Polizeipräsidium Tuttlingen

POL-TUT: Pressemitteilung für die Landkreise Freudenstadt und Rottweil vom 13.03.2014

Landkreise Freudenstadt und Rottweil (ots) - Rottweil - Horb: Polizei warnt vor angeblichem Stromableser und ermittelt wegen Diebstahls in mehreren Fällen

Ein bislang noch unbekannter Täter treibt in den Landkreisen Rottweil und Freudenstadt als "vermeintlicher Stromableser" aktuell sein Unwesen. Bereits am 28. Februar suchte er in Eutingen im Gäu ältere Frauen in ihren Wohnungen auf und gab sich als Stromableser aus. Hierbei konnte er einen dreistelligen Betrag entwenden und flüchten. (Wir haben bereits berichtet)

Jetzt schlug der dreiste Täter erneut in Horb und Rottweil zu. Am Mittwochvormittag, gegen 11 Uhr, versuchte der "falsche Stromableser" in Horb auf diese Masche in die Wohnung einer 87-jährigen Frau zu gelangen. Diese wurde jedoch misstrauisch, da man erst vor kurzem den Stromzähler abgelesen hatte und erkundigte sich nun nach dessen Ausweis. Daraufhin verschwand der Mann mit dem Hinweis, dass er diesen im Auto vergessen hätte, ihn aber holen würde. Wie die Ermittlungen inzwischen ergaben, hatte der Unbekannte bereits wenige Minuten zuvor wegen einer ebenfalls misstrauischen Wohnungsinhaberin kein Glück.

Um 12.30 Uhr klingelte er, immer noch in Horb unterwegs, bei einer ebenfalls 87-jährigen Frau und gelang in die Wohnung, indem er sich erneut als "Stromableser" eines bekannten Stromlieferanten ausgab. Da sich der Zähler jedoch direkt neben dem Eingang befand, gab er an, dass er auch die Heizkörper zählen müsse. Hierbei konnte er in einem unbeachteten Moment einen Bargeldbetrag in dreistelliger Höhe entwenden.

Gegen 17 Uhr hatte er seine Betrugsmasche nach Rottweil verlagert. Dort verschaffte er sich auf die bekannte Art und Weise Zugang in die Wohnung einer Frau. Nachdem ihm die Rentnerin den Weg zum Zähler im Keller gezeigt hatte, forderte der Unbekannte sie auf, ihm die letzte Stromrechnung vorzulegen. Hierzu begab sich die 87-Jährige in einen Nebenraum und der betrügerische Ableser blieb allein im Wohnzimmer zurück. Erst als dieser die Wohnung der Rentnerin verlassen hatte, bemerkte diese das Fehlen einer Kassette.

Am selben Abend, gegen 21 Uhr, bestahl er eine weitere Rentnerin. Auch hier gab er an den Strom ablesen zu müssen, um so in die Wohnung zu gelangen. Nachdem er angeblich den Strom abgelesen hatte, verlangte er einen Geldbetrag von der Geschädigten. In der Annahme, dass dies so seine Richtigkeit habe, händigte ihm die 83-jährige Frau einen dreistelligen Betrag aus, bevor der dreiste Betrüger ihre Wohnung verließ.

Von dem Täter liegt folgende Beschreibung vor: circa 25 - 35 Jahre alt, zwischen 165 und 175 Zentimeter groß mit schlanker Statur, hat schwarze, kurze Haare. Gepflegte Erscheinung. Trug zur Tatzeit eine dunkle Jacke und Hose.

Die Polizei bittet die Bevölkerung, hier insbesondere lebensältere Rentnerinnen, um erhöhte Aufmerksamkeit und erhebliches Misstrauen, sollten unbekannte Personen versuchen, sich Zutritt in die Wohnung zu verschaffen. Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, geht der Täter vorwiegend auf die gleiche Art und Weise vor, indem er sich als Mitarbeiter eines Stromdienstleisters ausgibt, der zum Beispiel den Strom ablesen oder die Heizkörper zählen müsse. Hat er auf diesem Wege dann das Vertrauen des Gegenübers gewonnen und erhält Zutritt in die Wohnungen, ist es ihm ein Leichtes in einem unbeaufsichtigten Moment Bargeld zu entwenden. Deshalb rät die Polizei, lassen Sie auf keinen Fall einfach so fremde Personen in ihre Wohnung. Lassen Sie sich einen Ausweis oder Legitimation zeigen. Sollten sie ein Türsprechgerät besitzen, benutzen sie es, denn hier müssen sie die Türe nicht öffnen. Fragen Sie gegebenenfalls bei dem zuständigen Energieversorger nach und lassen Sie Fremde nicht unbeaufsichtigt in Ihren eigenen vier Wänden. Sind sie sich unsicher, verständigen sie die Polizei - im Eilfall über 110.

Rückfragen bitte an:

Renate Diesch
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