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06.08.2014 – 13:42

Polizeipräsidium Karlsruhe

POL-KA: (Enzkreis) - Negative Entwicklung der Unfallzahlen im Enzkreis noch deutlich über dem Landestrend - Polizei reagiert mit schwerpunktmäßigen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen -

Karslruhe / Pforzheim (ots)

Einladung zur Teilnahme an einer Kontrolle

Beamte des Verkehrskommissariats Pforzheim führen

am Donnerstag, dem 7. August 2014, ab 18.00 Uhr

auf der Landesstraße 571 zwischen Walzbachtal-Wössingen und Königsbach auf Höhe des Bauhofes / Reiterhofes

Geschwindigkeits- und Anhaltekontrollen

durch.

Zu einer Teilnahme und Berichterstattung laden wir freundlich ein und bitten unter Telefon (0721) 666-1111 um entsprechende Rückmeldung.

Fritz Bachholz, Polizeipressestelle

Polizeiinterne Auswertung als Grundlage der Kontrollen

Anlass für die polizeilichen Kontrollen ist die im ersten Halbjahr 2014 verzeichnete überaus negative Entwicklung der Verkehrsunfälle im Enzkreis. Die schwerpunktmäßigen Maßnahmen finden auf Grundlage einer vom Verkehrsreferat des Polizeipräsidiums Karlsruhe durchgeführten Untersuchung statt.

Bei der Auswertung stellten die Beamten Folgendes fest:

Die stark ansteigenden Zahlen im Enzkreis resultieren überwiegend aus der sehr deutlichen Zunahme schwerer Unfälle außerhalb von Ortschaften.

"Damit setzt sich ein Trend fort, der hier schon seit ein zwei Jahren zu beobachten ist" so der Leiter des Verkehrsreferats, Joachim Zwirner. "Wir haben eine zunehmende Verlagerung der schweren Unfälle aus dem innerörtlichen in den außerörtlichen Bereich."

Im ersten Halbjahr verunglückten 194 Menschen auf den Außerortsstraßen. "Dies stellt einen neuen Negativrekord dar, denn dieser Wert liegt um ein Viertel über dem Durchschnittswert der letzten drei Jahre" so Zwirner weiter.

Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden an Kreuzungen bzw. Einmündungen hat sich von 33 auf 43 erhöht. Dabei wurden wie im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 59 Verkehrsteilnehmer verletzt. Somit gilt das Hauptaugenmerk der Polizei der "freien Strecke", wo die Verantwortlichen und die Ursachen zu suchen sind.

Verunglückte im Außerortsbereich nach Art der Verkehrsteilnahme

Von den insgesamt verunglückten Menschen kamen 147 als Insassen von Pkw zu Schaden. Drei Menschen (im Vorjahr keiner) mussten im Auto ihr Leben lassen. Als Nutzer von motorisierten Zweirädern verunglückten 37 Verkehrsteilnehmer; einer verstarb, 15 wurden schwer verletzt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 fällt die Gruppe der motorisierten Zweiradfahrer besonders auf, weil sich ihre Beteiligung an schweren Unfällen mehr als verdoppelt hat.

Im ersten Halbjahr 2014 musste ein Radfahrer bei einem Verkehrsunfall sein Leben lassen. Dennoch spielt der Anteil von Radfahrern wie auch von Fußgängern bei Unfällen im Außerortsbereich des Enzkreises eine eher unauffällige Rolle.

Verursacher schwerer Unfälle

Im Enzkreis wurden mehr als drei Viertel (77 %) aller Unfälle mit Personenschaden durch Pkw-Führer verursacht (102). Deutlich höher ist die Verantwortung für die Zahl der Schwerverletzten. Durch Fehler beim Pkw-Führer waren 84 % aller Unfälle mit Schwerverletzten verursacht worden.

Rund 14 % (18) der Unfälle mit Personenschaden wurden durch motorisierte Zweiradfahrer verursacht. Sie zeichneten für 16 % der Schwerverletzten verantwortlich.

Festgestellte Unfallursachen im Außerortsbereich bei Motorrädern

Bei schweren Unfällen mit motorisierten Zweirädern wurde festgestellt, dass etwas mehr als die Hälfte davon (54 %) auf Fehlverhaltensweise des Zweiradfahrers zurückzuführen sind. Zu hohe bzw. an die Straßenführung nicht angepasste Geschwindigkeit führen häufig zum Verlust der Kontrolle über das Krad und Stürzen oder Aufprall auf Leitplanken oder sonstigen Hindernissen außerhalb der Fahrbahn. Ebenfalls auf das Konto "Geschwindigkeit" gingen sechs Unfälle, bei denen der Kradfahrer auf abbremsende oder stehende Fahrzeug vor ihm auffährt.

Festgestellte Unfallursachen im Außerortsbereich beim Autofahrer

"Verursacht der Autofahrer einen schweren Unfall, so fuhr er meist zu schnell", resümiert Joachim Zwirner das erste Halbjahr 2014, auf dieses Konto ging über die Hälfte (58 %) der Schwerverletzten.

An zweiter Stelle stehen Fehlverhaltensweisen des Autofahrers im Zusammenhang mit der Vorfahrtsregelung oder beim Abbiegen.

Zeitliche Komponenten

Über die Woche verteilt, ereigneten sich an Donnerstagen die meisten der schweren Unfälle im Bereich außerhalb der Ortschaften.

Die Betrachtung der täglichen Uhrzeit zeigt einen absoluten Spitzenwert in der Zeit zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr.

Polizeiliche Schwerpunkte:

Für die Polizei, insbesondere für das Verkehrskommissariat Pforzheim, wird diese Untersuchung Grundlage der Verkehrssicherheitsarbeit in den nächsten Wochen sein. Hierbei sind intensivierte Verkehrsüberwaschungsmaßnahmen (Geschwindigkeit, Gurt, Handy, Alkohol) vor allem in der Zeit zwischen 18:00 und 19:00 Uhr im Bereich außerhalb der Ortschaften vorgesehen. Darüber hinaus wird im Wochenverlauf an Donnerstagen ein Schwerpunkt gebildet.

Hinweis für Redaktionen:

Antworten auf eventuelle Rückfragen sowie gewünschte weitere Erläuterungen zur Halbjahres-Unfallstatistik im Enzkreis erhalten Sie vom Leiter des Verkehrsreferats beim Polizeipräsidium Karlsruhe, Herrn Ersten Polizeihauptkommissar Joachim Zwirner, unter Telefon (0721) 939-4790. Herr Zwirner und der Leiter des Verkehrskommissariats Pforzheim, Polizeirat Raphael Fiedler, werden am Donnerstag an der Kontrollstelle zugegen sein und ihre Fragen beantworten.

Polizeipräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 666-1111
E-Mail: karlsruhe.pp.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Karlsruhe, übermittelt durch news aktuell

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