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    <title>Presseportal.de - Audio</title><link>http://www.presseportal.de/audio</link>
    <description>ots.Audio - Aktuelle Audiobeiträge aus Unternehmenskommunikation und Marketing. ots.Audio ist ein Service der dpa-Tochter news aktuell, der Schnittstelle zwischen Pressestellen und Medien.</description>
    
    
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    <pubDate>Mon, 13 Sep 2010 09:00:05 +0200</pubDate>
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      <title>ots.Audio: ots.Audio. Deutscher Umweltpreis 2010 - die Preisträger</title>
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      <description>ots.Audio: ots.Audio. Deutscher Umweltpreis 2010 - die Preisträger: Anmoderation: Engagement für den Klimaschutz und die Umwelt wird jedes Jahr von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt belohnt - mit dem Deutschen Umweltpreis. Mit einer halben Million Euro ist er der höchstdotierte Umweltpreis Europas. Diesmal geht er an Forscher und Unternehmen in Herzogenrath bei Aachen, in Freiburg und an einen ziemlich prominenten Politiker in Russland. Die Preise übergibt am 31. Oktober in Bremen Bundespräsident Christian Wulff. Katrin Müller berichtet. Beitrag: Der Deutsche Umweltpreis schafft aber nicht nur materielle Anreize, für den Umweltschutz zu forschen und sich zu engagieren - die Preisträger empfinden die Auszeichnung vor allem als große Ehre  - so diesmal auch Dr. Winfried Barkhausen und Edwin Büchter, Gründer der Firma Clean-Lasersysteme in Herzogenrath bei Aachen. Sie haben eine Lasertechnik entwickelt, mit der man mithilfe von Licht Oberflächen umweltfreundlich reinigen kann. Edwin Büchter dazu, wie das Unternehmer-Duo die Nachricht aufgenommen hat: (O-Ton 1: Edwin Büchter): &quot;Die Freude war natürlich riesig. Wir wussten erst gar nicht so richtig, was uns widerfahren war. Der erste Gedanke war natürlich, dass wir es unbedingt mit unseren Mitarbeitern, unserem Team teilen müssen, weil die auch wesentlichen Anteil an dem Ganzen gehabt haben, und wir uns letztendlich als &quot;Leitwölfe&quot; verstehen, die das dann umgesetzt haben.&quot; (17 Sek.) Ja und wie es zu der Idee gekommen ist, einen Laser gewissermaßen zum Putzwerkzeug zu machen - das erklärt jetzt Dr. Winfried Barkhausen: (O-Ton 2: Dr. Winfried Barkhausen): &quot;Die Idee ist eigentlich schon frühzeitig entstanden, wo die Frage nach einer sehr schonenden Oberflächen-Reinigungstechnologie gestellt wurde. Damals gab es noch keine Gerätetechnik, um das in die Tat umzusetzen. Wir sind damals als Pioniere hingegangen, haben Gerätetechnik entwickelt, die es erlaubt, unter anderem im handgeführten Betrieb Oberflächen sehr schonend und umweltgerecht zu reinigen.&quot; (25 Sek.) Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt aber nicht nur Unternehmen bei ihren Umweltinnovationen, sondern belohnt zum Beispiel auch langjähriges Engagement im Umweltschutz. Deshalb geht der Deutsche Umweltpreis in diesem Jahr auch an Dr. Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung des Ökoinstituts in Freiburg - er kämpft schon seit den 70er Jahren für die Umwelt: (O-Ton 3: Dr. Rainer Grießhammer): &quot;In den 70er Jahren war ja die Umweltbelastung sehr hoch. Die Älteren werden sich daran erinnern: Sehr hohe Verkehrsbelastungen, wilde Mülldeponien, usw. Dagegen wollte ich mich wehren. Ich selbst bin ja Naturwissenschaftler, habe Chemie studiert. Und ich hatte dann noch das große Glück, das Öko-Institut kennen zu lernen, wo ich seitdem arbeite. Ich war damals Mitglied - das Öko-Institut ist ja ein Verein, in dem man Mitglied werden kann - und da bin ich beim Öko-Institut geblieben, und da haben wir uns gegenseitig befruchtet.&quot; (37 Sek.) Ja und deshalb wird er inzwischen auch gern als &quot;Leitfuchs&quot; des Freiburger Öko-Instituts bezeichnet. Darüber hinaus ist Rainer Grießhammer unter anderem Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung beim Thema Globale Umweltveränderungen, der Stiftung Warentest oder dem Kuratorium von Utopia, dem Internetportal für strategischen Konsum - und unter www.ecotopten.de können wir Verbraucher auch immer nachschauen, welche Haushaltsgeräte oder Autos derzeit am umweltfreundlichsten sind. Auch Dr. Grießhammer hat sich über den Deutschen Umweltpreis sehr gefreut: (O-Ton 4: Dr. Rainer Grießhammer): &quot;Ja das ist natürlich eine riesige Auszeichnung - sowohl für mich, als auch für das Öko-Institut. Der Deutsche Umweltpreis kommt ja sowohl von der internationalen Bedeutung, als auch von der Preishöhe sozusagen gleich nach dem Nobelpreis. Und dass auch noch Michail Gorbatschow für seine Naturschutzstiftung mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden ist, und ich mit ihm dann auf der gleichen Bühne stehe, ist nochmal toll.&quot; (26 Sek.) Ja und damit hat Dr. Grießhammer auch den diesjährigen Ehrenpreisträger verraten - es ist der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow. Er wird für sein internationales Umweltschutzengagement geehrt. Hätte es ihn nicht gegeben, wären die sowjetischen Truppen nicht aus Deutschland abgezogen und hätten übrigens auch riesige ehemals als Militärflächen genutzte Naturareale nicht freigegeben. Heute ist Gorbatschow Schirmherr für das &quot;Grüne Band&quot;, Vorsitz der Umweltschutzorganisation &quot;Green Cross International&quot;. Außerdem hat er eine Stiftung für Nachhaltigkeitsprojekte. Forscher, Unternehmer und Politiker, die mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet werden, nutzen das Preisgeld meist für die Entwicklung neuer Ideen - für sie ist die Auszeichnung aber vor allem auch eine ungeheure Motivation, weiter für den Umweltschutz zu kämpfen und zu arbeiten. Extra-O-Töne: 1. Edwin Büchter, Gründungsmitglied der Firma Clean-Lasersysteme in Herzogenrath 2. Dr. Winfried Barkhausen, Gründungsmitglied der Firma Clean-Lasersysteme in Herzogenrath 3. Dr. Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung des Ökoinstituts in Freiburg 4. Dr. Rainer Grießhammer ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. Pressekontakt: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
An der Bornau 2
49090 Osnabrück

Tel.:     0541/9633521
Fax:      0541/9633198
E-Mail:   fg.elpers@dbu.de
Internet: http://www.dbu.de</description>
      <itunes:subtitle>ots.Audio: ots.Audio. Deutscher Umweltpreis 2010 - die Preisträger</itunes:subtitle>
      <author>ots.Audio@newsaktuell.de</author>
      <itunes:author>Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)</itunes:author>
      <pubDate>Mon, 13 Sep 2010 09:00:05 +0200</pubDate>
      <category>Politik</category>

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      <title>ots.Audio: Der Deutsche Umweltpreis 2009 - die Preisträger</title>
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      <description>ots.Audio: Der Deutsche Umweltpreis 2009 - die Preisträger: Anmoderation:

   Auch in diesem Jahr vergibt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt 
wieder den Deutschen Umweltpreis. Mit einer halben Million Euro ist 
er der höchstdotierte Umweltpreis Europas. Diesmal werden insgesamt 
vier Personen aus den Bereichen Forschung, Wirtschaft und 
Umweltaktivismus ausgezeichnet. Die Preisträger kommen aus 
Neckargemünd, Neuenrade, Rheinbach und Bremen.
Mehr dazu von Katrin Müller

   Beitrag
Ob globaler Klimaschutz oder umweltgerechte Landwirtschaft vor der 
Haustür - die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert seit Jahren vor 
allem kleine und mittlere Betriebe bei der praktischen Lösung von 
Umweltproblemen. Mit dem Deutschen Umweltpreis will die Stiftung 
einen Anreiz für ökologische Innovationen setzen. Und so geht der 
Preis in diesem Jahr unter anderem an Petra Bültmann-Steffin von der 
Bültmann GmbH im nordrhein-westfälischen Neuenrade und Carsten Bührer
von Zenergy Power in Rheinbach bei Bonn. Petra Bültmann-Steffin über 
das Projekt:

   (O-Ton 1: Petra Bültmann-Steffin): &quot;Der Supraleiter ist im Grunde 
ein Kabel, das ohne Stromverlust funktioniert - also, Strom 
transportiert und diese Supraleiter haben wir in der Maschine 
verwendet, um die es hier geht - um den Erwärmungsofen für 
Metallbolzen, und durch die Verwendung dieser neuen Technologie wird 
für unsere Kunden pro Jahr mit einem Ofen der Strom von 400 
Haushalten gespart wird.&quot; (24 Sek.)

   Und dass ihnen die Entwicklung der 
Hochtemperatur-Supraleiter-Technik in diesem Jahr den Deutschen 
Umweltpreis beschert - darüber war die Freude bei den beiden 
Unternehmer natürlich groß. Carsten Bührer:

   (O-Ton 2: Carsten Bührer): &quot;Für uns war die Nachricht, dass wir 
den Umweltpreis erhalten haben, eine unglaublich erfreuliche 
Nachricht. Sowohl Frau Bültmann als auch ich waren zu dem Zeitpunkt, 
als wir die Nachricht erhalten haben, bei einem Kunden. Wir haben uns
unglaublich gefreut. Ich denke, dass es für die Technologie, die wir 
haben, eine gewaltige Auszeichnung ist, die widerspiegelt, was diese 
Technologie für Kunden, aber auch für die Umwelt tun kann, für uns 
Menschen - und das hat uns natürlich gewaltig begeistert.&quot; (30 Sek.)

   Weiterer Preisträger ist in diesem Jahr der dänische Forscher Bo 
Barker Jørgensen vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in 
Bremen. Jørgensen untersucht vor allem Mikroorganismen und ihre 
Aktivitäten im Meer, beziehungsweise auf dem Meeresboden. 
Ausgezeichnet wird er für ein Projekt, in dem er mit einem Team die 
Bildung von Methan-Gas auf dem Meeresgrund untersucht hat. Methan 
gilt als klimaschädlich. Jørgensens Forschungsergebnisse werden dabei
als wichtiger Schritt für die weltweite Klimaforschung gesehen -und 
auf seine Arbeit und natürlich auch den Preis ist Professor Jørgensen
ziemlich stolz:
(O-Ton 3: Bo Barker Jørgensen): &quot;Die Neuigkeit war eine große 
Überraschung. Ich kann es immer noch kaum glauben. Ich freue mich 
sehr. Vor allem ist das eine große Anerkennung unseres 
Forschungsgebietes. Wir erforschen ja die grundlegenden Prozesse in 
der Natur, die Vielfalt der Mikroorganismen. Wir finden, dass diese 
Forschung eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass wir unsere 
Umwelt verstehen, auch dass wir sie verantwortungsvoll verwalten 
können. Ich finde, die Grundlagenforschung ist dafür eine wichtige 
Voraussetzung, und da finde ich, dass diese Auszeichnung auch ein 
Signal ist, dass man das anerkennt.&quot; (30 Sek.)

   Der Deutsche Umweltpreis wird in diesem Jahr aber nicht nur im 
Bereich Umwelttechnologie und Klimaforschung vergeben, sondern auch 
für politisches Engagement im Umweltschutz. Ausgezeichnet wird 
diesmal auch Angelika Zahrnt aus Neckargemünd, Volkswirtin und 
Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland. 
Sie bekommt den Preis für ihren außergewöhnlichen Einsatz in der 
Nachhaltigkeitsdebatte. Und so hat Angelika Zahrnt auf die 
Auszeichnung reagiert:

   (O-Ton 4: Angelika Zahrnt): &quot;Das bedeutet eine große Anerkennung 
für meine langjährige Arbeit, mein Engagement in der Umweltbewegung. 
Deswegen habe ich mich sehr darüber gefreut. Ich glaube, dass mein 
ursprünglicher Schwerpunkt die ökologische Steuerreform war, an der 
ich ja wissenschaftlich gearbeitet habe, und das ganze dann Anfang 
der 90er Jahre zum politischen Thema gemacht habe - zusammen mit 
anderen Kollegen natürlich. Von daher war einer meiner Akzente oder 
Schwerpunkte, umweltökonomische Instrumente in die politische Debatte
einzubringen. Das war für einen Umwelt- und Naturschutzverband, der 
doch sehr stark aus dem Bereich des Naturschutzes gekommen ist,  
nicht selbstverständlich.&quot; (42 Sek.)

   Die Gewinner in diesem Jahr haben sich also alle sehr über den 
Preis gefreut und werden das Preisgeld auch für weitere 
Forschungsvorhaben verwenden - denn der Deutsche Umweltpreis ist eben
vor allem auch ein Anreiz, weiterzumachen - auch wenn es manchmal 
mühsam ist.

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.



Pressekontakt:
Franz-Georg Elpers
Pressesprecher

An der Bornau 2
49090 Osnabrück 
Telefon:  0541|9633521
Telefax:  0541|9633198
presse@dbu.de
www.dbu.de</description>
      <itunes:subtitle>ots.Audio: Der Deutsche Umweltpreis 2009 - die Preisträger</itunes:subtitle>
      <author>ots.Audio@newsaktuell.de</author>
      <itunes:author>Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)</itunes:author>
      <pubDate>Wed, 16 Sep 2009 08:00:02 +0200</pubDate>
      <category>Vermischtes</category>

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      <title>ots.Audio: &quot;Wir sehen uns als biologisches Gewissen der Industrie&quot;</title>
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      <description>ots.Audio: &quot;Wir sehen uns als biologisches Gewissen der Industrie&quot;: DBU-Interview mit diesjährigem Umweltpreisträger Holger Zinke - 
O-Töne auf www.dbu.de

   1. Teil: 00:00 - 09:31

   Osnabrück/Zwingenberg. Dem Gründer des Biotechnologie-Unternehmens
BRAIN AG im hessischen Zwingenberg, Holger Zinke (45), wird am 26. 
Oktober in Rostock der Deutsche Umweltpreis 2008 der Deutschen 
Bundesstiftung Umwelt (DBU) verliehen. Überreicht wird der Preis in 
der Stadthalle durch Bundespräsident Horst Köhler. Zinke teilt sich 
den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas mit dem 
Dekan der Donald Bren School für Umweltwissenschaft und -management 
der Universität Kalifornien in Santa Barbara, Prof. Dr. Erst Ulrich 
von Weizsäcker (69). Holger Zinke wird geehrt, weil er mit 
umweltfreundlichen biotechnologischen Verfahren chemische ersetzt und
verbessert. Er gilt als unternehmerischer Pionier der Biotech-Branche
in Deutschland. Die DBU hat mit ihm nach der Bekanntgabe der 
diesjährigen Umweltpreisträger gesprochen.

   DBU: Ihnen wird der Deutsche Umweltpreis in diesem Jahr verliehen.
Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

   Zinke: &quot;Zunächst glaube ich, dass ich stellvertretend für das 
Unternehmen und die Mitarbeiter stehe. Das Unternehmen ist ja 1993 
gegründet worden. Wir blicken insofern auf eine 15-jährige Historie 
zurück. Wir haben uns als eines der ersten Unternehmen auf das Thema 
&apos;Werkzeugkasten der Natur&apos; konzentriert, um von dort insbesondere 
Mikroorganismen, Enzyme, Biokatalysatoren und auch Naturstoffe 
herauszuholen und der Industrie zur Verfügung zu stellen. Das war 
unser Unternehmenskonzept, das wir 1993 aus der Taufe gehoben haben. 
Und in soweit sind wir sehr froh und ein Stück weit auch stolz, dass 
nun diese langjährige Arbeit ihre Würdigung mit so einem renommierten
Preis gefunden hat.&quot;

   DBU: Was macht die BRAIN AG konkret? Wie würden Sie z. B. Kindern 
Ihre Arbeit erklären?

   Zinke: &quot;Wenn ich vom &apos;Werkzeugkasten der Natur&apos; rede, müssen wir 
feststellen, dass die Natur wirklich ein hochkomplexes System ist. 
Und wir reden nicht über Millionen, sondern über Milliarden von 
Jahren Evolution, die die Lebewesen hervorgebracht haben. Die 
Lebewesen sind, jedes für sich genommen, auch sehr komplex, sehr 
spezialisiert, aber auch sehr leistungsfähig. Wenn man dann mit einem
Mikroskop in den Boden schaut, stellt man fest, dass dort Tausende 
und Abertausende von Mikroorganismen leben, die beispielsweise auch 
Stoffwechselprozesse wie die Kompostierung durchführen. Dafür 
benutzen die Mikroorganismen sogenannte Enzyme. Das sind eben kleine 
Katalysatoren, die in der Lage sind, beispielsweise Stärke,  Zucker 
oder Fette abzubauen und für ihren eigenen Stoffwechsel zu nutzen. 
Diese kleinen Enzyme, diese Biokatalysatoren aus den Mikroorganismen,
die haben auch eine industrielle Bedeutung. Man kann mit diesen 
Mikroorganismen und mit diesen Biokatalysatoren auch Chemikalien 
herstellen, die man beispielsweise zur Papier-, Textil- oder 
Waschmittelherstellung braucht. Die Aufgabe der BRAIN AG ist es, 
diese Moleküle nutzbar zu machen. Wir haben etwa 70 spezialisierte 
Mitarbeiter, die den ganzen Tag damit beschäftigt sind, aus den 
Mikroorganismen neue funktionsfähige Biokatalysatoren, Enzyme, aber 
auch Naturstoffe der Natur zu entlocken.&quot;

   DBU: Welchen Problemen stellt sich die BRAIN AG?

   Zinke: &quot;Das technische Problem, das wir haben, ist, dass die 
meisten Mikroorganismen im Boden so spezialisiert sind, dass man sie 
unter den sehr unnatürlichen Laborbedingungen nicht vermehren kann. 
Es war auch über lange Jahre das große Problem, solche 
Stoffwechselleistungen von Mikroorganismen überhaupt industriell 
nutzbar zu machen. Denn weniger als ein Prozent der Mikroorganismen, 
die in der Natur existieren, sind unter Laborbedingungen 
kultivierbar. BRAIN hat eine ganze Palette von Methoden und 
Technologien entwickelt, dieses Problem zu umfahren, indem wir uns 
von vornherein mit der genetischen Information dieser Mikroorganismen
beschäftigen. Es wird also nicht mehr versucht, die Mikroorganismen 
komplett aus dem Boden zu holen, das funktioniert nämlich nicht, weil
sie, wie gesagt, unter Laborbedingungen nicht kultivierbar sind. 
Sondern unsere Technik ist die Genominformation, die biologischen 
Baupläne dieser Enzyme direkt aus dem Boden lesbar und auch 
vermehrbar zu machen.&quot;

   DBU: BRAIN ist das Akronym Ihres längeren Firmennamens und heißt 
auf Deutsch Gehirn. Was steckt hinter diesem Wortspiel?

   Zinke: &quot;Es ist in der Tat ein Wortspiel. Allerdings muss ich mich 
entschuldigen, dass wir als deutsches Unternehmen einen englischen 
Namen benutzt haben, aber wir müssen einfach wahrnehmen, dass es eine
internationale Industrie ist. Ständig kooperieren wir mit vielen 
Unternehmen aus den USA und anderen Ländern. Die Sprache, die wir 
untereinander gebrauchen, unter Wissenschaftlern und 
Kooperationspartnern, ist das Englische. BRAIN hat natürlich die 
symbolhafte Bedeutung, dass wir uns ein bisschen als das biologische 
Gewissen der Industrie verstehen. Wir denken tatsächlich sehr stark 
nach, wie eine Problemlösung aussehen kann und wie wir diese der 
Industrie zur Verfügung stellen. Wenn wir sagen, wir denken nach, 
dann heißt das durchaus, dass wir experimentell versuchen zu belegen 
und wir irgendwann bei der Industrie mit einem Biokatalysator und 
einem neuen Enzym ankommen. Insofern ist das schon eine forschende 
Entwicklungstätigkeit, die sehr viel auch mit Gehirnschmalz zu tun 
hat.&quot;

   DBU: Sie sprachen es gerade an, das biologische Gewissen. Die 
Biotechnologie wird als Schlüsseltechnologie bezeichnet. Was kann sie
in dieser Funktion für den Umweltschutz tun?

   Zinke: &quot;Wir müssen ja sehen, dass viele Produkte, ob Konsumgüter 
oder Chemikalien, die produziert und eingesetzt werden, ganz häufig 
wiederum biologische Materialien sind. Waschmittel, Textilien oder 
auch Papier - alle diese Produkte sind eigentlich biologische 
Produkte. Wenn wir beispielsweise eine Textilie reinigen, aus 
Baumwolle oder aus Seide, stellen wir fest, dass Seide ein Protein, 
ein biologischer Stoff ist und Baumwolle auch. Wenn dann diese Stoffe
verunreinigt sind, dann sind sie auch ganz überwiegend durch 
biologische Stoffe wie Gras, Fett oder Eis verunreinigt. Das 
bedeutet, wir haben es eigentlich mit einem rein biologischen 
Trennproblem zu tun. Wir wollen die biologische Faser oder die 
biologische Oberfläche von einer biologischen Anschmutzung befreien. 
Insofern macht es durchaus Sinn, sich wieder der Biologie zu 
bedienen, weil die Mikroorganismen in der Lage sind, Fette, Stärke 
oder Eiweiße abzubauen. Es zeigt diese Kreativität der Natur, 
biologische Fragestellungen zu lösen. Und so ist das eben auch im 
Waschmittelbereich, dass man eine biologische Faser mit einem 
biologischen Enzym, zum Beispiel Stärke, abbaut und so einen Fleck 
reinigen kann.

   Deswegen ist die Begrifflichkeit der chemischen Reinigung 
eigentlich unangemessen. Man kann mit einem biologischen System viel 
leichter, gezielter, umweltschonender reinigen. Wir brauchen dort 
keine Lösungsmittel, die im Zweifel schwer biologisch abbaubar sind 
oder sonst nachteilige Eigenschaften haben. Wir machen das alles im 
wässerigen System, in einer Waschlauge, die eigentlich im 
Wesentlichen aus Wasser besteht. Aus wenigen Milligramm Enzymen. 
Diese Enzyme sind eben Biokatalysatoren. Und ein Katalysator zeichnet
sich dadurch aus, dass er aktiv ist, ohne sich selbst zu verbrauchen.
In der Theorie ist er unendlich aktiv. Wir brauchen ganz geringe 
Mengen dieses Katalysators, um den Schmutz von einer Faser 
abzubringen.

   Der Mensch umgibt sich eigentlich im Wesentlichen mit biologischen
Materialien, mit Textilien aus Baumwolle, Blusen aus Seide, Schuhen 
aus Leder. Das bedeutet, alle diese biologischen Produkte können 
eigentlich auch mit biologischen Verfahren veredelt werden.

   In der Vergangenheit standen nur chemische Möglichkeiten zur 
Verfügung. Die chemische Industrie, die eine traditionelle, 
klassische Technologie ist, und die Industrie, die die klassische 
Technologie verwendet, sind jetzt angekommen im Zeitalter, in dem 
sich auch die Chemieindustrie langsam biologisiert. Es stehen jetzt 
eben Möglichkeiten zur Verfügung, diese Mikroorganismen nutzbar zu 
machen. Das ging vor zehn Jahren nicht, vor 50 Jahren erst recht 
nicht. Heute finden vielleicht gerade mal 100 Mikroorganismen in der 
Industrie Verwendung. Und in einem einzigen Gramm Boden sind schon 
5000 verschiedene Mikroorganismen. Im Bioarchiv der BRAIN, sozusagen 
unsere Schatztruhe, da sind zigtausende Mikroorganismen und dazu noch
Milliarden von Genen, die für solche Enzyme und Katalysatoren den 
Bauplan darstellen. Das bedeutet: Dieser Werkzeugkasten der Natur ist
unendlich groß. Wir stehen eigentlich gerade erst am Anfang der 
Nutzung dieses Werkzeugkastens.

   DBU: Sie sagten gerade, Biotechnologie steht noch ganz am Anfang. 
Was wird denn künftig noch durch sie möglich sein?

   Zinke: &quot;Methodisch hat sie gerade eine ganz große Hürde genommen, 
weil letztlich dieser Werkzeugkasten wie ein offenes Buch vor uns 
liegt. Wir müssen auf der anderen Seite sehen, dass es natürlich sehr
gute chemische Produkte und effiziente Produktionsverfahren in der 
etablierten Industrie gibt. Da ist jetzt die Frage, wie schnell die 
Biologisierung der Industrien tatsächlich zustande kommt. Da gehen 
die Expertenmeinungen auch auseinander. Es gibt Experten von 
McKinsey, die sagen, dass im Jahr 2010 ungefähr sieben Prozent der 
Chemieproduktion mittelbar oder unmittelbar von der Biotechnologie 
abhängen. Und es gibt weitere Prognosen, dass im Jahr 2030 ungefähr 
ein Drittel der Industrieproduktion von der Biologie abhängen. Die 
Frage ist, wie groß die Umsetzungsgeschwindigkeit ist. Wie schnell 
sich eine Industrie diesem Wandel unterziehen kann, hängt natürlich 
von vielen Dingen ab: der Bereitstellung von Technologien und 
natürlich auch der Bereitstellung von Geld, denn die Umstellung von 
Verfahren ist letztlich als eine Investition zu betrachten. Es hängt 
auch übergreifend von volkswirtschaftlichen Themen ab, ob eine 
Industrie sich eben so schnell wandeln kann. Es gibt ein 
holländisches Chemieunternehmen, das bereits heute 30 Prozent seiner 
Produkte auf Basis von Biotechnologie herstellt. Es gibt andere 
Unternehmen, wo dieser Anteil der Produktion eben nur zwei oder drei 
Prozent beträgt. Es wird jetzt in der Zukunft einen gewissen 
Wettbewerb geben, der Standorte, der Industrien.

   Wir sind ganz froh, dass die europäischen Unternehmen, der 
europäische Standort, der deutsche Standort, sehr gut ausgerichtet 
sind. Wir haben hier eine sehr starke und traditionell exzellente 
mikrobiologische Forschung. Viele Weltklasse-Mikrobiologen sind 
Deutsche oder arbeiten in Deutschland. Wir haben auf der anderen 
Seite eine sehr aufnahmefähige chemische Industrie, die sich jetzt 
dieses Thema tatsächlich auch zu Eigen macht.  Beispielsweise 
Evonik-Degussa und BASF haben da sehr viel Geld in die Hand genommen,
um das Thema &quot;Weiße Biotechnologie&quot; für sich selbst nutzbar zu 
machen. Wir haben es in der Chemieindustrie tatsächlich mit einer 
positiven Innovationskultur zu tun. Auf der anderen Seite gibt es 
solche Unternehmen wie BRAIN, die die Technologien entwickelt haben, 
bereithalten und auch auf Wachstumskurs sind.

   Tatsächlich müssen wir sehen, dass in den USA das Thema 
Ressourceneffizienz und Energieeffizienz mit diesem biotechnischen 
Ansatz erst in den letzten zwei Jahren Rückenwind bekommen hat. In 
Deutschland dagegen ist man schon länger dabei. Prozesse zu 
optimieren und biologische Lösungen zu finden, waren schon immer 
Themen in Deutschland. Umweltschutz und die nachhaltige Aufstellung 
von Unternehmen sind Themen, die man im alten Europa sehr häufig 
findet. Insofern haben wir tatsächlich einen Wettbewerbsvorteil. Das 
ist nicht in allen Biotechnologiebereichen der Fall. In der 
Pharmabiotechnologie beklagen wir immer einen Entwicklungsrückstand 
von zehn bis 15 Jahren gegenüber den US-amerikanischen biotechnischen
Pharmaunternehmen. Das ist in  der &apos;Weißen Biotechnologie&apos; definitiv 
nicht der Fall. Da sind wir absolut auf Augenhöhe, vielleicht sind 
wir sogar ein Stück weit vorn.&quot;

   2. Teil: 00:00 - 06:31

   DBU: In den 90er Jahren haben Sie ihr Unternehmen BRAIN AG 
gegründet. Dies war allerdings noch zu einer Zeit, als nur wenige 
Leute mit dem Wort &apos;Weiße Biotechnologie&apos; etwas anfangen konnten. 
Damals gab es ja noch wenige universitäre Ausgründungen und 
Venture-Kapital war auch kaum verfügbar. Weshalb haben Sie trotzdem 
1993 das Unternehmen gegründet?

   Zinke: &quot;Es war sogar noch schlimmer. Selbst der Begriff des 
Venture-Kapitals war eigentlich nicht bekannt. Es war in der Tat eine
gewisse Steinzeit, auch wenn es erst 16 Jahre her ist, dass die Firma
Höchst die erste biotechnologische Anlage für das Insulin 1992 in 
Betrieb genommen hat. Damals war es wirklich eine sehr ursprüngliche,
eine Pionierzeit. Und in der Tat waren wir getrieben von dem 
Gedanken, dass es über die Beschäftigung mit diesen Themen im Labor, 
im akademischen Umfeld auch noch ein größeres Rad gibt, das man 
drehen kann und soll. Wir haben damals durchaus gesehen, dass die 
Industrie aus sich heraus diese Technologien nicht entwickeln wird. 
Es gab damals sehr intensive politische Diskussionen, ob wirklich die
technische Biologie an diesem Standort entwickelt werden kann oder 
nicht. Wir haben uns damals auf den Nichtpharmaaspekt fokussiert, 
eben diesen industriellen Aspekt. Der Begriff der &apos;Weißen 
Biotechnologie&apos; war noch nicht erfunden. Das geschah erst im Jahr 
2003. BRAIN hat dann versucht, sehr stark auf Kooperationen zu 
setzen, weil kein Gründungskapital zur Verfügung stand. Wir haben von
vornherein darauf gesetzt, das Ganze zusammen mit Unternehmen aus der
Chemieindustrie und der Konsumgüterindustrie zu entwickeln, also auf 
partnerschaftliche Konzepte gesetzt. Wir haben also klassisch ein 
mittelständisches Modell etabliert mit einer ganz speziellen 
Unternehmenskultur. Die hat  zum Beispiel dazu geführt, dass wir 
1996, als wir aus Darmstadt weggezogen sind, nicht etwa in irgend ein
Industriegebiet oder in einen relativ anonymen Technologiepark 
gezogen sind, sondern dass wir uns damals ein denkmalgeschütztes 
Industriegebäude im Bauhausstil gekauft haben und dort unsere Labore 
eingerichtet haben. Es waren tatsächlich die ersten Labore, 
gentechnischen Anlagen, die von kleinen Unternehmen betrieben worden 
sind.

   Wir haben unsere erste Genehmigung 1996 bekommen. Das war vier 
Jahre, nachdem Höchst die bekommen hat. Insofern sind wir tatsächlich
Pioniere der &apos;Weißen Biotechnologie&apos;. Seitdem haben wir uns organisch
entwickelt, also auch entsprechend dem mittelständischen 
Geschäftsmodell.&quot;

   DBU: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

   Zinke: &quot;Die eine oder andere Technologie wollen wir zusätzlich 
noch ins Unternehmen einbauen. Vor etwa einem Jahr haben wir 
angefangen, das Unternehmen BRAIN weiterzuentwickeln. Wir wollen 
nicht bloß als Technologieunternehmen unsere Geschäfte betreiben, 
sondern tatsächlich auch Produktion einrichten. Und zwar die 
Produktion von Enzymen und Biokatalysatoren. Natürlich nicht so groß,
wie beispielsweise eine BASF oder eine Evonik-Degussa das macht. Aber
es ist auch der Vorteil biologischer Produktion, dass man das im 
kleinen Maßstab machen kann. Tatsächlich haben wir hier in absoluter 
Nachbarschaft unseres Bauhausgebäudes eine Produktionshalle, in der 
wir derzeit unsere Fermente einrichten. Insofern bildet sich um die 
BRAIN herum eine gewisse Industrie. Wir entwickeln uns vom 
Technologieunternehmen zu einem Industrieunternehmen.&quot;

   DBU: Welche Rahmenbedingungen bieten sich denn heute für 
Unternehmensgründungen in der Biotechnologie in Deutschland? Ist es 
noch genauso schwer wie damals 1993?

   Zinke: &quot;Die Biotechnologie in Deutschland, allgemein gesprochen - 
das ist ein Hoch und Tief, um es mal so zu formulieren. Damals sind 
ganz wenige Unternehmen gegründet worden. Es gab dann eine 
Gründungswelle Ende der 90er Jahre. Da gab es eine Initiative des 
Forschungsministeriums, den Bioregio-Wettbewerb, der dazu geführt 
hat, dass tatsächlich mehrere hundert Unternehmen an den Start 
gegangen sind. Dann war es 2001 und später wieder so, dass sehr viele
Unternehmen mit der Kapitalmarktkrise in Schwierigkeiten gekommen 
sind. Derzeit müssen wir ganz klar sagen, die 
wissenschaftlich-technische Basis für Unternehmensgründung, 
beispielsweise auch die Ausbildung von potenziellen Mitarbeitern aus 
dem Ingenieurbereich oder wissenschaftlichen Bereich, ist exzellent. 
Auf der anderen Seite müssen wir wahrnehmen, dass an diesem Standort 
nach den Rahmenbedingungen, beispielsweise was die Kapitalmärkte 
anbelangt, momentan nuklearer Winter herrscht. Es ist ganz wenigen 
Unternehmen möglich, in diesen Zeiten signifikante Mittel zu 
akquirieren. Für Neugründungen ist momentan eine sehr schwierige 
Zeit. Gerade in den letzten zwei Wochen, wo der Kapitalmarkt erneut 
in eine Krise gefallen ist, ist das durchaus schwierig. Auf der 
anderen Seite gibt es von der Industrie einen großen Willen, in das 
Thema &apos;Biologisierung der Industrien&apos; zu investieren. Und wenn man 
dann so aufgestellt ist, dass man das Ganze als Kooperationspartner 
der Industrie macht, findet man immer einen Weg, ein interessantes 
Projekt zu finanzieren.&quot;

   DBU: Sie werden am 26.10.08 in Rostock das Preisgeld von 250.000 
EUR entgegennehmen. Haben Sie schon eine Vorstellung, was sie mit dem
Geld machen?

   Zinke: &quot;Da fragen sie einen Unternehmer, dessen Firma expandiert. 
Die BRAIN muss sich finanziell so aufstellen, um solche Investitionen
auch tragen zu können. Wir haben vor zwei Jahren eine recht große 
Finanzierungsrunde betrieben und mit weiteren Mitteln ungefähr 20 
Millionen Euro für die Unternehmensentwicklung akquiriert. Dieses 
Preisgeld passt jetzt sehr gut in diesen Kontext, und wir können die 
Expansion noch ein bisschen weiter beschleunigen.&quot;

   DBU: Sie bekommen den Preis zusammen mit dem Naturwissenschaftler 
und Politiker Ernst Ulrich von Weizsäcker. Was sagen Sie zu Ihrem 
Umweltpreispartner?

   Zinke: &quot;Das ist natürlich eine Person des öffentlichen Lebens und 
ein echter Pionier des Nachhaltigkeitsgedankens. Deshalb bin ich sehr
froh, mit ihm zusammen agieren zu dürfen und die Bühne betreten zu 
können. Ich verstehe es so, dass er den theoretischen Überbau als 
Professor geschaffen hat, in dem die BRAIN wiederum tätig ist. 
Insofern ist diese Dualität bei der Preisvergabe durch die 
Umweltstiftung eigentlich ein schönes Bild, das hier einen 
Schulterschluss, ein Unterhaken von akademischen und 
unternehmerischen Pionieren zeigt.&quot;

   Das Interview führte Isabel Krüger, DBU

   Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter 
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      <itunes:subtitle>ots.Audio: &quot;Wir sehen uns als biologisches Gewissen der Industrie&quot;</itunes:subtitle>
      <author>ots.Audio@newsaktuell.de</author>
      <itunes:author>Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)</itunes:author>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2008 10:30:25 +0200</pubDate>
      <category>Vermischtes</category>

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      <title>ots.Audio: &quot;Wir wollen insgesamt ein sehr viel eleganteres Land werden&quot;</title>
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      <description>ots.Audio: &quot;Wir wollen insgesamt ein sehr viel eleganteres Land werden&quot;: DBU-Interview mit neuem Umweltpreisträger Ernst Ulrich von 
Weizsäcker - O-Töne auf www.dbu.de

   1.Teil: 00:00 - 06:25

   Am 26. Oktober erhält Prof. Dr. Erst Ulrich von Weizsäcker (69), 
Dekan der Donald Bren School für Umweltwissenschaft und -management 
der Universität Kalifornien in Santa Barbara, den Deutschen 
Umweltpreis 2008 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Zusammen 
mit dem Gründer des mittelständischen Biotech-Unternehmens BRAIN AG, 
Dr. Holger Zinke (45), bekommt er den insgesamt mit 500.000 Euro 
höchstdotierten Umweltpreis Europas von Bundespräsident Horst Köhler 
in der Rostocker Stadthalle überreicht. Von Weizsäcker wird geehrt, 
weil er seit Jahrzehnten hervorragende Überzeugungsarbeit weltweit 
für nachhaltiges Wirtschaften in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
leistet. Die DBU hat mit ihm gesprochen, nachdem er gerade von seiner
bevorstehenden Auszeichnung erfahren hat.

   DBU: Herr von Weizsäcker, soeben haben Sie erfahren, dass Sie den 
Deutschen Umweltpreises 2008 bekommen. Was bedeutet Ihnen diese 
Auszeichnung?

   von Weizsäcker: &quot;Das ist die Krönung meiner umweltpolitischen 
Laufbahn.&quot;

   DBU: Sie haben in den 90er Jahren das Wuppertal Institut für 
Klima, Umwelt und Energie maßgeblich mit aufgebaut, waren 
anschließend im Deutschen Bundestag und sind 2005 nach Kalifornien 
aufgebrochen, um an der Universität in Santa Barbara das in den USA 
seltene Fach Umweltwissenschaften zu lehren. Weshalb dorthin?

   von Weizsäcker: &quot;In Sachen Umweltwissenschaften, insbesondere in 
Naturschutzwissenschaften, ist Amerika führend - vor Deutschland. Es 
ist nicht so, dass das ein Entwicklungsland wäre. Was hier nicht 
funktioniert hat, ist die Umweltpolitik der letzten 25 Jahre. Und das
ist in den deutschen Medien angekommen. Insbesondere das Weiße Haus 
hat sich einfach konsequent - solange Republikaner dort waren - dem 
Klimaschutz verweigert und in Sachen Umweltschutz den Rückwärtsgang 
eingelegt. An den Universitäten gibt es ein äußerst lebendiges und 
hoch qualifiziertes Arbeiten, Studieren und wissenschaftliches 
Publizieren.&quot;

   DBU:  War das ein Ziel von Ihnen, dieses wissenschaftliche 
Arbeiten stärker in die angewandte Politik zu bringen?

   von Weizsäcker: &quot;Ein Ausländer darf sich hier nicht in die 
amerikanische Politik einmischen. Aber als ich an diese exzellente 
Donald Bren Umwelthochschule kam - sie ist eine Elite-Einrichtung für
Umweltwissenschaften, Naturschutzwissenschaften, Umweltökonomie - gab
es sechs Spezialisierungen für unsere graduierten Studenten. Darunter
war nichts mit Klima und Energie. Ich habe mich dafür eingesetzt und 
einen entsprechenden Fakultätsbeschluss herbeigeführt, Klima und 
Energie als Spezialisierung demnächst mit anzubieten. Nur bei dem 
Qualitätsstandard, den man hier natürlich hat, geht das nicht über 
Nacht. Das wird hier erst nach meinem Ausscheiden Wirklichkeit 
werden.&quot;

   DBU: Sie verlassen die Bren School?

   von Weizsäcker: &quot;Ich hatte meinen Freunden in Kalifornien von 
vornherein gesagt, ich mache das für drei Jahre - und dabei bleibe 
ich auch. An und für sich habe ich einen Vertrag über fünf Jahre, den
könnte ich auch auf zehn Jahre verlängern. Aber ich habe gesagt, ich 
mache das drei Jahre, dann bin ich wieder zurück in Deutschland. Das 
ist meine Heimat, da lebt meine Familie. Von da aus kann ich am 
besten operieren.&quot;

   DBU: Was hat sich an der Bren School verändert, seit Sie dort 
Dekan sind?

   von Weizsäcker: &quot;Ein paar Detailkorrekturen habe ich hier sehr 
wohl angepackt, auch die Entwicklung der Ressourcenproduktivität, was
in Deutschland längst bekannt ist. In Amerika war es bisher noch 
völlig unterbelichtet. Neben der Spezialisierungsmöglichkeit Klima 
und Energie haben wir einen neuen Lehrstuhl für Energie und 
Ressourcenproduktivität eingerichtet. Auf der finanziellen Seite 
haben wir circa 10 Millionen US-Dollar eingeworben. Das ist nicht 
wenig für so eine kleine Schule! Damit haben wir ein Programm zum 
Anwerben höchst qualifizierter Gastwissenschaftler in Sachen Klima 
gemacht. Man kann insgesamt sagen, dass die Schule besser in den 
Campus integriert ist und besser dasteht als vor drei Jahren.&quot;

   DBU: Vor mehr als zehn Jahren haben Sie in ihrem Buch &quot;Faktor 
Vier&quot; vorgerechnet, wie wir mit halbiertem Naturverbrauch doppelten 
Wohlstand erreichen können. Nächstes Jahr erscheint &quot;Faktor Fünf&quot; - 
eine neue Rechnung?

   von Weizsäcker: &quot;&apos;Faktor Vier&apos; ist jetzt fast 15 Jahre alt. Es war
im Wesentlichen die Vorstellung von Einzeltechnologien. Mein 
großartiger Co-Autor Amory Lovins hat sehr viel dazu beigetragen. 
&apos;Faktor Fünf&apos; wird sich von &apos;Faktor Vier&apos; in mehreren Hinsichten 
unterscheiden. Einmal ist es sehr viel stärker auf Asien 
ausgerichtet, wo heute die Musik spielt. Wir haben chinesische 
Beispiele - vermutlich gibt es ein Kapitel über China. Dann haben wir
eine stärkere Betonung von Systemverbesserungen anstelle von 
Einzeltechnologien. Ein Beispiel: ersetzt man klassische Glühbirnen 
durch lichtelektrische Dioden,  kurz LED, gewinnt man Faktor Zehn 
Lichtausbeute pro Kilowattstunde. Das ist aber immer noch nicht gut 
genug! Man kann auch die Architektur von Gebäuden so gestalten, dass 
man viel weniger künstliches Licht braucht. Das ist dann eine 
Systemverbesserung. In der Transportlogistik ist noch viel möglich: 
Da gab es die schöne Studie von Stefanie Böge, dass Lastwagen 
ungefähr 8.000 Kilometer kreuz und quer durch Europa fahren, bis ein 
Erdbeerjoghurt auf dem Frühstückstisch steht. Wenn man den Transport 
auf ein Zehntel reduziert, schmeckt der Joghurt überhaupt nicht 
schlechter, und es wird sehr viel weniger auf den Straßen 
herumgekurvt.&quot;

   DBU: Welcher Technologie trauen Sie denn am meisten 
Effizienzsteigerung zu?

   von Weizsäcker: &quot;Nicht so sehr einzelnen Technologien - sondern 
das ganze System muss besser werden! Das ist die Philosophie von 
&apos;Faktor Fünf&apos; - ähnlich wie bei der Arbeitsproduktivität. Natürlich 
kann man sagen: Die Arbeitsproduktivität ist durch die Dampfmaschine 
von James Watt vor 200 Jahren verbessert worden - vollkommen richtig.
Aber deswegen sind wir doch kein Dampfmaschinen-Land geworden. Es war
ein Schritt von tausenden zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität. So 
ähnlich ist es mit der Energie- und Ressourcenproduktivität. Die 
lichtelektrischen Dioden sind eine Technologie - in diesem Fall ist 
es die Beleuchtung. Das ist etwas Großartiges - aber deswegen werden 
wir Deutschen ja nicht ein LED-Land. Sondern wir wollen insgesamt ein
sehr viel eleganteres Land werden, zum Teil mit sehr viel kürzeren 
Wegentfernungen für Güter und auch für Menschen, zum Teil mit sehr 
viel effizienteren Verkehrsmitteln, zum Teil mit Ersatz des Verkehrs 
durch Videokonferenzen. Ich habe neulich an einer Videokonferenz 
teilgenommen, da war an beiden Enden - über den Atlantik hinweg - ein
halbrunder Tisch. Man saß sich sozusagen gegenüber an einem ganz 
runden Tisch. Auf der einen Seite saßen die Leute in der Schweiz, auf
der anderen Seite saßen die Leute in New York. Das war eine perfekt 
organisierte Konferenz. Man hat wahnsinnig viele Flugmeilen gespart. 
Das ist auch eine Systemverbesserung. So stelle ich mir vor, dass der
Organismus Deutschland die Schlacke der Energieverschwendung zum 
großen Teil rauswerfen kann, und dann Atomreaktoren abschalten und 
Kohlekraftwerke ausmustern kann  - all dies gemeinsam mit einer 
Erhöhung der Lebensqualität und der ökonomischen Kraft.&quot;

   2. Teil: 00:00 - 07:30

   DBU: Energie ist gerade in letzten Jahren sehr teuer geworden. Ist
sie für Ihren Geschmack noch zu billig?

   von Weizsäcker: &quot;Jeder Schock beim Energiepreis ist schlecht für 
die Wirtschaft - das hat die Welt in den 70er Jahren schmerzlich 
erfahren, und jetzt auch wieder. Aber die Gegenmedizin ist nicht ein 
krampfhaftes Niedrighalten von Energiepreisen, sondern Stetigkeit. 
Auch zu niedrige Energiepreise wirken negativ. In den 80er Jahren, 
als die Öl- und Energiepreise purzelten, hat Amerika genau die 
falsche Schlussfolgerung gezogen. Man hat eine neue Autoflotte 
gebaut, bei der es auf den Spritverbrauch fast nicht mehr ankam: die 
Sport-Utility-Vehicles - kurz SUVs. Man hat riesige Räume rings um 
die Städte in Siedlungsraum verwandelt, so dass die 
Pendlerentfernungen von zehn auf 20, 30 oder 50 Kilometer anstiegen -
weil die Energie fast nichts kostete. Das ist letztlich der 
Hintergrund für die heutige Finanzkrise! Nachdem dann plötzlich die 
Energiepreise angestiegen sind, verloren die auf Pump jottwede 
gebauten Häuser stark an Wert, die Hypotheken waren nicht mehr 
gesichert, und die ganze Finanzbranche kam ins Trudeln. Europa war da
viel vernünftiger. Energie blieb relativ teuer und Benzin wurde 
überall besteuert. Die Pendlerentfernungen sind längst nicht so 
angestiegen. Dadurch ist hier der Schock viel geringer.

   Mir tun natürlich die betrogenen Amerikaner leid. Aber den Fehler 
von damals darf man nicht wieder machen. Wir sollten jetzt möglichst 
weltweit dafür sorgen, dass die Energie langsam, systematisch jedes 
Jahr ein bisschen teurer wird, am besten um so viele Prozent wie die 
Energieproduktivität im Vorjahr angestiegen ist. Dann gibt es 
definitionsgemäß kein zusätzliches Leiden und dennoch einen sehr 
starken Anreiz, um die Energieeffizienz und -produktivität 
langfristig zu verbessern!&quot;

   DBU: Sie beraten Führungskräfte in der Wirtschaft und Regierungen 
- beispielsweise die chinesische. Was sind heutzutage die 
Hauptprobleme?

   von Weizsäcker: &quot;Je nach Kontext sehr unterschiedlich. China hat 
völlig andere Probleme als ein schweizerischer Versicherungskonzern. 
Eine Frage, auf die ich mich ein bisschen konzentriert habe und die 
mit dem Stichwort &apos;Faktor Fünf&apos; ganz gut angedeutet ist, ist: Wie 
können Länder und Firmen es schaffen, die Technologie des 21. 
Jahrhunderts zu entwickeln und zu erproben, um aus der 
Dinosaurierwelt - in der wir gegenwärtig immer noch leben - rasch 
genug mit Profit herauszukommen? Bei den Chinesen ist wahrscheinlich 
die Erhöhung der Energieproduktivität mit Abstand das Wichtigste. Für
internationale Konzernen ist sehr wichtig, die Glaubwürdigkeit 
gegenüber den Konsumenten und den Mitarbeitern zu wahren und zu 
stärken. Auch das hängt mit ökologischen Fragen zusammen. Neben 
diesen ist mir wichtig, dass die in den 90er Jahren grassierende 
Mentalität überwunden wird, dass der Staat abgedankt hat und dass nur
noch die Finanzmärkte das Geschehen bestimmen. Nach der gegenwärtigen
Wallstreet-Krise hat das inzwischen wohl auch der Letzte kapiert, 
dass das ein riesiges Missverständnis war und dass man dringend einen
handlungsfähigen Staat braucht! Das sind Themen, die mich in den 
letzten 15 Jahren immer wieder berührt haben, beispielsweise im 
Bundestag als Vorsitzender der Kommission Globalisierung. 
Letztendlich findet Beratung immer im Konkreten statt - da kommt man 
mit allgemeinen Sätzen nicht weiter.&quot;

   DBU: Wie offen sprechen Sie denn die ökologische Probleme an? 
Sagen Sie offen, was Sie denken?

   von Weizsäcker: &quot;Normalerweise ja. Unabhängig davon, ob das gerade
populär ist. Aber nehmen wir mal das Beispiel China: Es hat überhaupt
keinen Sinn, den Chinesen mit erhobenem Zeigefinger zu kommen, sie 
müssten was zum Thema Klima tun. Die wissen ganz genau, dass in ihrer
gegenwärtigen Entwicklungsphase eine energieintensive Infrastruktur 
aufgebaut wird und sie sich es gar nicht leisten können, den 
Stromverbrauch herunterzufahren. Da muss man mit Strategien kommen, 
die für das Volk politisch akzeptabel sind, beispielsweise mit einer 
sanften Energiepreiserhöhung - proportional zur Erhöhung der 
Energieproduktivität. Das ist verträglich mit dem Konzept der 
harmonischen Gesellschaft von China. Aber so etwas ist kein 
Schwindeln von meiner Seite, sondern ein realpolitischer Kompromiss.&quot;

   DBU: Was ist für Sie persönlich, der größte Erfolg Ihrer 
umweltpolitischen Laufbahn?

   von Weizsäcker: &quot;Vielleicht die Konzepte &apos;Faktor Vier&apos; und &apos;Faktor
Fünf&apos;, die in gewissem Sinne von meinem Freund Friedrich 
Schmidt-Bleek stammen. Er hat von vornherein mit dem &apos;Faktor Zehn&apos; 
angefangen. Die Botschaft war: &apos;Prahlt doch bitte nicht mit einer 
Verbesserung der Energieeffizienz von 16,5 Prozent. Denkt endlich mal
an größere Dimensionen! So etwas wie 300 Prozent - das wäre dann ein 
Faktor Vier. Oder 900 Prozent, das wäre ein Faktor Zehn.&apos; Wenn man 
das ernst nimmt, dann sieht man auf einmal, dass das gar nicht 
ausweglos ist, dass das gar nicht unmöglich ist. Kann sein, dass es 
noch eine Weile dauert. Die alte Denke von kleinen Prozentsätzen habe
ich immer in Ehren gehalten, aber sie muss auf die Dauer ersetzt 
werden durch kühneres Denken! Dass sich dieses Denken in der 
deutschen und internationalen Diskussion als ernsthafte Anforderung 
an die Klima- und Ressourcen-Herausforderung eingebürgert hat, kann 
man als eine Art Erfolg meines Teams am Wuppertal-Institut in den 
90er Jahren bezeichnen. Soweit ich daran beteiligt war, war es auch 
mein Erfolg.&quot;

   DBU: Sie werden am 26. Oktober in Rostock ein Preisgeld von 
250.000 Euro entgegen nehmen. Wissen Sie schon, was Sie mit dem Geld 
machen?

   von Weizsäcker: &quot;Wahrscheinlich werde ich zusammen mit meiner Frau
eine Art von Institut in Emmendingen gründen, das sich mit 
Umweltfragen im weiteren Sinne beschäftigen wird. Da ist es 
wunderbar, ein bisschen Startgeld zu haben, damit man sich nicht 
alles zusammenpumpen muss. Im Übrigen haben wir eine große Familie 
mit fünf Kindern und bislang sieben Enkeln - da ist man nie in 
Verlegenheit.&quot;

   DBU: Sie bekommen den Preis zusammen mit dem Unternehmer Dr. 
Holger Zinke, Gründer des Biotechnologie-Unternehmens BRAIN AG  - was
sagen Sie zu Ihrem Umweltpreispartner?

   von Weizsäcker:  &quot;Zunächst freue ich mich als ehemaliger Biologe 
sehr darüber, dass Herr Zinke mit seiner Weißen Biotechnologie 
kreative Arbeit auf biologischer Grundlage macht - offenbar sehr 
erfolgreich und im Sinne von Einsparen von Energie und von Stoffen 
für die Ressourcenproduktivität. Ich weiß sehr genau, wie sehr man 
auf innovative Wissenschaftler und Techniker angewiesen ist. Ich 
wünsche ihm alles Gute.&quot;

   Das Interview führte Taalke Nieberding, DBU.

   Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter 
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      <itunes:subtitle>ots.Audio: &quot;Wir wollen insgesamt ein sehr viel eleganteres Land werden&quot;</itunes:subtitle>
      <author>ots.Audio@newsaktuell.de</author>
      <itunes:author>Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)</itunes:author>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2008 10:30:07 +0200</pubDate>
      <category>Politik</category>

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