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05.05.2014 – 09:07

Polizeipräsidium Freiburg

POL-FR: Was nun, Herr Kommissar? - Kriminaloberkommissar Frank Erny beantwortet Fragen zum Thema Einbruchsschutz - 5. und letzter Teil

POL-FR: Was nun, Herr Kommissar? - Kriminaloberkommissar Frank Erny beantwortet Fragen zum Thema Einbruchsschutz - 5. und letzter Teil
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Freiburg (ots)

Der Polizei macht derzeit die negative Entwicklung beim Wohnungseinbruchdiebstahl schwer zu schaffen. Dieser klassische Kriminalitätsbereich hat in Baden-Württemberg mit 31,8 Prozent auf 11.295 Fälle stark zugenommen.

Im vergangenen Monat wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg 133 Wohnungseinbrüche von der Polizei aufgenommen, es gab ähnlich viele Einbrüche wie im Monat zuvor. Der Schwerpunkt liegt hier im Rheintal von Emmendingen bis ins Markgräfler Land.

Das Referat Prävention im Polizeipräsidium Freiburg hat sich der Thematik angenommen und beantwortet in den nächsten Wochen die wichtigsten Fragen zum Deliktsbereich Wohnungseinbruch. Die Verhaltensempfehlungen erläutern das Vorgehen der Täter, geben Tipps, wie man sich verhält, damit es gar nicht zum Einbruch kommt oder zeigen auf, was man während des Einbruchs und danach machen sollte. Zum Abschluss der fünfteiligen Reihe gibt es wichtige Tipps zur technischen Sicherung von Haus und Wohnung.

Die polizeiliche Kriminalprävention will durch Aufklärung verhindern, dass es überhaupt zu solchen Einbrüchen kommt. Hierzu werden Vorträge gehalten, aber auch in den Medien werden die Erkenntnisse der Ermittler dargestellt. Von den Mitarbeitern des Referats Prävention erhält der interessierte Bürger kostenlose Beratung, auf Wunsch auch zu Hause. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle ist erreichbar unter der Tel.-Nr. 0761 29608-25 oder per e-mail unter freiburg.praevention@polizei.bwl.de.

Letzte Woche hat Frank Erny über richtige Verhaltensweisen nach einem Einbruch informiert, heute geht es die technischen Möglichkeiten einen Einbruch zu verhindern.

Was bevorzugen Sie eher, eine Einbruchmeldeanlage oder mechanische Sicherungen?

   -	Generell empfehlen wir eine mechanische Sicherung, die ggf. 
durch eine Einbruchmeldeanlage ergänzt werden kann. Insbesondere bei 
abgelegenen Objekten ist die Sicherung durch eine Einbruchmeldeanlage
empfehlenswert. 

Wie wirkungsvoll sind diese Maßnahmen?

   -	In mehr als 40 % aller Fälle kommt es zu sogenannten 
Versuchshandlungen, bei denen der Täter durch besonders gesicherte 
Fenster und Türen nicht ins Objekt gelangt. Bei ungesicherten Häusern
erfolgt der Einstieg meist in wenigen Sekunden. Bei einem 
mechanischen Schutz nach polizeilicher Empfehlung haben diese Objekte
eine Widerstandszeit von 15-30 Minuten - viel zu lang für die 
allermeisten Einbrecher. 

Lässt sich eine Einbruchmeldeanlage auch auf die Polizei aufschalten?

   -	Nein, hierzu müssen Sie ggf. ein Sicherheitsunternehmen 
beauftragen. 

Ist der Rollladen ein geeigneter Einbruchschutz?

- Der Rollladen kann nur als Ergänzung zur mechanischen Sicherung von Fenstern und Fenstertüren gesehen werden. Voraussetzungen hierfür sind die Ausstattung mit einem Hochschiebeschutz, einer starken Abschlussschiene sowie einer stabilen Führungsschiene. Bedenken Sie auch, dass Sie die Rollläden zur Tageszeit meist offen haben und somit kein Einbruchsschutz gewährleistet ist. Klappläden und Jalousien sind für den Einbruchsschutz ungeeignet.

Gibt es generelle Empfehlungen beim Einbau von Sicherungstechnik beim Neubau?

   -	Für Türen und Fenster gilt der Einbau von Sicherungselementen 
der Stufe RC2. Lassen Sie sich von Ihrem Händler oder Handwerker 
hierüber ein Zertifikat geben, damit Sie auch wissen, was eingebaut 
wurde. 

Beraten Sie auch Bauherren?

   -	Bei einer Bauherrenberatung geben wir Ihnen bereits in der 
Planungsphase Ihrer Immobilie Empfehlungen und Tipps rund  um 
Sicherheitsaspekte beim Neubau. Hierbei können sie mit der richtigen 
Beratung viel Geld einsparen. 

Was ist günstiger: Sicherungstechnik in einem neuen Element oder Nachrüstsicherung?

   -	Eine Nachrüstung ist im Vergleich zum Neuelement wesentlich 
teurer. Hinzu kommt, dass die Nachrüstung meist nicht die gleiche 
Sicherheit gewährleistet. 

Was gibt es bei der Anschaffung eines Tresors zu beachten?

- Der Tresor sollte möglichst die Sicherungsklasse 0 aufweisen. Die widerrechtliche Öffnung des Tresors vor Ort ist unwahrscheinlicher als die Mitnahme, deshalb verschrauben Sie den Tresor fest mit dem Boden und/oder der Wand. Der geeignetste Abstellort für einen Tresor ist der Keller. Verwenden Sie keinen Tresor mit Schlüsselöffnung, da erfahrungsgemäß der Schlüssel meist im gleichen Raum "versteckt" wird und somit leicht gefunden werden kann.

Dies war der letzte von fünf Beiträgen zum Thema Wohnungseinbruch. Wir wünschen Ihnen (und auch uns), dass Sie von einem Einbruch verschont bleiben.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Freiburg
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Paul Wißler
Telefon: 07741 8316-201
E-Mail: freiburg.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Freiburg, übermittelt durch news aktuell

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