
Elephants Club hilft UNESCO-Schule bei Pilotprojekt
02.02.2010 | 10:15 UhrFrankfurt/Main (ots) - Der gemeinnützige Elephants Club hat die Förderung für das Sozialprojekt "Trainingsraum" an der Altkönigschule in Kronberg im Taunus übernommen. Die Gesamtschule im Norden von Frankfurt am Main gehört zu dem weltweiten Schulnetzwerk der UNESCO. In den UNESCO-Schulen erfahren internationale Verständigung, Nachhaltigkeit und interkulturelles Lernen eine besonders hohe Bedeutung. Es handelt sich dabei um die gleichen Werte, die auch der Elephants Club vertritt, der sich der internationalen Völkerverständigung verschrieben hat.
Im Rahmen der praktischen Unterstützung dieser Ziele hat die Kronberger Gesamtschule mit einem Einzugsgebiet weit über die Stadtgrenzen hinaus vor zwei Jahren einen sogenannten "Trainingsraum" eingerichtet. Dort sind zwei Sozialpädagogen als Trainer für die Schüler präsent, um Probleme zu diskutieren, Konflikte zu lösen und den Heranwachsenden zu helfen. Damit fällt dem Kronberger Schulprojekt Pilotcharakter mit bundesweiter Bedeutung zu, weil das Konzept weit über herkömmliche Trainingsräume hinausgeht. Üblicherweise wird ein schulischer Trainingsraum lediglich dazu verwendet, störende Schüler kurzzeitig aus dem Unterricht herauszunehmen, um sie zu trainieren und damit die Lehrkraft und die anderen Schüler zu entlasten.
Hingegen hat der Kronberger Trainingsraum auch offene Sprechstunden, in denen Schüler von selbst kommen und nicht von Lehrern geschickt werden. Die Trainer entwickeln dadurch ein gutes Vertrauensverhältnis zu einer breiten Schicht der Schülerschaft. Die Statistiken, die über das Trainingsraum-Konzept erhoben werden, zeigen dabei deutlich, dass die Sozialarbeit der Schule im besonderen Maße Schülern mit Migrationshintergrund zugute kommt. Um dieser Tatsache gerecht zu werden und ihr entgegen zu wirken, soll das Angebot erweitert werden. Schon heute gibt es an der Altkönigschule sog. "Schüler-Konfliktlotsen", die extern ausgebildet wurden. Die Trainer möchten nun die nächste Generation dieser Konflikt-Lotsen selbst ausbilden und dabei besonders Schüler mit Migrationshintergrund zu dieser Ausbildung motivieren. Lotsen, die den jeweiligen Kulturkreis kennen, verstehen oft besser, worum es im Hintergrund bei einem Konflikt (auch) gehen mag.
"Das sozialpädagogische Konfliktlösungskonzept an der Kronberger Altkönigschule geht deutlich weiter als bei anderen Schulen in Deutschland. Daher erachten wir diese UNESCO-Schule als besonders förderungswürdig", erklärt Gabriele Rittinghaus, Vorsitzende des gemeinnützigen Elephants Club e.V.
Ohne die Hilfe der Elephanten hätte das von Schul- und Elterninitiative gemeinsam ins Leben gerufene Projekt aus Geldmangel wieder eingestellt werden müssen. Jetzt haben die spendenfreudigen Mitglieder des Elelphants Club die Finanzierung gleich für drei Jahre sichergestellt. Dadurch können die beiden Sozialpädagogen des Trainingsraumes ihre Aufgabenfelder sogar erweitern und sich noch stärker mit anderen sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel Jugendzentren, Sozialdiensten und Drogenberatung vernetzen.
"Das Förderforum der Altkönigschule ist dem Elephants Club zu tiefem Dank verpflichtet, weil er uns weiterhin die Sozialarbeit vor Ort ermöglicht. Die beiden Sozialarbeiter sind ein wichtiger Teil der Schulgemeinschaft geworden, der sich besonders der Schülern mit Migrationshintergrund annimmt", betont Dr. Judith Jackson, Mitglied des Vorstands des Förderforum der Altkönigschule
Der gemeinnützige Elephants Club e.V. verbindet branchenunabhängiges Networking mit sozialem Engagement. Der 1991 gegründete Verein setzt sich aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien zusammen wie beispielsweise dem hessischen Ministerpräsident Roland Koch, der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, Dell-CEO Michael Dell oder Prof. Dietrich Grönemeyer. An den Leitlinien "Völkerverständigung fördern, Toleranz unterstützen" ist das rein ehrenamtliche soziale Engagement ausgerichtet. Die Aufnahme- und Mitgliedsbeiträge sowie die über die Veranstaltungen erzielten Spenden und Erlöse kommen ausschließlich gemeinnützigen Zwecken zu.
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