Pressemitteilung

Studie: Ernst & Young präsentiert die Wachstumsstrategien von Unternehmen / Entrepreneure des Jahres: Weiter auf Wachstumspfaden wandeln

31.01.2013 | 11:00 Uhr

Stuttgart (ots) - Die Finalisten des Unternehmer-Wettbewerbs "Entrepreneur des Jahres" setzen auf Vielfalt im Team, Aus- und Weiterbildung sowie Innovation und trotzen so den Unsicherheiten auf den Weltmärkten.

Unsicherheiten auf den internationalen Kapitalmärkten, Rezession und sinkende Nachfrage auf vielen Güter- und Dienstleistungsmärkten: Die Wachstumsunternehmen des Mittelstands lassen sich von schlechten Nachrichten und skeptischen Prognosen nicht aus der Ruhe bringen. Sie steigerten ihre Einnahmen bereits in den letzten Krisenjahren überdurchschnittlich und sind zuversichtlich, weiterhin Wachstum zu generieren und damit Stellen zu schaffen. Dafür vertrauen sie der Innovationskraft ihres Teams und der Anpassungsfähigkeit ihrer Organisation. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse der Studie "Wachsen und wirtschaften - Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2013".

"Die Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren in ihren Märkten mit innovativen Angeboten und hohen Qualitäten auf den vordersten Plätzen etabliert und auch ihre Internationalisierung deutlich intensiviert", beobachtet Markus Seiz, Projektleiter des Unternehmer-Wettbewerbs "Entrepreneur des Jahres". "So wuchs ihre Unabhängigkeit von einzelnen Märkten, aber auch von Preisdiktaten."

Die Studie "Wachsen und wirtschaften - Siegerstrategien im deutschen Mittelstand" analysiert das starke Wachstum mittelständischer Unternehmen. Die beschriebenen Unternehmen legten in den vergangenen vier Jahren mehrheitlich zweistellig zu, etwa jedes zehnte verdoppelte in diesem Zeitraum seinen Umsatz. Mehr Geschäft erfordert mehr Personal: Die Unternehmen schufen in den letzten Jahren mehr als 9.000 Stellen und beschäftigen heute insgesamt rund 32.000 Menschen. Mit solchen Kennziffern erreichten die Firmen das Finale beim Wettbewerb "Entrepreneur des Jahres 2012". "Die bemerkenswerten Wachstumsquoten gelingen, weil die Entrepreneure äußerst wachsam gegenüber potenziellen Risiken sind und ihre Strategien laufend an Veränderungen anpassen", so Projektleiter Markus Seiz. "Die Unternehmen stehen permanent unter dem Druck, die neuesten und besten Angebote zu liefern." Für solche Produkte und Services sind Kunden bereit, mehr zu auszugeben.

Die Studie "Wachsen und wirtschaften - Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2013" zeigt ebenfalls auf, dass der Fachkräftemangel inzwischen in vielen Industriesparten Wachstum bremst. Erfolgreiche Mittelständler stellen sich darauf ein: Sie geben Frauen und Älteren mehr Chancen, ihre Teams werden zunehmend internationaler. Für 2013 lassen sich folgende Wachstumsstrategien ableiten:

Wachstumsstrategie 1: Vorausschauend planen und flexibel bleiben

90 Prozent der Erfolgsunternehmer kontrollieren regelmäßig die wichtigsten Kennzahlen ihrer Unternehmen und entwickeln damit Strategien für den Auf- und Ausbau neuer Geschäfte. Das Augenmerk legt die Mehrheit der Unternehmer auf die Entwicklung der Einnahmen, der Ergebnisse und insbesondere der Liquidität. Weil rasantes Wachstum, aber auch die schnellen Veränderungen auf den Märkten Pläne oft aushebeln, entwickeln die meisten Entrepreneure nur noch Perspektiven für die nächsten drei Jahre. So halten sie ihre Organisation flexibel und anpassungsfähig.

Wachstumsstrategie 2: Innovation und noch mehr Innovation

Entrepreneure setzen sich und ihr Team in Sachen Innovationen unter hohen Erfolgsdruck: Knapp zwei Drittel setzen auf völlig neue Produkte, die nach der Einführungsphase auf rege Nachfrage stoßen. 37 Prozent erzielen einen großen Teil ihrer Einnahmen aus überarbeiteten Produkten. Mit der Vermarktung neuer Produkte sollen neue Kunden und Marktanteile gewonnen werden. Daher investieren Entrepreneure mehr in die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen: Bei ihnen fließen im Schnitt elf Prozent der Einnahmen in diesen Bereich. Doch der Aufwand lohnt sich: 96 Prozent der Unternehmer sind davon überzeugt, dass ihre Produkte und Produktionsprozesse überlegen sind - und dass Kunden dafür gern mehr bezahlen.

Wachstumsstrategie 3: Premium statt Preisfalle

Stete Neuerung, hoher Qualitätsanspruch, Konzentration aufs Wesentliche: 70 Prozent der erfolgreichen Entrepreneure positionieren sich als Marktführer und agieren zudem oft in lukrativen Nischen, wo der Konkurrenzdruck niedrig ist. Spezialisierte und innovative Produkte ermöglichen ihnen außerdem Premiumangebote, für die mehr ausgegeben wird: Jeder fünfte Entrepreneur gibt zu, dass die Preise seiner Angebote deutlich höher liegen als die der Konkurrenz. Höhere Preise ermöglichen den Unternehmen höhere Investitionen und sichern nachhaltiges Wirtschaften. Lediglich drei Prozent der Unternehmer unterbieten den Wettbewerb mit niedrigeren Preisen.

Wachstumsstrategie 4: Vielfalt im Team

Wo unterschiedliche Erfahrungen, vielfältiges Wissen, mehr Sprachen und Gedanken zusammenkommen, blühen Ideen. Auch als Antwort auf den Fachkräftemangel reagieren Wachstumsunternehmer mit Diversifikation: In 51 Prozent der Gesellschaften arbeiten heute mehr Frauen als noch 2009, in knapp 40 Prozent stieg der Altersdurchschnitt, weil Erfahrene wieder mitarbeiten, und 45 Prozent wurden internationaler. Entrepreneure verstärken diese Entwicklung, weil sie damit ihre Chancen auch auf Weltmärkten erhöhen. Gleichzeitig fördern sie durch unterschiedlichste Beteiligungs- und Mitsprachemodelle die Eigenverantwortlichkeit ihrer Mitarbeiter und das unternehmerische Denken im Team: Jeder Dritte informiert daher regelmäßig über Strategien und Aussichten, 54 Prozent entlohnen erfolgsabhängig, 61 Prozent beteiligen ihre Mitarbeiter am Gewinn.

Wachstumsstrategie 5: Bildungsoffensive gegen Stillstand

"Lebenslanges Lernen" ist bei Entrepreneuren ein zentraler Erfolgsfaktor. Wenn Mitarbeiter mitdenken, mitgestalten und Ideen liefern sollen, müssen sie fachlich und menschlich gebildet werden. Wachstumsunternehmer nehmen diese Aufgabe ernst, nicht nur weil sie händeringend nach Fachkräften suchen: 85 Prozent wollen ihre Ausbildungsbemühungen verstärken, um selbst für die notwendigen Fach- und Führungskräfte zu sorgen. 69 Prozent wollen mit Mentoring-Programmen Fachwissen und Führungsverantwortung fördern. Und 91 Prozent kooperieren eng mit Schulen und Hochschulen, um dem Nachwuchs eine Chance zu geben.

Wachstumsstrategie 6: Unabhängig bleiben

Übernahmen, Wachstumspläne und internationale Expansion: Solche Vorhaben finanzieren die meisten Entrepreneure aus dem laufenden Geschäft. So behalten sie einen maßvollen Blick und bleiben unabhängig vom Einfluss der Banken und Investoren. Was nicht aus eigener Kraft oder mit einem überschaubaren Kredit finanziert werden kann, wird aufgeschoben oder noch sorgfältiger geplant. Auf ihre Eigenständigkeit legen Entrepreneure großen Wert.

Präsentation der Ergebnisse bei "Unternehmer im Dialog"

Die Studie wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Unternehmer im Dialog" präsentiert:

   - 6. Februar, IHK Karlsruhe, Unternehmerfrühstück
   - 17. Juli, Rathaus Stuttgart, Abendveranstaltung
   - 23. Oktober, Mannheim, Technologiezentrum Mafinex, 
     Unternehmerfrühstück 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.entrepreneur-des-jahres.de.

Die Studie "Wachsen und wirtschaften - Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2013" gibt Ernst & Young mit dem F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen heraus. Sie enthält neben den Ergebnissen auch Fallstudien von wachstumsstarken, mittelständischen Unternehmen. Sie umfasst 56 Seiten und kann zum Preis von 48 Euro beim F.A.Z.-Institut bestellt werden.

Mehr zum Wettbewerb "Entrepreneur des Jahres":

Ernst & Young organisiert den Unternehmerwettbewerb "Entrepreneur des Jahres" weltweit in über 50 Ländern. In Deutschland wird die Auszeichnung 2013 zum 17. Mal verliehen: Eine neutrale Jury wählt die Sieger in fünf Kategorien. Mit der Auszeichnung werden unternehmerische Spitzenleistungen identifiziert und honoriert. Unterstützt wird der Wettbewerb von namhaften Unternehmen und Medien, darunter die DZ BANK, Jaguar, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Manager Magazin.

Neben der Auszeichnung erfolgreicher Unternehmerpersönlichkeiten hat sich Ernst & Young auch die Förderung kommender Generationen von Entrepreneuren zur Aufgabe gemacht und die "Entrepreneur of the Year Junior Academy" ins Leben gerufen.

Über Ernst & Young

Ernst & Young* ist eine der drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungsorganisationen. In der Steuerberatung ist Ernst & Young deutscher Marktführer. Ernst & Young beschäftigt rund 7.700 Mitarbeiter an 22 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von 1,22 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 167.000 Mitarbeitern der internationalen Ernst & Young-Organisation betreut Ernst & Young Mandanten überall auf der Welt.

Ernst & Young bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immobilienberatung.

Zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte folgender Internetseite: http://www.de.ey.com

* Der Name Ernst & Young bezieht sich in diesem Profil auf alle deutschen Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht. Jedes EYG Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen.

Pressekontakt:

Markus Seiz
c/o Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mittlerer Pfad 15
70499 Stuttgart
Telefon +49 711 9881 15800
Telefax +49 711 9881 15781
E-Mail: entrepreneur-des-jahres@de.ey.com

Volker Northoff	
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Ernst & Young: Entrepreneur des Jahres


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