Westdeutsche Zeitung: Zentralrat der Muslime kritisiert Düsseldorfer Karnevalszug scharf

Düsseldorf (ots) - Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat eine islam-kritische Darstellung im Düsseldorfer Rosenmontagszug als "Vorurteil" und "platte Lüge" zurückgewiesen. ZMD-Generalsekretär Aiman Mazyek sagte der in Düsseldorf erscheinenden "Westdeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe), der Islam werde als "Negativfolie benutzt, um Aufmerksamkeit zu erregen". Ein Mottowagen des Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly zeigt zwei bis an die Zähne bewaffnete Mullahs. Beide sehen exakt gleich aus, nur vor einem steht "Klischee", vor dem anderen "Wirklichkeit". Mazyek sieht darin eine "Provokation um der Provokation willen". Er frage sich, was der Wagen darstellen solle: "Ich lese die Botschaft so: Wir lieben unsere Vorurteile und verfestigen sie notfalls mit platten Lügen." Mazyek zeigte sich aber sicher, dass "die Mehrheit der Jecken nicht dafür ist, dass Islamverachtung salonfähig gemacht wird". Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Westdeutsche Zeitung Dr. Alexander Marinos Ressortleiter Nachrichten/Politik Telefon: 0211/ 8382-2358 redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de

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