Polizeipräsidium Tuttlingen

POL-TUT: Junger Mann verliert Finger nach Explosion eines Selbstlaborats

Landkreis Rottweil - Bösingen-Herrenzimmern (ots) - Eine Explosion durch das Hantieren mit einer selbst zusammengestellten pulverförmigen Substanz hat einem 18-jährigen jungen Mann am Donnerstagabend, gegen 21.45 Uhr, in einem Waldgebiet bei Herrenzimmern, Landkreis Rottweil, einen Finger der linken Hand abgerissen und einen weiteren Finger schwer verletzt. Vier junge Männer im Alter von 17 bis 19 Jahren trafen sich an diesem Abend zunächst in Villingendorf und fuhren dann mit dem Auto des 19-Jährigen in ein Waldgebiet, Gewann Stittholz, bei Herrenzimmern. Der 18-Jährige wollte den anderen sein selbstgebasteltes "Knallrohr" vorführen und deponierte ein Eisenrohr, einen Hammer und ein von ihm selbst zusammengemixtes Pulver im Fahrzeug des 19-Jährigen. Im Waldstück angekommen, stopfte der 18-Jährige das Pulver - nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen - in das Eisenrohr und schlug mehrmals mit dem Hammer auf das Metall. Eine plötzliche Explosion des verdichteten Pulvers führte nicht zu dem erhofften Knall, sondern verletzte den jungen Mann schwer an der linken Hand. Der kleine Finger wurde vollständig abgerissen, der Ringfinger teilweise abgetrennt. Glücklicherweise wurden die drei in unmittelbarer Nähe Stehenden bei der Explosion nicht verletzt. Für den 18-Jährigen bestand trotz der erlittenen Verletzungen keine Lebensgefahr. Nach einer Erstversorgung und Verständigung des Rettungsdienstes brachten die anderen ihren schwer verletzten Kumpel mit dem Auto in die Helios Klinik nach Rottweil, um nicht erst auf das Eintreffen des Rettungswagens warten zu müssen. Dort wurde der 18-Jährige sofort ärztlich versorgt und schließlich in eine Spezialklinik nach Tübingen verlegt. Ob die Jugendlichen beziehungsweise Heranwachsenden nur einfach experimentieren und sich an dem erwarteten Knall "erfreuen" wollten, ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit dauern die polizeilichen Ermittlungen zu den genauen Gründen des fehlgeschlagenen "Experiments" und der Zusammensetzung der selbst "zusammengebrauten" Substanz noch an. Ein strafrechtlich relevanter Hintergrund für das "Experiment" kann aber nach derzeitigem Ermittlungsstand noch ausgeschlossen werden.

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