Polizeiinspektion Anklam

POL-ANK: Netz-Panik um Exhibitionisten führt zur Bedrohung und falscher Verdächtigung

Insel Usedom (ots) - Ein auf der Insel Usedom wohnhafter 32-jähriger Mann sieht sich seit Tagen massiven verbalen Angriffen von bislang noch unbekannten Tätern ausgesetzt. Er erstattete jetzt Anzeige wegen Bedrohung, übler Nachrede und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches gegen Unbekannt. Vorausgegangen waren gemachte Bilder von ihm in seinem grauen VW Golf mit VG-Kennzeichen, die durch noch unbekannte Personen in Chat-Gruppen wegen des Vorwurfs ein "Kinderschänder" und "Exhibitionist" zu sein, eingestellt und in der Folge vielfach geteilt wurden. Offensichtlich meinen jetzt einige Personen zudem noch, gestützt auf diffuse Quellen, Selbstjustiz üben zu müssen. Die Folgen für den hier unbescholtenen Mann, gegen den die Polizei in keiner Weise ermittelt, sind für ihn und sein unmittelbares Lebensumfeld fatal. Wie bereits in den lokalen Medien, wie in der Ostsee-Zeitung und im Nordkurier, berichtet, hielt die Polizei am 08. Juni 2018 gegen einen auf der Insel Usedom zurzeit wohnhaften 28-jährigen Mann, der früher exhibitionistische Handlungen in Wolgast begangen hat, eine Gefährderansprache. Diese Person weiß um den Kontrolldruck der Polizei und sie zeigt sich kooperativ. Zu Straftaten gegenüber Kindern ist es zudem nicht gekommen. Zu prüfen wird sein, ob strafrechtliche Konsequenzen für die Personen drohen, die die Daten/Fotos eingestellt und verbreitet haben. Einmal mehr zeigt sich mit diesem Fall, wie wichtig es ist, sich auch in den sozialen Netzwerken im Interesse aller Nutzer verantwortungsvoll zu bewegen.

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