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POL-TUT: Rottweil: Bilanz zum Schmotzigen Donnerstag in der Innenstadt - Streifen des Polizeireviers müssen mehr als 16-mal ausrücken - Einsätze von Betrunkenen bis Körperverletzungen

Landkreis Rottweil (ots) - Rottweil: Bilanz zum Schmotzigen Donnerstag in der Innenstadt - Streifen des Polizeireviers müssen mehr als 16-mal ausrücken - Einsätze von Betrunkenen bis Körperverletzungen

Morgens Schneefall, dann Tauwetter bis hin zu Sonnenschein: Mehr als 16-mal mussten die Streifen des Polizeireviers im Laufe des "Schmotzigen" zu Einsätzen im Zusammenhang mit Betrunkenen bis hin zu Körperverletzungen ausrücken.

Insgesamt acht betrunkene Personen mussten die Beamten hierbei "einsammeln" und teils in Polizeigewahrsam nehmen: Weil er nicht mehr wusste, wie er nach Hause kommen sollte, musste eine Streife um 14.00 Uhr einen über die Maßen betrunkenen 15-Jährigen in der Königstraße in Gewahrsam nehmen und an Angehörige übergeben. Zwischen Mittag und Mitternacht mussten die Streifen so zu insgesamt fünf weiteren Fällen ausrücken, bei denen betrunkene Personen - hierunter auch Jugendliche - in Gewahrsam genommen und teils an Angehörige überstellt oder vom Rettungsdienst in das Klinikum eingeliefert werden mussten.

Wegen einer vermeintlichen Schlägerei wurde die Polizei um 14.30 Uhr in die Pfarrgasse gerufen. Als die Beamten vor Ort eintrafen, hatten sich alle Beteiligten bereits entfernt. Eine Fahndung nach möglichen Beteiligten blieb in dem Bereich erfolglos. Wegen einer verletzten Person wurde die Polizei um 21.30 Uhr zu einer Gaststätte gerufen. Vor Ort stellten die Beamten einen betrunkenen 23-Jährigen fest, der durch eine Schnittwunde am Arm verletzt wurde. Ersten Ermittlungen zufolge habe ihm ein Unbekannter beim Gang zur Toilette eine Falsche auf den Kopf geschlagen. Der 23-Jährige wurde zur ärztlichen Versorgung in das Krankenhaus eingeliefert. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern derzeit noch an. Gegen 18.00 Uhr wurde eine Polizeistreife auf eine im Bereich des Schwarzen Tors heftig diskutierende Personengruppe aufmerksam. Die Beamten trennten die streitenden Personen voneinander. Ursache des Disputs war wohl der Umstand, dass zwei junge Männer im Vorbeilaufen aneinander gerieten und dann aufeinander losgingen. Beide Kontrahenten wurden hierbei leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Kurz nach 23.00 Uhr kam es in der Waldtorstraße vor einem Lokal zu Streitigkeiten zwischen mehreren Personen. Weil eine Person hierbei stürzte, musste sie vom Rettungsdienst in das Krankenhaus eingeliefert werden. Hintergrund der Auseinandersetzung war - ersten Ermittlungen zufolge - eine Meinungsverschiedenheit. Während dieses Einsatzes wurden die Beamten auf eine weitere Auseinandersetzung im angrenzenden Bereich aufmerksam: Der Besucher eines Lokals versuchte hier körperlich auf einen Security-Mitarbeiter loszugehen, nachdem ihm dieser den Zutritt verweigerte. Die Beamten eilten sofort zur Hilfe. Hiervon unbeeindruckt mussten sie den Aggressor mit körperlicher Gewalt von seinem Gegenüber trennen. Anschließend wurde er vorläufig festgenommen und zum Streifenwagen gebracht. Der Aggressor quittierte mit Beleidigungen, widersetzte sich den polizeilichen Maßnahmen und versuchte die Polizisten anzugreifen. Ein Alkoholtest ergab bei dem Mann deutlich über 1,0 Promille. Er hat nun mit einer Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu rechnen.

Die Beamten des Polizeireviers waren über den Schmotzigen Donnerstag verstärkt erkennbar in Uniform aber auch zivil präsent. Dies mit der Zielrichtung die Einhaltung der Regelungen des Jugendschutzgesetzes und auch gaststättenrechtliche Vorgaben zu kontrollieren. Hierbei wurden auch gemeinsame Kontrollen mit Mitarbeitern des Jugendamtes durchgeführt. Die Kontrollen der Schüler verliefen moderat, dennoch wurden mehrfach Jugendliche mit branntweinhaltigen Alkoholika bereits im Vorfeld erkannt. Die alkoholischen Getränke wurden in allen Fällen sichergestellt und an die Erziehungsberechtigten übergeben. Mehrere Personen im heranwachsenden Alter (18 bis 21 Jahre) wurden hinsichtlich der Weitergabe mitgeführten Alkohols an Minderjährige eindringlich belehrt und Bußgelder angedroht. Geahndet wurde hierbei auch das Urinieren in der Öffentlichkeit und Verstöße gegen gaststättenrechtliche Auflagen. "Im Fazit waren in der Innenstadt insbesondere tagsüber mehr Partygäste unterwegs als im Vorjahr. Ebenfalls gefühlt mehr war aus diesem Grund auch die Verschmutzung in der Innenstadt - insbesondere mit Glasscherben", so Michael Schlüssler, Leiter des Polizeireviers Rottweil. "Das Publikum war aufgeschlossener als in den Vorjahren und einer polizeilichen Intervention zugänglich. Die Zahl betrunkener Personen war hierbei etwa gleich zum Vorjahr. Insoweit darf die Alkoholabgabe an Personen ab 25 Jahren durchaus wieder als Erfolg betrachtet werden." Diese Aktion wurde 2011 initiiert durch den Einzelhandel, die Narrenzunft, die Stadt Rottweil und die Polizei eingeführt und hat sich in den folgenden Jahren bis heute als Erfolg bestätigt.

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