Polizeipräsidium Reutlingen

POL-RT: Verstärkte Polizeikontrollen in der närrischen Zeit in den Landkreisen Esslingen, Reutlingen und Tübingen

Reutlingen (ots) - Der Höhepunkt der tollen Tage naht und wird mit Faschingsbällen, Partys, Straßenfesten und Umzügen, Fasnetsfeiern in Vereinsheimen, Festhallen und Gaststätten gefeiert. Für viele Narren ist die Fasnet mit ihrem ausgelassenen Treiben ein willkommener Anlass, etwas tiefer als sonst ins Glas zu schauen und über die Stränge zu schlagen. Aus Spaß kann aber plötzlich bitterer Ernst werden, wenn man alkoholisiert am Steuer seines Fahrzeugs von der Polizei erwischt wird oder einen Unfall baut, wenn man aufgrund von Trunkenheit für andere zu einem willkommenen Opfer für eine Straftat wird oder sich selbst zu einer solchen hinreißen lässt, die man nüchtern nie begehen würde.

Im vergangenen Jahr wurden in der Fasnetszeit vom 21. Januar bis zum 12. Februar 2013 im jetzigen Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen 97 Fahrer (Landkreis Esslingen 60, Landkreis Reutlingen 22, Landkreis Tübingen 15) betrunken am Steuer erwischt. 19 Fahrer standen unter Drogeneinfluss. In den drei Landkreisen waren in diesen drei Wochen insgesamt 13 alkoholbedingte Unfälle zu verzeichnen - das sind 13 zu viel.

Mit vermehrten Kontrollen will die Polizei auch in diesem Jahr für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Diejenigen, die aufgrund ihres Alkoholkonsums für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellen, müssen nicht nur auf Landes- und Kreisstraßen damit rechnen, aus dem Verkehr gezogen zu werden. Auch auf sogenannten Promille-Sträßchen werden die Ordnungshüter ihr besonderes Augenmerk auf alkoholisierte Fahrer richten.

Sich auf die 0,5 Promille-Grenze zu verlassen, ist mehr als trügerisch, denn schon darunter kann man nicht mehr fahrtüchtig sein. Die Gefahrenschwelle beginnt schon nach einem Glas Bier oder Wein. Die Reaktionszeit verlängert sich, die Risikobereitschaft steigt. Sehfähigkeit und Bewegungskoordination sind beeinträchtigt. Ab etwa 0,5 Promille reagiert man noch langsamer, Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt, die Bereitschaft zu riskantem Fahren steigt. Das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist schon doppelt so hoch wie in nüchternem Zustand. Bei etwa 0,8 Promille sind alle Reaktionen deutlich verlangsamt. Überhöhte Geschwindigkeit, Fahren in Schlangenlinien oder riskante Überholmanöver sind die typischen Fehler. Das Unfallrisiko vervierfacht sich. Bei 1,1 Promille liegt der Grenzwert für die absolute Fahruntüchtigkeit. Das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist jetzt zehn Mal so hoch.

Damit die Narren die sogenannte "fünfte Jahreszeit" in vollen Zügen genießen können und sich nicht für den Einen oder Anderen schon vorzeitig ein persönlicher Aschermittwoch einstellt, gibt die Polizei folgende Tipps:

   - Hände weg von Alkohol, wenn Sie noch fahren müssen - von Drogen 
     sowieso. 
   - Bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut können Sie mit dem 
     Gesetz in Konflikt kommen und Ihren Führerschein verlieren. 
   - Für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit und junge Fahrer 
     unter 21 Jahren gilt ohne Wenn und Aber die 
     Null-Promille-Grenze. 
   - Nutzen Sie Busse, die Bahn oder Taxen. 
   - Bilden Sie Fahrgemeinschaften und bestimmen Sie schon vorher, 
     wer auf dem Heimweg fährt und damit nüchtern bleibt. 
   - Setzen Sie sich nicht zu alkoholisierten, bekifften oder unter 
     dem Einfluss anderer Drogen stehenden Fahrerinnen oder Fahrern 
     ins Auto. Das kann lebensgefährlich sein. 

Die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen steht während der närrischen Tage ebenfalls im besonderen Fokus der Polizei, die bei Veranstaltungen Präsenz zeigt und zielgerichtete Kontrollen durchführt.

Kinder und Jugendliche wollen alles ausprobieren und können die Folgen oft nicht abschätzen. Deshalb nehmen die Jugendschutzbestimmungen die Erwachsenen in die Pflicht, die sich bei entsprechenden Verstößen verantworten müssen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder -beauftragten auf Faschingsbällen nichts verloren. Für sie ist auch jeglicher Alkohol generell tabu. Zwischen 16 und 18 Jahren darf zwar Sekt, Wein oder Bier getrunken werden, der Ausschank von Schnaps und anderen branntweinhaltigen Getränken - auch Mix-Getränken und Alkopops - ist aber generell nur an Volljährige erlaubt. (ak)

Andrea Kopp (ak),Tel. 07121/942-1101

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