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POL-FR: Weil am Rhein: Bedeutender Schlag gegen die grenzüberschreitende Betäubungsmittel- und Einbruchskriminalität - 80 Beschuldigte ermittelt, 158 Strafanzeigen

Freiburg (ots) - Weil am Rhein: Bedeutender Schlag gegen die grenzüberschreitende Betäubungsmittel- und Einbruchskriminalität - 80 Beschuldigte ermittelt, 158 Strafanzeigen

Ein besonderer Erfolg in der Bekämpfung der Betäubungsmittel- und Eigentumskriminalität gelang dem Polizeirevier Weil am Rhein. Eine dort eingerichtete Ermittlungsgruppe konnte nach monatelanger Arbeit sechs Drogendealer, zahlreiche Betäubungsmittelkonsumenten sowie eine Bande Jugendliche und Heranwachsende ermitteln, welche für eine Serie von mehr als fünfzig Einbrüche und Rollerdiebstähle in den Jahren 2011 bis 2013 verantwortlich gemacht wird. Wertvolle Unterstützung erhielt die Ermittlungsgruppe durch die Kantonspolizei Basel-Stadt und den Polizeiposten Riehen/CH, da auch in der Schweiz Straftaten verübt wurden.

Die Ermittlungen ins Rollen brachte ein Einbruch in ein Mehrfamilienhaus in Weil am Rhein. Bei der Spurensicherung in der Wohnung des Geschädigten wurden mehrere, bereits portionierte und verpackte Tütchen Amphetamin sowie diverses Zubehör zum Anbau und Verpacken verschiedener Betäubungsmittel aufgefunden. Der 24-jährige Wohnungsinhaber geriet dadurch selbst wegen Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln ins Visier der Ermittler. Darüber hinaus wurde in seiner Wohnung Diebesgut aufgefunden, das Einbrüchen aus den Jahren 2011 bis 2013 zugeordnet werden konnte. Der Gesamtschaden betrug etwa 25.000 Euro. Auf Grund der Dimension des Falles richtete das Polizeirevier Weil am Rhein eine Ermittlungsgruppe ein. Fünf Beamte ermittelten über mehrere Monate hinweg und leisteten dabei über 300 Überstunden. Dabei wurde eng mit der Kantonspolizei Basel-Stadt zusammengearbeitet. Die viele Arbeit lohnte sich: am Ende wurden 80 Beschuldigte ermittelt und 158 Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaft Lörrach vorgelegt. Die Spur führte die fünfköpfige Ermittlungsgruppe auf eine Gruppe Jugendliche und Heranwachsende, welche in den Jahren 2011 bis 2013 eine Serie von über fünfzig Einbrüche in Gartenhütten, Kellerräumen und Firmengebäuden im Raum Lörrach, Weil am Rhein und dem benachbarten Riehen begangen hatte. Dabei ragte ein Einbruch mit anschließendem Diebstahl in Riehen/CH mit einem Schaden von etwa 15.000 Euro besonders heraus. Der Gesamtschaden samt Wert des Diebesgutes lag bei rund 60.000 Euro. Des Weiteren konnten im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität fünf Personen, die im Bereich Weil am Rhein mit Cannabis und Amphetaminen gedealt hatten, sowie über 70 Käufer der Drogen ermittelt werden. Für jeden dieser Betäubungsmittelkonsumenten wurde eine Meldung an die Führerscheinstelle vorgelegt. Eine Maßnahme, welche den Erwerb der Fahrerlaubnis für die zumeist jugendlichen Beschuldigten ernsthaft in Gefahr bringen könnte. Alle Eltern der noch minderjährigen Beschuldigten wurden zu einem persönlichen Gespräch aufgesucht und unterrichtet. Eine sehr zeitintensive, jedoch durchaus wichtige Arbeit, bei der es den Beamten vor allem darum ging, die Jugendlichen im Beisein ihrer Eltern für die Risiken im Zusammenhang mit dem Konsum von Betäubungsmitteln zu sensibilisieren.

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