Polizeipräsidium Freiburg

POL-FR: Waldshut-Tiengen. Aggressives Betteln - Polizei rät zur Zurückhaltung

Freiburg (ots) - Nicht nur bei der Polizei häufen sich in letzter Zeit die Beschwerden über Bettler, die aggressiv auftreten. Es wird der Weg versperrt, der Einkaufswagen festgehalten oder auch Passanten beschimpft und beleidigt. Einher geht dies oft auch mit dem Phänomen der "Spendensammler". Diese Personen haben in der Regel Klemmbretter mit Listen daran, die vorgeben, dass das Geld für einen guten Zweck gesammelt und weitergegeben wird. Diese Handlung ist strafbar und wird als Sammlungsbetrug verfolgt.

In der vergangenen Woche wurden der Polizei mehrere solche Vorfälle gemeldet, in einem Fall in Waldshut auf dem Parkplatz eines Discounters wurde nur durch das Einschreiten eines Bürgers Schlimmeres verhindert, als eine ganze Familie eine ältere Frau massiv bedrängte, sie sogar umzingelt war von Mann, Frau und mehreren Kindern.

Es ist unbestritten, dass sich ganze Personengruppen, oftmals südosteuropäischer Herkunft, auf den Einkaufsstraßen und Parkplätzen niederlassen und auf diesem Weg versuchen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die grundsätzlich positiv zu bewertende Hilfsbereitschaft der Bevölkerung zeigt jedoch auch negative Auswirkungen. An Orten, an denen sich Betteln rentiert, werden vermehrt Bettler festgestellt. Es hat den Anschein, dass die gezeigte Hilfsbereitschaft weitere Personen anzieht, die sich ebenfalls Unterstützung erhoffen. Während das rein passive Betteln kaum Probleme macht, finden sich aber immer wieder einzelne Mitglieder dieser Bettlergruppierungen, die durch aggressives Betteln, aber auch durch Straftaten wie Diebstählen und Betrügereien in Erscheinung treten. Auch die provisorischen Nachtlager im Freien, in öffentlichen Einrichtungen, auf dem Gelände von Schulen und in leerstehenden Gebäuden sowie die damit einhergehenden Müll- und Hygieneprobleme schaffen zusätzliche Herausforderungen für Städte, Gemeinden und Polizei.

Vor diesem Hintergrund rät die Polizei zum zurückhaltenden Umgang mit Geldspenden. Großzügige Geldzuwendungen durch Passanten steigern nur die Attraktivität aus Sicht der Bettler, wodurch eine weitere Zuwanderung einschließlich aller negativen Begleiterscheinungen zu erwarten ist.

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