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04.06.2014 – 15:19

Polizeipräsidium Tuttlingen

POL-TUT: Landkreise Tuttlingen, Rottweil, Freudenstadt, Schwarzwald-Baar-Kreis und Zollernalbkreis: Polizeipräsidium Tuttlingen registriert 20 Betrugsfälle mittels Trojaner und warnt vor Betrugsmasche

Polizeipräsidium Tuttlingen (ots)

Landkreise Tuttlingen, Rottweil, Freudenstadt, Schwarzwald-Baar-Kreis und Zollernalbkreis: Polizeipräsidium Tuttlingen registriert 20 Betrugsfälle mittels versandten Trojaners - mehr als 40.000 Euro Diebstahlschaden - Polizei warnt vor Betrugsmasche

Insgesamt 20 Fälle des Computerbetrugs mit einem finanziellen Gesamtschaden von derzeit mehr als 40.000 Euro in den Landkreisen Tuttlingen, Rottweil, Freudenstadt, dem Schwarzwald-Baar-Kreis und Zollernalbkreis wurden in den vergangenen Wochen bei den Dienststellen des Polizeipräsidiums Tuttlingen von den Opfern zur Anzeige gebracht - in allen Fällen hat die Inspektion Cyber Crime bei der Kriminalpolizeidirektion in Rottweil entsprechende Ermittlungen eingeleitet.

Der aktuellste Fall der Betrugsmasche wurde im Laufe des Dienstags bei dem Polizeirevier Balingen angezeigt. Dort wurde eine Firma Opfer der bislang unbekannten Täter. Der Diebstahlschaden beträgt alleine in diesem Fall 24.000 Euro.

Dabei gehen die Täter auf demselben Weg vor wie in den bereits bekannten Fällen des sogenannten Computerbetrugs: Nämlich durch "unbefugte Einwirkung auf den Ablauf eines Datenverarbeitungsvorgangs" - so die korrekte rechtliche Beschreibung. Wie sieht das in der Praxis aus? Meist per Email platzieren die Betrüger einen Trojaner auf dem Computer argloser Internet- und Online-Banking-Nutzer. In diesem Fall beispielsweise mit einer gefälschten Email und einer angehängten Datei namens "Telekom-Rechnung.zip". Öffnet man die SPAM-Mail oder den Anhang geschieht zunächst nichts Erkennbares. In der Folge installiert sich ein Programm, das dann weitere Ergänzungen des Trojaners automatisch aus dem Internet herunterlädt.

Bei der Nutzung von Online-Banking, beziehungsweise nach dem Einloggen auf den Banking-Seiten oder der Erstellung einer elektronischen Überweisung öffnet der Trojaner eine scheinbare Sicherheitsüberprüfung. Hierbei wird der Computer-Nutzer aufgefordert, mittels TAN-Generator und insgesamt drei auf dem Bildschirm angezeigter Zahlenfolgen eine TAN ("Einmalpasswort") zu erstellen und einzugeben, um sich angeblich wieder Zugang zum Online-Banking zu verschaffen. Im Vertrauen sich in einem gesicherten Bereich zu bewegen, folgen Anwender den Anweisungen und geben damit unbewusst ihre Daten preis. Das bedeutet, dass die Nutzer im Weiteren nicht ihre eigene bereits begonnene Überweisung ausführen, sondern über die Betrüger eine Auslandsüberweisung veranlassen. Die Folge sind meist hohe Schadenssummen! Problematisch ist hierbei, dass der Trojaner noch so neu ist, dass er von keinem Virenschutzprogramm zuverlässig erkannt oder gestoppt wird.

Tipps und Verhaltenshinweise:

Banken fordern beim Online-Banking - insbesondere per Email oder Telefon - niemals zur Durchführung solcher Sicherheits-Überprüfungen oder beispielsweise zu einer Mehrfacheingabe von TAN, etc. auf. Gleichwohl ist das Chip-TAN-Verfahren bei korrekter Bedienung sicher. Man sollte jedoch die allgemeinen "Spielregeln" beim Surfen im Internet und Online-Banking beachten und es Betrügern damit unmöglich machen, an persönlichen Daten zu gelangen:

   -Geben Sie niemals Ihre PIN und TAN heraus - auch nicht, wenn Sie 
scheinbar "seriös" dazu aufgefordert werden 
   -Wenn Sie eine verdächtige Email erhalten, sollte diese auf keinen
Fall geöffnet und sofort gelöscht werden - führen sie auf keinen Fall
angehängte Dateien aus oder reagieren Sie gar auf SPAM- 
beziehungsweise Phising-Emails 
   -Ein Virenscanner sowie eine Firewall sollten auf dem Computer 
installiert sein und ständig aktualisiert werden - gleiches gilt auch
für das Betriebssystem und den Internetbrowser 
   -Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge/-bewegungen, 
sperren Sie bei entsprechendem Verdacht Ihr Konto und setzen Sie sich
mit Ihrer Bank oder unverzüglich der Polizei in Verbindung. 

Weitere Tipps und Verhaltenshinweise unter "www.polizei-beratung.de"

gez. Matthias Preiss Tel.: 07461 941-114

Rückfragen bitte an:

Matthias Preiss
Polizeipräsidium Tuttlingen
Pressestelle
Telefon: 07461 941-114
E-Mail: tuttlingen.pp.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Tuttlingen, übermittelt durch news aktuell

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