Die Wahrheiten zu den angeblichen Todsünden bei der Rente in BILD

Berlin (ots) - Die Deutsche Rentenversicherung nimmt zu den angeblichen Todsünden in der heutigen Ausgabe von BILD wie folgt Stellung: Die Rentenversicherung ist gar kein Spartopf Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Umlageverfahren, d. h., dass die Beitragszahler von heute für die Rentner von heute aufkommen. Dieses System ist keine Todsünde, sondern hat sich im Laufe der fast 120-jährigen Geschichte der gesetzlichen Rentenversicherung auch in schwierigen Zeiten (Inflation, Nachkriegszeit, Wiedervereinigung) bewährt und die Rentenzahlung gesichert. Gerade bei der Wiedervereinigung hat sich das umlage-finanzierte Rentensystem bewährt. Nur so war es möglich, für fast vier Millionen Ostrentner kurzfristig die Rentenzahlung zu übernehmen. Zu lange zu hohe Renten Auch die Rentner sollen in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs an dieser Entwicklung teilhaben. Deshalb ist ein wichtiger Faktor der Rentenanpassung die Berücksichtigung der Lohnentwicklung. Dass die Rentenanpassung von der Bild-Zeitung als Todsünde bezeichnet wird, verwundert sehr. Ansonsten kritisiert BILD bei jeder Gelegenheit die fehlende Rentenanpassung. Wer künftige Beitragszahler in die Welt setzt, wird nicht belohnt Kindererziehung wird in der gesetzlichen Rentenversicherung in erheblichem Umfang honoriert. So werden jetzt Kindererziehungszeiten von drei Jahren anerkannt. Bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres des Kindes werden Berücksichtigungszeiten anerkannt, eine Teilzeitbeschäftigung oder die zeitgleiche Erziehung von zwei oder mehr Kindern wird zusätzlich rentensteigernd berücksichtigt. Dadurch können Eltern zusätzlich Rentenansprüche erhalten, für die andere Versicherte bis zu 30.000 Euro Beitrag zahlen müssten. Die Aussage von BILD ist also falsch. Auch Besserverdienende wurden 1968 in die Versicherung gezwungen und belasten die Rentenkasse am stärksten Besserverdienende zahlen nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze Beiträge auf ihr Arbeitsentgelt. So wird auch die mögliche Höchstrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung begrenzt. Von einer Belastung der Renten-kassen kann keine Rede sein. Die Versichertengemeinschaft profitiert gerade von hohen Beitragszahlungen. Die Aussage von BILD ist also falsch. Das Umlagesystem wird nach 1990 auf die neuen Länder übertragen und nicht aus Steuern finanziert Das ist falsch. Was BILD scheinbar nicht bekannt ist: Die vereinigungsbedingten Mehrausgaben werden auch aus Bundeszuschüssen, also aus Steuergeldern finanziert! Die Politiker haben die Überalterung zu spät berücksichtigt Die vielfältigen Rentenreformen seit Anfang der 90er Jahre und die aktuell anstehende Reform "Rente mit 67" dienen gerade dazu, die Rentenversicherung langfristig zukunftsfest zu machen. Unabhängige Wirtschaftsinstitute bestätigen, dass die Rentenversicherung ihre Hausaufgaben gemacht hat. Die Berichterstattung der Bild-Zeitung zur Rente scheint nur noch ein Ziel zu haben: Die gesetzliche Rentenversicherung zu diskreditieren und mit Halbwahrheiten Angst in der Bevölkerung zu schüren. Pressekontakt: Redaktion Dr. Dirk von der Heide Tel: 030-86589178 Fax.: 030-86589425 Mail: pressestelle@drv-bund.de

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