Polizeipräsidium Freiburg

POL-FR: Freiburg - Tunisee: Musikveranstaltung SEA YOU 2014 vom 18. bis 20.7.2014 - Erste Bilanz der Polizei

Freiburg (ots) - Die dreitägige Musikveranstaltung "Sea You 2014" im Bereich des Tunisees ging am Sonntagabend ohne größere Zwischenfälle zu Ende. Trotz einiger Anlässe, bei denen eingeschritten werden musste, fällt das Fazit der Polizei angesichts der Dimension der Veranstaltung überwiegend positiv aus. Das polizeiliche Gesamtkonzept ging auf, und die hohe Kooperationsbereitschaft mit dem Veranstalter und die sehr gute Zusammenarbeit den beteiligten Behörden und Stellen sorgte für einen nahezu reibungslosen Ablauf des Events, das zahlreiche Besucher, auch aus dem überregionalen Bereich, angelockt hatte.

Viele Anreisende nutzten den vom Veranstalter bereitgestellten Shuttle-Busverkehr. Bewährt hat sich auch die gegenüber den Vorjahren veränderte Verkehrsführung. Die Polizei war zur Gewährleistung eines sicheren Festivalverlaufs auch im Umfeld der Veranstaltung präsent und hatte verschiedene Kontrollstellen im Bereich der Anfahrts- und Abfahrtsstrecken eingerichtet.

Während sich das Wetter an den ersten beiden Tagen noch von seiner schönen Seite zeigte, mussten sich Veranstalter und Einsatzkräfte am Sonntag zeitweise auf einen möglichen Abbruch der Veranstaltung einstellen. Die Wetterprognosen kündigten teils schwere Gewitter, Starkregen und heftige Windböen an. Letztlich kam es aber nicht so weit, und die Veranstaltung konnte mit leichten Einschränkungen fast wie geplant zu Ende gebracht werden. Lediglich eine dritte Eventbühne musste am Sonntagabend vorsorglich geschlossen werden.

Die Parkraumsituation war zwar ausreichend, allerdings hatte der Regen einige als Parkplätze eingerichtete Freiflächen so aufgeweicht, dass zeitweise ein Traktor im Einsatz war, um festsitzende Autos aus dem tiefen Gelände herauszuziehen.

Unmittelbar nach Ende der dreitägigen Veranstaltung zog die Polizei eine erste Bilanz aus ihrer Sicht. Trotz erhöhter Kontrollmaßnahmen im Rahmen der Vorkontrollen im Straßenverkehr und im direkten Umfeld der Veranstaltung blieb die Anzahl der festgestellten Straftaten unter der Zahl der Vorjahre.

Insgesamt registrierte man 73 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Davon waren 59 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, wobei es jeweils um kleinere Mengen für den Eigenverbrauch ging, überwiegend um illegalen Besitz von Cannabisprodukten, Ecstasy, Amphetamin und Kokain. In neun Fällen mussten die Beamten einschreiten, weil Personen unter Einfluss von Drogen mit einem Fahrzeug am Straßenverkehr teilgenommen hatten.

Über die Tage verteilt mussten mehrere Personen in vorläufigen Gewahrsam oder festgenommen werden. Gründe für diese freiheitsentziehenden Maßnahmen waren dabei überwiegend die genannten Drogendelikte.

In der Nacht zum Sonntag kam es an einem Getränkestand zu einer tätlichen Auseinandersetzung, weil offenbar zwei Besucher nicht damit einverstanden waren, dass sie nach der Ausschanksperre keine Getränke mehr erhielten. Hierzu laufen noch die polizeilichen Ermittlungen wegen Körperverletzung. Zwei weitere Anzeigen wegen Körperverletzung müssen im Nachgang bearbeitet werden.

Eine Person wird angezeigt, weil bei einer Straßenkontrolle im Zusammenhang mit der Veranstaltung festgestellt wurde, dass sie nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis ist.

Mehrere Bürger beschwerten sich über Ruhestörungen, die von lauter Musik ausgingen. Dies war auch tagsüber und insbesondere am Sonntag der Fall. Die Beschwerden kamen teilweise auch aus weiter entfernten Gemeinden, wie zum Beispiel aus Teningen, Waldkirch, Emmendingen und Sexau. Der Grund hierfür dürfte in der Wetterlage und der am Sonntag herrschenden Windsituation liegen. Umgehend durchgeführte Lärmpegelmessungen ergaben allerdings, dass der für die Veranstaltung erlaubte Wert nicht überschritten wurde.

Nach Angaben des Veranstalters und nach Schätzungen der Polizei hielten sich am Samstagabend knapp 10.000 Besucher auf dem Areal auf. Am Sonntag waren es dann - wohl auch wetterbedingt - mit schätzungsweise 4000 bis 5000 Personen doch deutlich weniger.

Stand: 20/07/2014 - 23.00 Uhr

wr

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