Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: (HDH) Heidenheim - Sonderkommission Flagge ins Polizeipräsidium Ulm eingegliedert
DNA-Reihenuntersuchung in der Planung

Ulm (ots) - Die Sonderkommission Flagge wurde im Zuge der Polizeireform zum Jahresbeginn beim Polizeipräsidium Ulm zugeordnet. Sie hat ihren Dienstsitz in Göppingen. Der Umzug von Stuttgart fand in den ersten beiden Januarwochen statt. Eingerichtet wurde die Sonderkommission im Mai 2010 in Heidenheim, nachdem Maria Bögerl, die Ehefrau des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Heidenheim, aus dem Haus der Familie entführt und getötet worden war. In den beiden zurückliegenden Jahren war die Sonderkommission der Landespolizeidirektion Stuttgart angesiedelt. Die Landespolizeidirektionen wurden reformbedingt aufgelöst, weshalb die Fortführung der Ermittlungen und die personelle Zusammensetzung der Sonderkommission neu zu organisieren war. Aufgrund des Tatortes Heidenheim ging jetzt auch die Verantwortung für die Soko Flagge zur Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ulm über. Änderungen gab es auch in der personellen Zusammensetzung der Sonderkommission. Ermittelten bis zum Jahreswechsel 2013/2014 vierzehn Kriminalbeamtinnen und -beamte, überwiegend aus der Region Stuttgart, gehören der Sonderkommission Flagge seit dem Umzug nach Göppingen insgesamt neunzehn Ermittler an. Elf von ihnen sind Angehörige des Polizeipräsidiums Ulm. Diese Umstrukturierung und die Verzahnung zwischen bisher schon der Soko zugehörigen Beamten und neu hinzugekommenen Kräften gewährleistet, dass die Soko-Arbeit kontinuierlich weitergeführt und vorhandenes Detailwissen über das Ermittlungsverfahren weitergegeben wird. Gleichzeitig ist so sichergestellt, dass weiterhin noch bestehende wichtige Ermittlungsansätze zeitnah in Angriff genommen und abgearbeitet werden können. Hierzu zählt etwa eine molekulargenetische Reihenuntersuchung, die vom Amtsgericht Ellwangen angeordnet worden ist. Derzeit wird ein detailliertes Konzept für die Erhebung von Speichelproben erarbeitet, die nach den Planungen ab Mitte Februar in der Gesamtgemeinde Neresheim stattfinden soll. Mehr als 3.000 Männer, die zur Tatzeit im Alter zwischen 18 und 65 Jahren waren, werden von den Ermittlungsbehörden um eine freiwillige Speichelprobe gebeten. Einzelheiten und Details zur DNA-Reihenuntersuchung werden in einer separaten Pressemitteilung Anfang Februar veröffentlicht.

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