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11.08.2016 – 14:12

Polizeipräsidium Rostock

POL-HRO: Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz - "Spice": Polizei durchsucht mehrere Objekte

Rostock (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung der

Staatsanwaltschaft Rostock
     - Pressestelle -
Doberaner Straße 116
18057 Rostock

KONTAKT:	Harald Nowack  
TELEFON:	0381 / 4564240
TELEFAX:        0381 / 4564276  
E-MAIL:	Pressesprecher@sta-rostock.mv-justiz.de
	Presse.StARostock@googlemail.com
INTERNET:www.mv-justiz.de/pages/staatsanwaltschaften/sta_hro.htm

und des

Polizeipräsidiums Rostock
    - Pressestelle -
Straße der Demokratie 1
18196 Waldeck 

KONTAKT:	Sophie Pawelke 
TELEFON:	038208/8882041
TELEFAX:	038208/8882006 
E-MAIL:pp-hro@gmx.de 
INTERNET:	www.polizei.mvnet.de





Verdacht des  Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz - "Spice":
Polizei durchsucht mehrere Objekte
 

Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz 
und der mehrfach gefährlichen Körperverletzung hat die 
Staatsanwaltschaft Rostock gemeinsam mit den 
Kriminalpolizeiinspektionen Rostock und Schwerin sowie dem 
Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern am heutigen Donnerstagmorgen
mehrere Objekte durchsucht. Neben Geschäftsräumen waren auch 
Wohnungen in Rostock und Wismar betroffen.

Verdächtigt wird ein 29 Jahre alter Wismaraner, der in Rostock zwei 
sogenannte Headshops betreibt. Dort verkauft er "Badesalze" und 
"Räuchermischungen" - auch als "Spice" bekannt -, bei denen es sich 
um "Neue psychoaktive Substanzen" (NPS) handelt. 

Ihm wird vorgeworfen, in mehreren Fällen durch die Beibringung von 
Giften oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen eine andere Person
an der Gesundheit geschädigt zu haben. Darüber hinaus besteht der 
Verdacht, dass der 29-Jährige Betäubungsmittel an Personen unter 18 
Jahren abgegeben sowie gewerbsmäßig mit Betäubungsmitteln unerlaubt 
Handel betrieben hat. Der Beschuldigte ist nach aktuellen 
Erkenntnissen ein führendes Mitglied im Rocker-Milieu. 

Neue psychoaktive Substanzen gehören zu den sogenannten Legal Highs. 
Sie werden als Ersatz für Marihuana und Haschisch vertrieben, wobei 
diese Stoffe synthetische Cannabinoide enthalten, die vergleichbare, 
aber immer öfter wesentlich höhere Wirkungen erzielen. Ein Merkmal 
der NPS ist die teils fehlende Deklarierung, die eine genaue 
Zusammensetzung der Stoffe für den Konsumenten nicht ersichtlich 
macht. Bei den Ermittlungen im Vorfeld der Durchsuchungen sind bei 
Stichproben synthetische Cannabinoide festgestellt worden, die seit 
der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zum 01.06.2016 teilweise 
diesem unterstellt sind. 

Bei Jugendlichen bzw. Heranwachsenden kann der Konsum dieser Stoffe 
zu schwerwiegenden, teils tödlichen Beeinträchtigungen führen. In 
Deutschland sind in den vergangenen Jahren nachweislich mehrere 
Personen an dem Konsum von NPS-Produkten gestorben (2015 insgesamt 39
Menschen). In Mecklenburg-Vorpommern  waren es in diesem Jahr bisher 
drei Personen. Allein in Rostock wurden in der Vergangenheit vier 
Sachverhalte angezeigt, bei den 14- bis 15-jährige Schüler über 
Vergiftungserscheinungen klagten und ärztlich betreut werden mussten.
In diesen Fällen wurden die NPS beim oben genannten Tatverdächtigen 
erworben. 

Diese Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit 
Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 15 Jahren, die gefährliche 
Körperverletzung nicht unter sechs Monaten bestraft.

Dem Gewerbeamt Rostock sind im Vorfeld der Maßnahmen alle 
maßgeblichen Umstände mitgeteilt worden, welche eine Überprüfung der 
für Gewerbetreibende erforderlichen Zuverlässigkeit ermöglichen.

Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial 
sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an. 

Staatsanwaltschaft Rostock
- Pressestelle -
Doberaner Straße 116
18057 Rostock

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TELEFON: 0381 / 4564 - 240
TELEFAX: 0381 / 4564 - 276
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