Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern

IM-MV: Zivilschutzkonzept des Bundes/ Innenminister Caffier: Keine Panikmache, sondern notwendige Vorkehrung für den Fall der Fälle

Schwerin (ots) - Innenminister Lorenz Caffier hat die heute von der Bundesregierung beschlossene "Konzeption Zivile Verteidigung" als notwendige Anpassung und Vorkehrung für den Fall der Fälle ausdrücklich begrüßt. "Das neue Zivilschutzkonzept gibt Antwort auf die Herausforderungen der neuen Zeit. Es ist eine notwendige Anpassung an unsere heutige Lebenswirklichkeit und diese hat sich nun einmal in den letzten 20 Jahren deutlich verändert. Unsere Versorgungssysteme und Ressourcen sind angreifbarer geworden, digitale Vernetzung ist z.B. aus der Wasser- oder Stromversorgung nicht mehr wegzudenken. Das macht unsere moderne Infrastruktur verwundbar. Man hat sich daran gewöhnt, dass der Strom aus der Steckdose und das Wasser aus dem Wasserhahn kommen, das Gas und Fernwärme vorhanden sind. Aber was, wenn diese nützlichen Errungenschaften des Alltages nicht mehr funktionieren, und das über einen längeren Zeitraum? Je moderner eine Gesellschaft wird, desto abhängiger ist der einzelne Mensch von der Funktionsfähigkeit dieser Standards. Mit der Zeit verlernt der Mensch sich in bestimmten Situationen selbst zu helfen, deshalb wurde im Konzept auch die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung angesprochen", sagte Innenminister Lorenz Caffier. "Allerdings ist die private Vorsorge keinesfalls das Kernstück des Notfallplans, sondern lediglich Teil eines ganzen Maßnahmebündels. Es geht vielmehr darum, Vorkehrungen für den Katastrophenfall zu treffen und die öffentliche Vorsorge voranzubringen. So ist zum Beispiel vorgesehen, dass das THW schneller und mit mehr Personal zum Einsatz gebracht wird.

Mit dem neuen Zivilschutzkonzept soll es in der Zukunft auch leichter sein, die Bevölkerung zum Beispiel durch Lautsprecher, Rundfunk, Fernsehen und SMS zu warnen. Besonders das auf Bundesebene und in Mecklenburg-Vorpommern vorhandene Modulare Warnsystem (MoWaS) mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App (kurz Warn-App NINA) wird dieser Aufgabe zunehmend gerecht.

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat sich bereits mit der Überarbeitung des Landeskatastrophenschutzgesetzes und der Anpassung und Neuausrichtung des Katastrophenschutzkonzeptes auf die neuen Herausforderungen eingestellt, z.B. durch den Ausbau eines Katastrophenschutzlagers mit entsprechender Bevorratung (Feldbetten, Matratzen, Schlafsäcke, Hygieneartikel u.a.) und die geplante Einrichtung einer Geschäftsstelle "Kritische Infrastrukturen". Außerdem wird die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz zu einem Kompetenzzentrum ausgebaut.

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