
Im Kampf gegen die Blindheit: Andheri-Hilfe "feiert" die einmillionste Augenoperation / Wer helfen will: Andheri-Hilfe, Konto 40 006, Sparkasse Bonn, BLZ 380 500 00
14.01.2003 | 15:37 UhrBonn (ots) - Genau eine Million Augen hat die Andheri-Hilfe aus der Blindheit geholt. Die Entwicklungsorganisation "feiert" in diesen Tagen die einmillionste Augenoperation, die einem Menschen in Bangladesch wieder zum Sehen verhilft. Von den rund 140 Millionen Einwohnern des asiatischen Landes leiden rund eine Million an Grauem Star, hervorgerufen durch mangelhafte Ernährung und ungenügende medizinische Versorgung. Die im Jahr 1967 gegründete Andheri-Hilfe (www.andheri-hilfe.de) hat sich mit der "Aktion Blindenheilung" zum Ziel gesetzt, diesen Missständen mit Hilfe von Spendengeldern aus Deutschland ein Ende zu bereiten. Die glückliche "Millionen-Gewinnerin" im ganz besonderen Sinne ist das 14-jährige Mädchen Hasna Begum: Sie war vor drei Jahren an Grauem Star erblindet; jetzt haben von der Andheri-Hilfe bezahlte Ärzte dem Kind die erblindete Linse entfernt und durch eine neue künstliche Linse ersetzt. Der Eingriff - in Deutschland eine Standardoperation - gibt dem Mädchen die Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die überwältigende Freude, nach drei Jahren erstmals wieder ihre Familie und auch sich selbst sehen zu können, wurde vom ARD-Fernsehmagazin "Report Mainz" festgehalten; der Bericht wurde am gestrigen Montagabend ausgestrahlt. Die Premierministerin von Bangladesch bedankte sich für den Erfolg der Blindenheilung bei der Andheri-Gründerin und Ehrenvorsitzenden Rosi Gollmann sowie bei allen Spendern in Deutschland, die dazu beigetragen haben. Rosi Gollmann war erst kürzlich im Rahmen der Aktion "Ein Herz für Kinder" mit dem "Goldenen Herz" für ihr Lebenswerk geehrt worden. Die ehemalige Religionslehrerin war 1959 von Berichten über die Not indischer Findelkinder in Andheri, einem Vorort von Bombay, zutiefst berührt worden - und initiierte eine der angesehensten Hilfsbewegungen in Deutschland. Heute fördert die Andheri-Hilfe Bonn e.V. über 450 Projekte der "Hilfe zur Selbsthilfe". Wer auch ein "goldenes Herz" besitzt und einem Menschen in Bangladesch das Augenlicht wieder schenken will, muss dafür nur 20 Euro spenden - genau soviel kostet die einfache Star-Operation, die einen Mitmenschen aus der lebenslangen Blindheit befreit. Aufgrund der niedrigen Löhne lässt sich schon mit wenig Geld viel erreichen: Die Ärzte in Bangladesch verdienen 220 Euro im Monat, die Krankenschwestern 150 Euro. Zudem helfen immer mehr Firmen: Wer beispielsweise die Telefonauskunft klickTel 11815 ("11815 statt 08/15") anruft, setzt sich auch für die Kinder in Bangladesch ein: Von jedem Anruf kommt ein Cent der Andheri-Hilfe zugute. Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. (www.andheri-hilfe.de) ist eine freie, unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit. Sie wurde 1967 von der Religionslehrerin Rosi Gollmann begründet, um 400 Findelkindern in Andheri, einem Vorort von Bombay, zu helfen. Heute unterstützt die Andheri-Hilfe, der vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel als Zeichen geprüfter Seriosität und Spendenwürdigkeit zuerkannt wurde, mehr als 450 Projekte. Der Schwerpunkt liegt auf der "Hilfe zur Selbsthilfe".
Andheri-Hilfe-Spendenkonto: Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00),
Kontonummer 40 006
ots Originaltext: Andheri-Hilfe Bonn e.V.
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