Polizeipräsidium Karlsruhe

POL-KA: (KA) Karlsruhe-Waldstadt: Schockanrufer erbeuten 10.000 Euro

Karlsruhe (ots) - Bargeld in Höhe von 10.000 Euro haben unbekannte Täter durch einen sogenannten Schockanruf am Dienstagnachmittag von einer aus der Ukraine stammenden Frau in der Waldstadt erbeutet.

Nach den Feststellungen des dortigen Polizeireviers wurde gegen 13.45 Uhr die 73- Jährige zu Hause angerufen und in russischer Sprache folgendes mitgeteilt: "Hallo Mama, ich hatte einen Unfall und habe ein Mädchen überfahren. Mir geht es schlecht und ich bin im Krankenhaus. Ich werde jetzt genäht und gebe dir meinen Rechtsanwalt."

In der Folge wurde das Gespräch mit dem angeblichen Anwalt fortgesetzt. Abermals hat der Mann bekräftigt, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und dieser nun für die Operationskosten der Verletzten in Höhe von 20.000 Euro aufkommen müsse. Die Angerufene konnte allerdings nur die Hälfte aufbringen, worauf sich der Gesprächspartner als Anzahlung einließ. Als die Seniorin von ihrem Bankgeschäft nach 20 Minuten zurückkehrte, telefonierte der "Anwalt" bereits bei einem erneuten Anruf mit deren Ehemann.

Unterdessen erschien auch schon der mutmaßliche Bruder des verletzten Mädchens an der Wohnung in der Königsberger Straße und nahm den Geldbetrag gegen Aushändigung einer Quittung in Empfang. Erst gegen 16.45 Uhr klärte sich der Sachverhalt, nachdem die besorgte Mutter ihren Sohn auf seinem Handy erreichen konnte.

Die weiteren Ermittlungen führt nun die Karlsruher Kriminalpolizei und bittet um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung zu folgender Personenbeschreibung:

Der Geldempfänger ist geschätzte 40 - 50 Jahre alt, etwa 190 cm und damit auffallend groß mit kräftiger Statur. Er trug kurzes blondes Haar und hatte eine Halbglatze sowie ein rundliches Gesicht.

In diesem Zusammenhang nimmt der Kriminaldauerdienst Karlsruhe Hinweise zu verdächtigen Wahrnehmungen, die möglicherweise am Dienstagnachmittag im Bereich der Königsberger Straße beobachtet worden sind, unter 0721/939-5555 entgegen.

Ralf Minet, Pressestelle

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