Polizeipräsidium Offenburg

POL-OG: Fastnacht 2014 - ein Rückblick

Offenburg (ots) - Fastnacht 2014 - ein Rückblick

Erstmals zieht die Polizei des neuen Präsidiumsbereiches eine gemeinsame Fastnachtsbilanz aus dem Landkreis Rastatt, der Stadt Baden-Baden und dem Ortenaukreis. Dies sind traditionell alles Hochburgen der Brauchtumspflege über die Fastnachtstage und entsprechend vielfältig waren die Veranstaltungen.

Es darf bilanziert werden, dass für die allermeisten Teilnehmer und Besucher dieser Veranstaltungen auch genau der Spaß und die Freude am friedlichen Beisammensein und an der Brauchtumspflege im Vordergrund stand. Besonders hervor zu heben sind insbesondere jene Veranstaltungen, die unter Betreuung gemeinsamer Präventionskonzeptionen von Ordnern, Kommunen, Polizei und Sicherheitspersonal stattfanden, wie "HaLT", "FairFest" und "Neue Festkultur". Die Erfolge geben diesen Konzeptionen Recht, hier hatte die Polizei die wenigsten Einsätze. Insgesamt verliefen auch jene Feste am unauffälligsten, bei denen die Veranstalter private Sicherheitsdienste im Einsatz hatten.

Die Alkohol- und Drogendelinquenz im Straßenverkehr war durchaus gering, zieht man insbesondere die Ankündigung der Alkoholkontrollen und auch die tatsächliche Kontrollhäufigkeit ins Kalkül. So sehen auf den ersten Blick 35 Anzeigen wegen Fahrens unter Alkohol, 16 weitere wegen Drogendelikten im Straßenverkehr, sowie sieben alkoholbedingte Verkehrsunfälle nicht gerade nach wenig aus. Aber: der Kontrollzeitraum umfasst zum einen gut drei Wochen und die Zahlen beziehen sich wie eingangs erwähnt erstmals zusammengefasst auf nun drei Stadt- und Landkreise.

Die überwiegend positive Bilanz wird durch die gewalttätigen Ereignisse insbesondere alkoholisierter Jugendlicher in Ottersweier - Unzhurst getrübt. Hier muss jedoch auch gesagt werden, dass die eigentliche Fastnachtsveranstaltung durch gewaltbereite Jugendliche "im Schutz der Dunkelheit" zweckentfremdet wurde. Fastnacht als Aufhänger - denn exzessiver Alkoholkonsum und daraus resultierende Gewalt sind auch bei vielen sonstigen Veranstaltungen und Festen zu beobachten. Ein zunehmendes Phänomen, mit dem die Polizei sich künftig verstärkt auseinander setzen muss, ist der schnelle Kontakt durch die neuen Medien, mit denen sich Jugendliche ebenso spontan wie zahlreich an bestimmten Orten, Festen oder Veranstaltungen verabreden.

Sorge bereitete auch in diesem Jahr die hohe Zahl mitunter deutlich alkoholisierter Jugendlicher. Die Beamten des Polizeipräsidiums Offenburg griffen mehrfach 14-Jährige mit über einem Promille auf. In der Altersklasse um 16 Jahre spielte der Alkohol ebenso eine zunehmend große Rolle. Hier sahen sich die Beamten zudem vermehrt Beleidigungen, einem erhöhten Aggressionspotential bis hin zu Tätlichkeiten und Widerstandshandlungen ausgesetzt. Mitunter erschreckend war das gelegentlich anzutreffende Desinteresse im Elternhaus, wenn betrunkene Minderjährige anschließend ihren Eltern übergeben wurden. Immer wieder traten Jugendliche in Kleingruppen auf den Plan, die offenkundig nicht an der gemeinsamen Brauchtumspflege, sondern an der bloßen verbalen und körperlichen Auseinandersetzung mit anderen interessiert zu sein schienen.

Allerorten kam es durchaus auch zu Streitigkeiten und Körperverletzungen. Fazit hier: wo es Ärger gab, spielte Alkohol eine Rolle. Doch auch hier blieb es letztlich im überschaubaren Maß und war nur selten mit so schweren Folgen wie im Fall eines 36-Jährigen behaftet, der nachts in Neuried auf dem Heimweg von einer Fastnachtsveranstaltung von bislang unbekannten jungen Männern niedergeschlagen wurde. Nachdem der Kopf des Bewusstlosen noch gegen den Bordstein geschlagen wurde, kam der Mann mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus.

Die negativen Vorfälle und Aspekte, aber insbesondere die Erfolge präventiver gemeinsamer Konzeptionen auf kommunaler Ebene, bestärken auch die Richtigkeit des Bemühens fortwährender polizeilicher Präsenz bei den Festen und Veranstaltungen.

/wd

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