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07.07.2015 – 15:35

Polizeipräsidium Aalen

POL-AA: Remshalden/B 29: Aufwendig manipulierte Fahrerdaten sollten Polizei täuschen und langes Fahren ermöglichen. Die Rems-Murr-Polizei ließ sich nicht täuschen und ermöglichte langes Stehen

Remshalden/Rems-Murr-Kreis (ots)

Die Verkehrspolizei deckte bei einer ihrer Routinekontrollen entlang der Hauptverkehrsstrecken unter andrem gravierende und für die Täter schwerwiegende Manipulationen an einem rumänischen Sattelzug auf.

Den Verkehrsüberwachungsspezialisten fielen am vergangenen Donnerstag auf dem Parkplatz Winterbach zunächst verschiedene technische Verstöße an dem 40-Tonner auf. So war die Ladung im voll beladenen Auflieger nicht ausreichend gesichert, das Fahrzeug war zu hoch und auf einer Achse waren alle Stoßdämpfer wirkungslos. Alle drei Mängel reichten einzeln aus, um die Weiterfahrt untersagen zu müssen. Bei der weiteren Begutachtung fiel den Polizeibeamten auf, dass zudem verschiedene Geschwindigkeitsübertretungen stattgefunden hatten und der Fahrer sehr konsequent gegen die Lenk- und Ruhezeit-Regelungen verstoßen hatte. Den durchaus detailinteressierten Polizeibeamten fiel bei der Durchsicht des elektronischen Fahrtaufschriebs auf, dass von der fast 1700 Kilometer langen Strecke vom rumänischen Beladeort bis zur Kontrollstelle nur etwa 1200 Kilometer erfasst waren. Darauf angesprochen räumte der Fahrer eine einfache mechanische Manipulation ein, dem die erprobten Verkehrsüberwacher aber keinen Glauben schenkten. Sie veranlassten nun eine detaillierte Überprüfung in einer Werkstatt, bei der festgestellt wurde, dass der eigentliche Signalgeber für die elektronischen Aufschriebe nicht zur Kontrolleinheit passte. Auf entsprechenden Druck gab der rumänische Fahrzeughalter die Lage eines illegal eingebauten zweiten Signalgebers preis. Mit diesem per Funkfernsteuer zuschaltbaren Gerät konnten die elektronischen Daten nahezu nicht nachweisbar verändert werden (außer man schaut ganz genau hin, was hier bis zur Prüfung der Streckenlänge erfolgte). Um die zu erwartenden Strafen zu sichern, wurden von der zuständigen Staatsanwaltschaft Sicherheitsleistungen angeordnet, die für den 41-jährigen Fahrer bei 2000 Euro und für den Halter bei 6000 Euro lagen. Zudem darf die Zugmaschine erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn die manipulierte Anlage komplett ausgebaut und eine Anlage der neuen Generation eingebaut ist. Auch am Auflieger müssen alle Mängel behoben werden, bevor er wieder auf die Straße darf. Alles in allem werden wohl Werkstattkosten in einer hohen vierstelligen Höhe zusammen kommen. Derzeit stehen Zugfahrzeug und Auflieger noch in der Werkstatt. Ob das alles zusammen aber für die mittelgroße Spedition die schlimmste Folge ist, weiß man vorläufig nur dort, denn die anderen Fahrzeuge dieser Spedition werden künftig wohl nicht nur im Bereich des Präsidiums Aalen ganz genau unter die Lupe genommen werden.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Aalen
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 07361 580-107
E-Mail: aalen.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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