitig ins Haus. Der Verletzte konnte sich am Geländer festhalten.

In Sontheim brannte um kurz nach Mitternacht eine Thujahecke. Bei Löschversuchen atmeten drei Anwohner Rauch ein. Sie kamem mit dem Verdacht auf leichte Rauchvergiftungen in Kliniken.

Verletzungen im Gesicht trug ein Mann zum Jahreswechsel in der Berchtenstraße in Heidenheim davon. Eine Rakete war in Nähe des Kopfes des 48-Jährigen explodiert. Der Rettungsdienst transportierte ihn in die Notaufnahme.

Landkreis Biberach

Die unsachgemäß entsorgten Reste abgebrannter Feuerwerkskörper lösten in Biberach einen Brand mit Verletzten aus.(siehe gesonderte Pressemitteilung)

Die Freiwillige Feuerwehr Erolzheim war um 0.15 Uhr im Spatzenweg im Einsatz. Eine Feuerwerksbatterie hatte 17 Pflanzen einer Thujahecke in Brand gesetzt.

Dies war auch am Abend in der Talstraße in Achstetten der Fall. Dort war gegen 19.30 Uhr eine Feuerwerksbatterie nach dem Anzünden umgekippt und hatte die rund 3 Meter hohe Hecke getroffen. Eigene Löschversuche mit dem Gartenschlauch blieben ohne Erfolg. Den Brand löschte die örtliche Feuerwehr.

Glimmende Böllerreste blieben im Starenweg in Attenweiler unbemerkt. Sie landeten in einer Mülltonne, die gegen 1 Uhr zu brennen anfing. Das Feuer griff auf einen Schuppen und die Garage über. Die Feuerwehr verhinderte größeren Sachschaden.

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